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Laptop-Testbericht: Das neue LG gram 17-Zoll-Notebook

Groß und doch so leicht

Autor: Maik DesignTechnik
04.08.20 - 19:27
DesignTechnik
Autor: Maik | 04.08.20 - 19:27

Normalerweise heißt es ja, dass die Schwergewichte die absoluten Bringer und Benchmarks ihrer Disziplin sind. Hier haben wir es aber mit einem absoluten Leichtgewicht zu tun – und das ist auch gut so! Mitte Mai hat LG Electronics mit der „gram“-Notebook-Linie eine Reihe neuer Laptops auf den Markt gebracht, die neben technischer Qualität vor allem das niedrige Gewicht und die kompakte Verbauung auszeichnen sollen. Ich habe ein Testgerät zur Verfügung gestellt bekommen und werde euch meine Eindrücke dazu schildern.

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Im Test: LG gram 17Z90N

„LG gram Notebooks sind die perfekte Ergänzung für Ihr mobiles Leben. Trotz ihrer Bildschirmgröße von bis zu 17 Zoll, sind die gram Modelle erstaunlich leicht: So können Sie die LG Notebooks überall hin mitnehmen. Die Größe der ultraleichten Notebooks ist nicht alles. Denn sie überzeugen auch mit hoher Akkulaufzeit und präziser Grafikleistung.“

Kommen wir zunächst zum Technischen auf dem Papier. Diesem Beitrag liegt das LG gram 17-Zoll-Notebook in der Variante mit Intel Core i5-Prozessor (10. Generation) zugrunde. Das Gerät gibt es auch noch in einer 15,6- und 14-Zoll-Ausführung, sowie mit i7er Chip. Des Weiteren hält das Testgerät folgende technischen Eckdaten bereit:

Intel Core i5-1035G7 (1.20 GHz, Turbo up to 3.70 GHz, L3 Cache 6MB, 15W)
8 GB DDR4-Ram Arbeitsspeicher
512GB SSD Festplatte
Akku: 80-WH (bis zu 17 Stunden Laufzeit)
16:10 Display (2.560×1.600 Pixel)
Betriebssystem: Windows 10
Maße: 38,1 x 26,3 x 1,7 cm
Gewicht: 1,35kg
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Ersteindruck: Unboxing und Design

Wenn man 1,35 Kilogramm liest, kann man das ja immer recht schlecht einschätzen. „13,5 Tafeln Schokolade“ kommt mir dann in den Sinn, aber auch das dürfte eher abstrakt sein. Fest steht: Es ist deutlich leichter, als man erwartet! Ich habe ungelogen beim ersten Hochheben des Gerätes aus dem Karton erst gedacht, dass der Akku noch nicht integriert worden wäre. Aber nein, es ist einfach verdammt leicht! Und das, obwohl es ja verhältnismäßig groß ist. Vor allem im Vergleich zu meinem kleinen Surface, das ich sonst zum mobilen Arbeiten nutze. Aber das 17-Zoll-Notebook kommt im kompakten 15,6-Zoll-Gehäuse (das 15,6er Modell im 14er, etc.) – und passt mit Schutz-Etui gerade so in meine LangweileDich.net-Umhängetasche, dürfte aber für viele andere Taschen noch immer zu groß sein. Aber für Jutebeutel oder so müsste das gut passen.

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Dünn ist es auch und wie ich finde durchaus wertig verarbeitet. Der „Snatch“-Leitspruch „Gewicht ist Zeichen für Qualität“ gilt hier also nur bedingt. Die Materialien wirken passend gewählt, das Design empfinde ich als erfreulich minimalistisch und schlicht, was trotz der Größe elegant wirkt.

LG gram im Einsatz

Die Windows-Einrichtung erfolgt schnell und simpel (bis auf die exorbitant hohe Frequenz an Sprach- und Regions-Nachfragen), erfreulich ist, dass das Gerät danach nicht mit lauter vorinstalliertem Mist überfrachtet ist. Es gibt LG-Software, die die Updates integrierter Features überwacht und userfreundlich an einem Ort präsentiert, das war es im Grunde genommen auch schon.

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Und ja, der Bildschirm ist schon ganz schön groß, das ist für mich erstmal gewöhnungsbedürftig. Aber ja nichts Schlechtes! Die Auflösung ist mit 2560×1600 Pixeln okay und kann immerhin auf 150%-Skalierung stehen. Da ich mittlerweile aber das Arbeiten an einem UHD-Bildschirm gewöhnt bin, ist es dennoch nicht ganz auf möglicher Höchstleistung. Aber es handelt sich halt um ein Laptop, da passt das schon.

