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In Kooperation mit Sascha Liehr

Was tun bei einer Schreibblockade?

Maik - 30.07.21 - 6:54
Was tun bei einer Schreibblockade? Schreibblockade

[Dieser Beitrag wurde von Sascha Liehr verfasst.]

Für jemanden, der beruflich mit Wörtern zu tun hat, gibt es nichts Schlimmeres, als auf eine leere Seite zu starren. Unfähig, die eigenen Gedanken in Worte zu fassen und aufzuschreiben, schweifen die Gedanken hin und her. Strukturiertes Denken oder gar Arbeiten ist unmöglich. Dabei zeigt sich diese Unfähigkeit zu schreiben bei jedem ein wenig anders. Manche finden nicht den richtigen Einstieg in den Text und können dann gar nichts schreiben. Andere ringen wirklich um jedes Wort oder es kommt überhaupt kein richtiger Satz zustande. Dabei können auch körperliche Symptome auftreten, wie innere Unruhe, Übelkeit oder Kopfschmerzen. Statt vor dem weißen Blatt oder dem leeren Bildschirm sitzen zu bleiben, fangen viele dann andere Sachen an. Sie räumen auf, putzen, fangen an zu basteln oder fernzusehen. Das sind alles Vermeidungshandlungen, die nur dazu führen, dass die Arbeit nicht fertig wird.

Wie entsteht eine Schreibblockade?

Schreibblockaden treten ganz plötzlich auf. Meist stecken psychologische Gründe dahinter, wie die Angst, zu versagen. Manchmal sind es auch inhaltliche Gründe.

Versagensangst

Wer unter großem Druck steht, eine gute Arbeit abzuliefern, sabotiert und zensiert sich während des Schreibprozesses selbst. Ständig kommen Fragen hoch: „Ist das gut so?“, „Gefällt das meinen Lesern?“, „Wird der Chef damit zufrieden sein?“. Negative Erfahrungen aus der Vergangenheit lösen diese Hemmungen aus.

Inhalt

Wenn alle Informationen vorliegen, sollte es doch ein Leichtes sein, diese zu ordnen und zu einem strukturierten Text zusammenzubauen. Doch manchmal ist die Menge an Informationen so überwältigend groß, dass nirgends ein Zipfelchen zum Anfangen rausschaut. Die Informationen lassen sich einfach nicht ordnen, Zusammenhänge sind keine erkennbar. Diese Unfähigkeit hat dann sehr oft auch die Unfähigkeit zu schreiben zur Folge. Das Gegenteil kann ebenfalls eine Schreibblockade auslösen, wenn zu wenig Informationen vorhanden sind, wenn kaum Wissen zum Thema vorhanden ist und unklar ist, worüber geschrieben werden soll.

Häufig ein Problem von Studenten

Viele Studenten kennen diese Schreibhemmungen nur zu gut. Es will einfach nicht laufen. Plötzlich ist alles andere wichtiger. Die Unordnung drumherum stört so sehr, dass klares Denken unmöglich ist und erst mal eine Aufräumaktion fällig ist. Doch das nützt nichts, der Abgabetermin rückt immer näher. Wenn jetzt kein rettender Engel erscheint, kein rettender Gedanke kommt, gibt es Probleme. Hier kann professionelle Unterstützung bei der Bachelorarbeit die letzte Rettung sein.

Tipps gegen die Blockade im Hirn

Die Arbeit strukturieren

Einfach drauflos zu schreiben ist bei den Allerwenigsten eine wirklich hilfreiche Methode. Viel besser ist es, den Text zunächst zu strukturieren, ein Ziel zu formulieren. Schon eine Überschrift kann hilfreich sein. Im nächsten Schritt gilt es, die Informationen zu sichten und Informationen herauszufiltern, die zur Überschrift passen. Wenn diese dann in eine Reihenfolge gebracht sind, braucht es zum Schreiben nicht mehr viel. Einfach an der Struktur entlanghangeln, dann entsteht nach und nach der gewünschte Text.

