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Die geheime Erfolgsformel des Streaming-Anbieters

Dokumentationen auf Netflix

Maik - 10.06.20 - 5:59
Dokumentationen auf Netflix netflix

[Dieser Beitrag wurde von August Walz verfasst.]

Netflix hat das normale Fernsehprogramm abgelöst. Der amerikanische Konzern gilt als der Grundstein der Streaming-Generation und bietet abwechslungsreiches Programm, das unterhält und polarisiert. Besonders im Bereich der Dokumentationen hat Netflix einen Weg gefunden, sein Publikum nachhaltig zu begeistern.

Seit seiner Gründung 1997 hat Netflix einen unglaublichen Entwicklungsfortschritt gemacht. Was einst als Versandanbieter von DVDs und Blu-rays und mit lediglich 925 Filmen im Portfolio begann, entwickelte sich zur erfolgreichen Streaming-Geschichte. 10 Jahre später entschieden sich die Verantwortlichen Reed Hastings und Marc Randolph zum Einstieg in das VOD-Geschäft, welches vorerst nur in Amerika und Kanada verfügbar war. Mit der ersten eigenen Serienproduktion „House of Cards“ wurde das Fundament der Serienschmiede Netflix geschaffen und begeisterte mit Kevin Spacey und Robin Wright in den Hauptrollen Serienfans weltweit. Zusammen mit „Orange Is The New Black“ startete 2014 Netflix auch in Deutschland.

Obwohl mit der Sci-Fi-Hommage „Stranger Things“ und dem polarisierenden Teenager-Drama „Tote Mädchen lügen nicht“ immer neue Highlights den Weg in die Mediathek finden, kristallisiert sich ein kleines Genre als heimlicher Publikumsmagnet heraus. Das verstaubte Image der Dokumentationen wurde neu belebt und liefert monatlich spannende Stories aus den verschiedensten Bereichen.

Von Tigerkönigen und katastrophalen Partys

Das Geheimnis der beliebten Dokus ist nicht schwierig zu entdecken: Netflix schafft es mit jeder Veröffentlichung auf ein Neues, Inhalte zu erforschen, die bisher nur wenigen Zuschauern bekannt sind. Anstatt in allgemeinen Schubladen wie Politik, Umweltschutz oder True Crime zu wühlen, picken sich die Produzenten der Netflix Originals jeweils ein konkretes Thema, welches mit viel Rechercheaufwand über mehrere Episoden beleuchtet wird. „Großkatzen und ihre Raubtiere“ zählt aktuell zu den wichtigsten Beispielen. Der bizarre Fall des schießwütigen Tigerhalters Joe Exotic, der sich mit Luxus und als schwuler Countrysänger mit Hang zum Absonderlichen einen unrühmlichen Namen machte, zeigt die ganze Vielfalt des unterhaltsamen Infotainments. Die Geschichte selbst entfaltet sich als spannender Thriller, der nie die Nähe zur Realität verliert und genau deshalb so verstörend wirkt.
Eine ähnliche Faszination erzeugt die Doku „Fyre – The Greatest Party That Never Happened“. Begleitet wird der Multimillionär Billy McFarland, der zusammen mit der Kraft von Social Media und Rapper Ja Rule ein legendäres Festival veranstalten wollte. Trotz aller Hindernisse und dem Bewusstsein, dass die luxuriösen Versprechungen nicht eingehalten werden können, verkaufte der Blender Tickets zu Mondpreisen. Das böse Erwachen der Gäste, die vor einem Trümmerfeld stehen statt eine Party zu feiern, ist fesselndes Heimkino.

Ungewöhnliche Themen bilden Alleinstellungsmerkmal

Die Taktik von Netflix zu durchschauen, ist nicht schwer. Umso größer fällt die Bewunderung für die Themensuche aus. Die punktuellen Geschichten sind so speziell, dass sie bisher nie besprochen oder in anderen Dokumentationen behandelt wurden. Wer trockene Dokus mit reinen Fakten und simplen Analysen sucht, wird sich an der unterhaltsamen Aufbereitung der Netflix-Vertreter möglicherweise stören.

Jedoch sollte den vielen Titeln auf der Plattform eine Chance gegeben werden. Sie bestätigen, dass Netflix weit mehr zu bieten hat als eine lobenswerte Fiction-Sparte, die in der Vergangenheit durch zu hohen Output in die Kritik geraten ist. Mit den erschienenen Dokus und kommenden Veröffentlichungen „Athletin A“ oder „Father Soldier Son“ wartet bereits Nachschub in der Pipeline.

Mit freundlicher Unterstützung von Luís Cunha.

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