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Erfreulich ist die Display-Leistung, was Kontrast und vor allem Helligkeit angeht, so dass man auch bei Sonnenlicht-Einstrahlung (ergo: draußen) arbeiten kann. Das einzige, was mich tatsächlich richtig stört, ist dass das Display gewaltig spiegelt! Hier mal ein Beispiel dafür:

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Yep, ihr seht richtig: Fingerabdruck-Sensor! Der ist im Gerät verbaut und sorgt so für eine weitere, zuverlässige Login-Option. Direkt am Power-Button, so dass bei Nutzung des richtigen Fingers das Gerät direkt in Windows springt. Und das dank eingebauter SSD-Festplatte (zumindest im noch frischen Setup ohne viele installierte Programme) in Windeseile. Meine Stoppuhr hielt bei 8,6 Sekunden. Das wünschten sich etliche Autos für die Dauer von 0 auf 100 Kilometer die Stunde.

Bloggen

Wie des Öfteren geschehen schreibe ich auch diesen Testbericht auf dem Testgerät selbst. Okay, zumindest größtenteils, da bin ich ehrlich. Denn gerade sitzt das Lieblingsmädchen am Gerät, da will ich nicht stören. Die Tastatur macht beim Schreiben einen guten Eindruck auf mich. Einzig ein paar Gewöhnungsdinge sind eben erstmal kompliziert (und könnten etwas nerven, wenn ich auf Dauer zwischen Desktop und Laptop wechsel, mal schauen). Zum einen erscheint mir die Tastatur breiter als meine aktuelle. Vor allem aber sind einige Tasten leicht versetzt oder schlicht anders, wie die deutlich kleinere Enter-Taste, was mir immer noch Probleme bereitet. Auch dass „Pos1“ und „Ende“ am Tastenblock liegen und nur über die Funktions-Taste aktivierbar sind, ist zumindest mal unglücklich. Aber hey – dafür gibt es ein Numpad, was ich – auch wenn es bei dieser Größe eigentlich Standard ist – sehr schätze.

Und ansonsten sind die Funktionstasten eigentlich recht smart. Man kann zum Beispiel direkt in den Flugmodus gehen, was nerviges Menu-Gedrücke und „Wo war das nochmal..?“-Gefrage ersetzt. Oder auf Energiespar-/Schlafmodus stellen. Oder auch das Touchpad deaktivieren, was vor allem beim Schreiben längerer Texte von Vorteil ist, damit man nicht aus Versehen mit dem Handballen irgendwas anstellt. Beim Lesen mit natürlicher Licht- und Farbdarstellung hilft der eingebaute „Reader Mode“ und bei Dunkelheit die mittlerweile typische Tastenbeleuchtung, die auf zwei Stufen einstellbar ist. Ach ja, und das Touchpad funktioniert eigentlich auch sehr angenehm, nur habe ich vermehrt das Problem hatte, dass ich irgendwas gezogen oder gedragged hatte, obwohl ich das eigentlich gar nicht wollte. Muss auch diese „Umgewöhnung“ sein, hoffe ich mal.

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Aufgrund des Gewichts kann man das gram trotz seiner 17 Zoll auch tatsächlich recht problemlos im ursprünglichen Wortsinne als Laptop auf dem Schoß nutzen. Im Sommer könnte höchstens stören, dass die Unterseite mit der Zeit etwas wärmer wird (im Winter wärmt es dafür!). Okay, es ist auch etwas ungerecht, dass ich gerade bei einer Außentemperatur von rund 30 Grad in einer Berliner Altbauwohnung teste, sorry… Aber es wird auch nicht wirklich heiß, keine Sorge, man merkt es aber durchaus. Und das, obwohl ich bislang eigentlich nur surfe und schreibe.

Höhere Aufgaben?

Jetzt ist Bloggen ja nicht immer „nur“ Schreiben. Bild- und vor allem Videobearbeitung gehören heutzutage zumindest bei mir zum regelmäßigen Tüftelwerk. Ersteres ist auch mit diesem Gerät gar kein Problem, Letzteres hätte sicherlich mit ein paar Einschränkungen in der aktuellen technischen Ausrüstung zu kämpfen. Beim Chip muss man vorab halt überlegen, ob man die für Allround-Tätigkeiten ausreichende 5er-Variante oder die höher-performende 7er nimmt. Da ist man dann aber auch bei rund 250 Euro mehr dabei. Bei der Grafikkarte hat man wenig Einfluss, die ist einfach onboard („Intel® Iris® Plus Grafik“) und entsprechend vermutlich weniger für High-Performance-Gaming oder größere 3D-Rendering-Arbeiten zu gebrauchen, aber das habe ich nicht testen können. Positiv: Sowohl der Arbeitspeicher (im Dual Channel Modus auf bis zu 32 GB) als auch die Festplatte (dual SSD-Slots) sind auch problemlos nach dem Kauf erweiterbar.

