Chris Crutchfield geht es nicht anders als vielen von uns jungen, hippen Leuten: Wir tragen die Technik täglich bei uns und werden fast minütlich von ihr daran erinnert. Aufmerksamkeitssuchende Piepser und Töne und Summen überall. Das artet vor allem in Großraumbüros schnell in spontan verfasste Symphonien aus.
Mit Hilfe von Cinematographer Pierce Cook hat Crutchfield den Clip Digitals erstellt, der sich selbst als “sort of” Musical beschreibt. Denn darin bauen sich massenhaft digitale Töne aus der Welt von Apple & Co. auf, so dass eine eingängige Soundkulisse entsteht. Jede Menge Kleinstarbeit, die gelungen in Szene gesetzt wurde und ein Mahnmal an die aktuelle Gesellschaft darstellen könnte. Oder aber eine Demonstration der Fortschrittlichkeit. Wie ihr wollt. Ich habe jedenfall etliche Sounds, die hier zu hören sind, per se deaktiviert, weil mich dat nervt.
“One day I got an email, an sms, a phone call, a Facebook message and two tweets all within about 5 seconds of one another. This video is a re-manifestation of my brain’s interpretation of that event. #trustory”
Native Instruments lässt Jeremy Ellis demonstrieren, was ihre Maschine so alles drauf hat, wenn ein Experte am Werk ist. Geile Show-Nummer, dürfte im Club bei einem Sieben-Stunden-Set dann doch ermüdend werden, schätze ich mal…
Die “Visualisierungskünstler” Pedro Mari und Natan Sinigaglia von Abstract Birds arbeiten seit einigen Jahren mit dem Londoner Visual Artist Quayola zusammen an einer Real Time Visualisierungs-Software für Musik. Mit der Software Partitura soll die Übersetzung von Sound zu Visuals gelingen. In dieser Demo zu Klängen von Telefon Tel Aviv kann man bereits erste Ergebnisse sehen.
“Partitura defines a coherent language of its own for the creation of new contemporary abstractions. It is within this system that Partitura creates worlds that expand from a single dot to multiple galaxies, from minimalism to complexity, from rigid to elastic, from solid to liquid, from angular to smoothness, from tentative to boldness, from calm to agitation, from slow to fast, from desaturated to saturation, from dark to lightness, from predictable to unpredictability. Literally ‘everything’ and its opposite… just like a musical flow.”
Der arabische SingerSongwriter Alaa Wardi zeigt uns in Shalamonti Fel7al seine Vielseitigkeit. Denn neben dem Gesang macht er auch sämtliche Geräusche und Melodien mit seinem eigenen Körper. Den Text verstehen übrigens auch Araber nicht, denn der ergibt gar keinen Sinn. Wardi möchte sich nicht von einer Idee im Inhalt begrenzen lassen, also lässt er uns einfach selbst entscheiden, worüber er singt. Ich finde, er singt darüber, wie toll das Internet, mein Blog und Einhörner sind.
Gioacchino Petronicce hat seinen Trip von Toulouse über Paris nach Martinique in einem Video festgehalten. Under The Clouds zeigt uns nicht nur schöne Bilder der Reise, sondern auch ausgewählte Soundkulissen. Ohne große Story oder Inhalte, schafft das Video, einfach nur ein angenehmes Gefühl zu vermitteln.
Worst Überschrift ever. Egal. Dass Matt Mulholland gerne mit sich selbst spieltsingt, dürfte mittlerweile bekannt sein. In seinem neusten Video hat uns der Youtube-Sternchen ein ebenso bescheuertes, wie aufwändiges, wie großartiges Stück bereitet und lässt John Williams alt anhören: Den Star Wars Episode I-Endkampf a capella. “Lightsabers go vveeew veeew kkkksssshh”
Das WhiteNoise | Lab hat ein paar Mal gegen ein Fahrrad geschlagen und aus den so entstandenen Geräuschen ein interessantes Musikvideo gebastelt. Mal was anderes als mit dem Hollandrad zum Bäcker zu fahren. Klönk!
In bester Pogo-Manier hat Youtuber MrSeberi seinen alten Gameboy aus dem Schrank gekramt und mit ihm Musik gemacht. Nicht jedoch mit den im Spiel verwendeten Tönen und Melodien, nein, mit dem Spielgerät itself. Hört selbst.
Doesn’t that suck? I just hit you for no reason. I don’t even know why. — Harry, Kiss Kiss Bang Bang
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