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Neue Kolumne von Junior-Bloggerin Livia

Gedanken einer 17-Jährigen: Bioplastik ist eine große Chance

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Für mich ist Bioplastik eine große Chance für die Umwelt und für die Wirtschaft. Bioplastik und das Recycling durch Kompostieranlagen speziell für Bioplastik, kann eine so große Chance sein und es kann nicht nur das weltweite Plastikabfallproblem lösen.

Ich will jetzt hier keine wissenschaftliche Abhandlung schreiben. Dazu wäre ich sowieso nicht kompetent genug, aber man darf sich ja seine Gedanken machen. Den gesunden Menschenverstand einschalten und sich innovative Ideen überlegen. Es gibt doch innovative Politiker, bei denen das Geld locker sitzt und die versuchen, etwas durchzuboxen, was von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Ich denke da vor allem an unseren Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU. So hat unser lieber Herr Bundesverkehrsminister ca. 700 Millionen Euro zum Thema „Maut“ in den Sand gesetzt. Das muss man sich mal vorstellen, was man mit dem Geld alles hätte tun können. Für mich ist Herr Scheuer nicht nur eine Gefahr für Deutschland, sondern auch für seine Partei eine Katastrophe. Warum er überhaupt noch im Amt und in der Partei sein darf, ist mir ein Rätsel, aber das ist auch ein ganz anderes Thema. Immer diese böse Lobby und die Angst, Wählerstimmen zu verlieren…

Mir geht es um das Geld, das der Staat hätte, wenn er vernünftig damit arbeiten würde. Was man auch verlangen kann. Also mir kann kein Politiker sagen, dass zu wenig Geld da ist, um vernünftige Projekte in Angriff zu nehmen. Da werden lieber fadenscheinige Begründungen veröffentlicht. Wenn ich höre, dass es keine Alternative ist, weil man Bioplastik nicht in den herkömmlichen Kompostieranlagen recyceln kann, dann bezweifle ich einfach auch den echten Willen der Politik, etwas für eine gesündere Umwelt machen zu wollen.

Wissenschaftlich ist die Aussage ja richtig. Bioplastik kann man nicht in den herkömmlichen Kompostieranlagen verwenden. Aber keiner denkt mal darüber nach, dass man auch speziell für Bioplastik neue Kompostieranlagen bauen kann. Die Frage ist, warum das kein Thema für die Politik ist? Unser Bundeswirtschaftsminister Herr Altmaier hat doch sonst auch so tolle Ideen, die Wirtschaft anzukurbeln. Ich denke da zum Beispiel an den Kohleausstieg bei uns in Deutschland. Da muss schon mal der Klimaschutz bis 2050 warten, damit die Elektrokonzerne nicht zu viel Verlust machen. Ist ja nicht so, dass Wind- Wasser- und Sonnenenergie keine alternative Möglichkeit wären, um Strom zu erzeugen, und zusätzlich sogar neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aber auch das ist wieder ein anderes Thema. Immer diese böse Lobby und die Angst, Wählerstimmen zu verlieren…

Aber zurück zum Bioplastik. Wenn man es also schafft, einen Großteil (vielleicht sogar jedes Produkt aus Kunststoff) aus Bioplastik herzustellen und es in den geeigneten Kompostieranlagen für Bioplastik wiederzuverwerten, dann gäbe es keinen neuen Plastikmüll oder auch keine neue Mikroplastik-Bedrohung mehr. Das könnte die umweltfeindliche Herstellung und Abfallproblematik des herkömmlichen Kunststoffs aus Erdöl ohne Probleme ablösen.

Man könnte natürlich aber auch wie die „Grünen“ auf innovatives Plastik setzen, das sich von alleine nach Gebrauch einfach auflöst. Tja, das ist natürlich auch eine Lösung, wenn man genug Zeit hat zu warten. Haben wir aber nicht! Denn bis das erfunden wird, braucht man einen sehr langen Atem. Aber das Warten bis zum „Sankt-Nimmerleins-Tag“ können wir uns eigentlich nicht leisten. Eine zeitnahe Lösung fände ich daher irgendwie besser.

Die industrielle Herstellung von Bioplastik wäre kein Problem, da die jetzigen Hersteller grundsätzlich die technischen Möglichkeiten hätten, das Verfahren dahingehend zu ändern. Wirtschaftlich hätte es sogar Vorteile. Es entsteht eine komplett neue Branche mit der Herstellung von Bioplastikprodukten, der Kompostierung des Bioplastiks und der Entwicklung und dem Bau der Kompostieranlagen. Aber auch den neuen Rohstoff, den man durch die Kompostierung des Bioplastiks bekommt, hat einen wirtschaftlichen Vorteil.

Natürlich müsste dann auch das Abfallsystem in jedem Haushalt und in öffentlichen Plätzen geändert werden. Jeder Haushalt bräuchte eine Tonne für Bioplastik, Glas, Bioabfall und Normalmüll. Und an öffentlichen Plätzen sollte es viel mehr Möglichkeiten geben, seinen Müll getrennt zu entsorgen.

Ich finde, dass wir so eine Chance hätten, die Welt vor einer kompletten Plastikvermüllung zu retten und Deutschland wäre nicht nur Vorreiter, sondern auch ein Vorbild für Europa und die Welt. Denn nicht nur unsere Umwelt weltweit leidet darunter, sondern auch für viele Lebewesen in den Meeren und Küsten sind die Gefahren aus Plastikabfall tödlich. Und die Gefahren, die Mikroplastik in der Zukunft mit sich bringen kann, sind noch gar nicht absehbar. Also, ich kann mir nicht vorstellen, dass Mikroplastik im Trinkwasser förderlich für unsere Gesundheit ist.

Wie gesagt, ich will jetzt keine wissenschaftliche Abhandlung schreiben oder altklug klingen, aber man muss sich doch darüber Gedanken machen, auch wenn ich als Jugendliche keine wirkliche Ahnung davon habe. Aber trotzdem finde ich, sollte man auch in der Politik mal etwas mutiger und offensiver werden und sich nicht immer über irgendeine Lobby oder Wählerstimmen Gedanken machen. So sehe ich eine komplette Umstellung des Plastikherstellungsverfahrens mit biologisch abbaubaren Materialien, kombiniert mit einem neuen Abfallentsorgungssystem, als die einzige Möglichkeit, das Abfallproblem in den Griff zu bekommen.

Ein längeres Zögern ist ja fast schon Wahnsinn. Es ist die Zeit für Veränderung und ich glaube, zumindest insgeheim, weiß das jeder. Dass ich mir als Jugendliche überhaupt solche Gedanken machen muss, zeigt doch, dass in der Vergangenheit und der Gegenwart einiges verpasst worden ist und einiges nicht wirklich rund läuft.

Somit würde ich mir wünschen, das Bioplastik nicht immer nur zu diskreditieren, sondern, sich vernünftige Gedanken darüber zu machen. Danke!

Junior-Bloggerin Livia (Website) aus München ist trotz ihrer jungen Jahre bereits eine alte Häsin hier. Als Erste Kolumnisten ist sie bereits seit September 2015 hier aktiv und schreibt monatlich über gesellschaftliche Dinge aus der Sicht einer modernen Jugendlichen.

3 Kommentare

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