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In Kooperation mit Sally Giles

5 Ursachen für Hörverlust bei Kindern

Lifestyle
Maik - 30.12.22 - 21:43
5 Ursachen für Hörverlust bei Kindern baby-unsplash

[Dieser Beitrag wurde von Sally Giles verfasst.]

Ein Hörverlust kann das Leben maßgeblich verändern, vor allem für kleine Kinder, die eben erst damit beginnen, die Welt um sich herum zu entdecken. Leider ist eine Hörstörung bei Kindern weniger selten, als man vielleicht denken würde. So schätzen die Centers for Disease Control and Prevention (CDC), eine Behörde des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums, dass zwischen einem und fünf von 1.000 Kindern von einer angeborenen oder später erworbenen Hörbeeinträchtigung betroffen sind. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Ursachen für Hörverlust bei Kindern.

Erblich bedingter Hörverlust

Die genetische Veranlagung spielt bei Hörbeeinträchtigungen von Kindern eine große Rolle. Einige Forscher gehen davon aus, dass die Schwerhörigkeit bei Babys in 50 bis 60 % der Fälle angeboren ist. Für die Entwicklung des menschlichen Hörsinnes sind mehrere Gene verantwortlich. Tritt eine Genmutation auf, wirkt sich das nachteilig auf die Entwicklung des Kindes im Mutterleib aus. Wenn Genveränderungen in der Familie vorkommen, steigt das Risiko, dass auch weitere Generationen von der Erkrankung – beispielsweise einer angeborenen Schwerhörigkeit – betroffen sind.

Deshalb sollten Eltern, die selbst mit einer Hörstörung geboren wurden, das Gehör ihrer Kinder so bald wie möglich testen lassen. Es ist ganz einfach, einen Hörspezialisten in der Nähe zu finden, der weiterhelfen und beispielsweise auch auf eine erblich bedingte Hörbeeinträchtigung testen kann. Auf phonak.com/de-de/einen-hoerakustiker-finden erfahren Sie mehr.

Infektionskrankheiten während der Schwangerschaft

Eine erbliche Veranlagung ist zwar die häufigste Ursache für eine angeborene Schwerhörigkeit bei Kindern, aber es kann auch andere Gründe dafür geben. Einige Babys, die von Geburt an von einer Hörbeeinträchtigung betroffen sind, weisen keine Gendefekte auf. Vielmehr kann auch eine Virusinfektion der Mutter während der Schwangerschaft für einen Hörverlust des Kindes verantwortlich sein. So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass eine Rötelnerkrankung der schwangeren Frau zu Fehlbildungen im Innenohr des Babys führen kann.

Ein weiteres Virus, das mit einer angeborenen Hörstörung in Verbindung gebracht wird, ist das West-Nil-Virus. Es wird von Stechmücken übertragen und ist Ursache des West-Nil-Fiebers. Da etwa 80 % der Erkrankungen symptomlos verlaufen, kann das Virus leicht auf schwangere Frauen übertragen werden.

Infektionen

Bekannte Infektionskrankheiten wie Mumps oder Masern können bei Kindern und Erwachsenen auch später noch eine Hörstörung verursachen. Bei einem erworbenen Hörverlust ist jedoch keine Fehlbildung des Innenohrs für die Hörbeeinträchtigung verantwortlich, sondern beispielsweise eine Mittelohrentzündung, häufig ausgelöst durch Erreger, die über die Ohrtrompete vom Nasen-Rachenraum ins Mittelohr gelangen. Kinder, die an einer Mittelohrentzündung (Otitis media) leiden, sind unruhig, fassen sich häufig ans Ohr, sind leicht reizbar und hören schlechter als normal, weshalb z. B. der Fernseher lauter gestellt werden muss. Andere virale und bakterielle Infektionen, die eine Hörminderung verursachen können, sind Hirnhautentzündung (Meningitis), Gehirnentzündung (Enzephalitis), Windpocken und die echte Grippe (Influenza).

Traumata und Gewalteinwirkungen an Außen- und Mittelohr

Neben Infektionen können auch Gewalteinwirkungen sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen für eine Hörbeeinträchtigung verantwortlich sein und je nach Ursache unterschiedliche Bereiche des Ohres betreffen. Am weitesten verbreitet sind Verletzungen des Außenohres, beispielsweise durch einen Schlag auf den Kopf oder durch Gegenstände, die in den Gehörgang geraten und das Trommelfell verletzen. In den meisten Fällen normalisiert sich das Hörvermögen jedoch wieder.

Das Mittelohr ist häufig betroffen, wenn sich der Umgebungsluftdruck ändert, zum Beispiel im Flugzeug oder beim Tauchen. Ist wegen einer Belüftungsstörung der Ohrtrompete kein Druckausgleich möglich, kommt es zu einem unangenehmen Druckgefühl. Unbehandelt kann das einen bleibenden Hörverlust zur Folge haben.

Traumabedingte Innenohrschäden

Bei Kindern, deren Innenohr durch ein schweres Schädel-Hirn-Trauma geschädigt wurde, tritt manchmal auch eine sogenannte Hyperakusis auf, eine Geräuschüberempfindlichkeit, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Die Betroffenen empfinden Alltagsgeräusche unabhängig von ihrer objektiven Lautstärke als unangenehm laut. In schweren Fällen kommt es zu starken Schmerzen und anderen Symptomen, die auch für sehr resiliente Menschen häufig kaum zu ertragen sind. Eine Hyperakusis kann sich zwar wieder normalisieren, da sich die Empfindlichkeit jedoch mit der Zeit verstärkt, sollte baldmöglichst mit einer Behandlung begonnen werden.

Das sind einige der häufigsten Ursachen für Hörstörungen bei Kindern. Wenn sich das Hörvermögen Ihres Kindes verschlechtert, es über Ohrenschmerzen klagt oder häufig darum bittet, die Lautstärke zu erhöhen oder zu senken, sollten Sie bei einem Hörspezialisten Rat suchen.

Mit freundlicher Unterstützung von Sally Giles | Bild: Matt Walsh

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