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Zufall?

Mein Glückstausch in „Rocket League“

Maik - 25.02.21 - 7:23
Mein Glückstausch in "Rocket League" Rocket-League-fennec

Wie ihr ja mittlerweile mitbekommen haben dürftet, spiele ich sehr gerne „Rocket League“. Nicht nur das, ich mache auch Videos dazu. Ambitioniert. Im Spiel selbst bin ich auch ambitioniert, was den eigenen Rang angeht, also im competetiven Modus möglichst hoch aufzusteigen. Gelingt mir zwar höchstens ganz okay, weil auch ein bisschen die Zeit zum richtigen Zocken fehlt, aber das ist in Ordnung. Was mich eher weniger interessiert, ist der Item-Markt. Man kann sein Auto nämlich nicht nur aus mehreren Typen auswählen, sondern auch mit Mustern belegen, anders färben oder mit Antennen, Boosts und Rädern individualisieren. Natürlich möchte ich, dass meine Karre auch gut ausschaut, aber ob die Gegenstände nun besonders selten und entsprechend wertvoll sind, ist mir eigentlich mehr oder weniger egal.

Denn ja, es gibt einen eigenen Markt für Gegenstände in „Rocket League“! Trader machen damit teilweise sogar ordentlich Kohle. Einige besonders seltene Gegenstände haben entsprechend der Nachfrage auch hohe Preise. Das geht durchaus bis in die dreistelligen Euro-Bereiche. Für ein digitales Stück Dekoration, das leistungstechnisch keinen Unterschied macht. Außer vielleicht, weil das Selbstbewusstsein gestärkt wird.

Das Spiel mit den Glücksboxen

Zu Beginn des Spiels gab es auch in „Rocket League“ sogenannte „Loot Boxes“. Also, die hießen dort „Crates“, aber das Prinzip war das Gleiche: Man erhält diese im Spiel oder zahlt dafür (bzw. für Keys, die sie geöffnet haben) und per Zufallsprinzip hat man einen aus mehreren möglichen virtuellen Gegenständen daraus erhalten. Diese vor allem in Mobile-Games üblich gewordenen Micro-Transactions hat man irgendwann als Glücksspiel eingeordnet, wodurch sie in dieser Form rechtlich nicht mehr gerne gesehen worden sind. Da kann ich auch gleich ein Online-Casino ohne Lizenz in Deutschland besuchen. Also wurde das Modell umgestellt.

Mittlerweile erhält man zwar auch wieder Boxen, die dann aber aus dem kompletten Item-Kosmos zufällig etwas schenken. Das kostet aber nichts. Was kostet, ist die Erstellung von Blueprints. Die erhält man automatisch immer mal wieder und weiß direkt, was man gegen welche Zahlung als Item erhalten würde. Sprich, der Zufallsgrad ist bereits vor dem Erhalt gegeben, danach zahlt man für etwas, von dem man auch weiß, dass man es erhält.

Hochtauschen

Ich habe höchstens mal besonders coole und für mich passende Gegenstände im offiziellen Item-Shop gekauft oder beim Wechsel von PS4 auf Computer einige meiner alten Gegenstände über Tauschs von Item gegen In-Game-Credits von anderen Spielern erhalten (kurz, bevor Cross-Platform-Items offiziell im Spiel eingebunden worden war, yay…). Was man mittlerweile auch machen kann, ist, Gegenstände hochzutauschen. Dafür braucht man nicht mal andere Spieler oder virtuelles/echtes Geld einzusetzen. Besitzt man fünf tauschbare Gegenstände einer Seltenheitsstufe, kann man diese bündeln und daraus einen Gegenstand der nächsthöheren Seltenheitsstufe erhalten.

Ich habe das jetzt erstmals gemacht und erst ein paar seltene zusammen gepackt und so sehr seltene erhalten und dann bei meinem ALLERERSTEN Mal, nach Eintausch von fünf sehr seltenen Gegenständen den oben im Bild zu sehenden Wagen erhalten. Das hat auf Twitter durchaus für Neid gesorgt. Der „Fennec“ ist jetzt kein total seltenes Auto, aber wird mit einem Wert von um die fünf Euro angegeben, ist er aktuell doch eines DER Trend-Autos im Spiel, das viele nutzen (wollen). Ich bin ganz happy, das jetzt auch zu haben.

Glück, Zufall, egal?

Bei so digitalen Zufalls-Produkten schwingt ja immer so ein kleiner Zweifel mit, zumindest bei mir. Ist das wirklich zufällig? Man kann ja technisch recht leicht steuern, wann Spieler*innen mal einen großen Fang machen müssen, damit sie motiviert bleiben und mehr Zeit und vor allem Geld investieren. Bei „Mario Kart Tours“ habe ich immer mal das Gefühl, dass ich vor allem dann was gutes „ziehe“, wenn ich eine Weile nicht gespielt habe. Auch bei „Fifa“ und dem Ultimate-Team-Modus sind die Kartenpäckchen mir ein bisschen suspekt. Aber gut, letztlich ist es eben eine Wahrscheinlichkeits-Frage. Sollte es zumindest sein. Und da hatte ich bei diesem Tausch vielleicht auch einfach mal Glück. Als wäre ich ein Comedian, der zufällig exakt Zufällig den Namen einer Frau im Publikum errät. Oder es war Zufall, wie bei den Zwillingen, die beide an ihrem Geburtstag Töchter zur Welt gebracht haben. Nicht alles ist erklärbar. Ich bin jetzt jedenfalls einfach erstmal happy.

Mit freundlicher Unterstützung von We Digitize.

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