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Zudem ist das gram was Import-Export-Geschehnisse anbelangt durchaus zukunftsträchtig aufgestellt. Auf der Eingangs-Ausgangs-Seite gibt es Thunderbolt 3, HDMI, DC In, Kopfhörer, USB 3.1 Typ-C mit Thunderbolt 3, 3x USB 3.1 Typ A sowie einen Micro-SD-Kartenleser. Dazu ist Bluetooth 5.0 integriert.

Was wollt ihr noch so hören? Zunächst mal nichts, wenn es um Lüftergeräusche geht, oder? Die sind erfreulich leise, zumindest im Normalbetrieb. Da wird eine „Geräuschemission von 24 dB“ von LG Electronics angegeben, was man eigentlich nur hört, wenn man explizit darauf achtet. Sehr angenehm! Nicht ganz auf dem Level „sehr“ gelangt die eigentliche Tonausgabe. „DTS:X Ultra 3D Sound“ klingt auf dem Papier dann doch geiler, als in Realität. Hier und da verzerrt der Sound, ansonsten passt das soweit – solange sich das Gerät auf einem Tisch und man selbst sich davor befindet. Auf dem Schoß zum Beispiel ist das eine andere Nummer, denn da die Lautsprecher sich an der Unterseite des Geräts befinden, wird der Sound nicht von einer ebenen Tischfläche reflektiert, sondern geht – im doppelten Sinne – in die Hose. Aber gut, ein Laptop muss meiner Meinung nach keine Stereoanlage ersetzen, für das normale Arbeiten langt es, bei höheren Aufgaben werden eh meist Kopfhörer verwendet und wer Party machen will, holt halt externe Lautspreche oder eine Bluetooth-Box dazu, fertsch.

Fazit

Das Wichtigste zusammengefasst: Schluss mit „Schlepptop“! Selbst beim vierten oder fünften Aufnehmen des Gerätes war ich noch immer verblüfft darüber, wie leicht es doch ist, erwarten Hirn und Arm doch einen anderen Widerstand. Vor allem bei der Bildschirmgröße ist das schon beachtlich, wie leicht das gram daher kommt. Auch ansonsten lassen sich Makel eigentlich nur im Detail finden. Klar, wer einen Ultra-Gaming-Rechner braucht, sollte woanders suchen, und auch für High-End-Multimedia-Arbeiten sollte man das Setup zumindest ein bis zwei Nummern erhöhen von dem Modell, das ich getestet habe. Aber für „normale“ Arbeiten ist das Gerät einwandfrei verwendbar. Technisch gesehen sollte es gar deutlich über dem liegen, was Otto-Normal-Nutzer*in überhaupt benötigt.

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Dazu gefällt mir die schnörkellose Inszenierung des Gerätes, das – wem es hilft – übrigens auch der militärischen Qualitätsnorm MIL STD 810G entspricht. Bedeutet (sehr kurz zusammengefasst): Hält viel aus (Temperaturen, Staub, Aufprall, etc.). Dazu schaut es noch ganz schick aus und weiß durch kleine Raffinessen und Angenehmheiten, wie dem Fingerabdrucksensor, zu überraschen. Lediglich mit dem Tastatur-Layout sowie vor allem der Bildschirm-Spiegelung muss ich noch klar kommen.

Costa quanta? Aktuell gibt es das LG gram in der hier vorgestellten Variante auf Amazon für 1.399 Euro (Partnerlink – gerne hier drüber bestellen, danke!). Die 15,6-Zoll-Variante gibt es für 1.249 Euro, das 14er Modell für eigentlich 1.149 Euro, aktuell ist es aber bei Amazon (noch ein Partnerlink) für 982,96 Euro zu haben.

Alle weiteren Informationen zu diesem Modell sowie allen weiteren Notebook-Varianten gibt es auf der Homepage von LG Electronics zu sehen. Das Unternehmen ist dazu natürlich auch über Facebook, Twitter, Instagram sowie auf YouTube anzutreffen.

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Mit freundlicher Unterstützung von LG, die mir das Testgerät auf Dauer zur Verfügung gestellt haben.

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