Woanders schreiben

Es kann auch hilfreich sein, den Ort zu wechseln und woanders zu schreiben, beispielsweise im Garten, in einem Café oder einem anderen inspirierenden Ort. Dort kommen die Ideen manchmal ganz von alleine.

Mittendrin anfangen

Wenn der Einstieg das Problem ist, kann es hilfreich sein, einfach mittendrin anzufangen. Die Einleitung lässt sich auch noch nachträglich hinzufügen. Das menschliche Gehirn arbeitet nicht linear. Anhand der Notizen und Informationen findet sich sicher ein besonders interessanter Punkt für den Einstieg. Der gesamte Text setzt sich dann am Ende aus vielen Einzelteilen zusammen. Wenn alle Teile geschrieben sind, lassen sie sich meist einfach zusammenfügen und aufeinander abstimmen.

Was tun bei einer Schreibblockade? Schreibblockade_03

Störfaktoren ausschalten

Wenn ständig das Handy klingelt, Nachrichten und E-Mails stören, ist die Konzentration schwierig. Am besten ist es, in einem ungestörten Raum, ohne Telefon oder andere Störfaktoren zu arbeiten.

Fehler zulassen

Im ersten Schritt gilt es, sich auf das Schreiben zu konzentrieren. Dabei kommt es natürlich zu Fehlern. Viele springen dann im Text zurück und fangen direkt an zu korrigieren und zu überarbeiten. Doch das stört den Schreibfluss ganz erheblich. Erst einmal sollte alles aufs Papier, was im Kopf herumschwirrt. Im nächsten Schritt erfolgt dann die Überprüfung, ob das Geschriebene überhaupt Sinn ergibt und ob alles richtig ist.

Kurze Pausen

Manchmal ist auch einfach das Gehirn ausgesaugt. Nach 90 Minuten konzentrierter Arbeit ist eine Pause notwendig. Dann kann das Gehirn nicht mehr effektiv arbeiten. Das ist der richtige Zeitpunkt für etwas Bewegung, etwas frische Luft und eine kleine Ablenkung. Die Pause sollte allerdings nicht zu lange dauern und Vermeidungshandlungen, wie putzen oder aufräumen, sollten tunlichst unterbleiben.

Wilde Assoziationen

Damit das Gehirn auf Trab kommt, braucht es manchmal ein wenig Hilfe. Brainstorming, Mindmapping oder ein Perspektivenwechsel können hier helfen. Solche kleine Hilfen lassen sich immer dann einbauen, wenn es mal wieder stockt. So können sich neue Ideen ihren Weg bahnen.

Lesen hilft ebenfalls

Manchmal will die passende Formulierung einfach nicht kommen. Dann kann es hilfreich sein, Texte eines anderen Autoren zum Thema zu lesen. Zu sehen, wie ein anderer das formuliert hat, kann sehr inspirierend sein, um wieder eigene kreative Formulierungen zu finden. Lesen belebt den Geist und hilft, Schreibblockaden aufzulösen.

Aufwärmen vor dem Schreiben

Beim Schreiben ist es für viele wie beim Musikmachen. Es kann hilfreich sein, sich vor dem Schreiben des eigentlichen Textes einfach hinzusetzen und einen Spontantext zu schreiben, um sich einzugrooven. Das hilft, die Angst vor der leeren Seite zu überwinden und einen Schreibrhytyhmus zu finden. Beim eigentlichen Text anschließend sollten die Worte leichter fließen.

Disziplin

Manchmal geht es nicht anders, dann ist Disziplin beim Schreiben gefragt, weil eine Deadline ansteht. Weit entfernte Deadlines verleiten zum Trödeln und zum Abschweifen. Druck hilft gelegentlich, sich auf die vorliegende Arbeit zu konzentrieren. Durch einen Schreibplan und eigene Deadlines schaffen es viele, disziplinierter zu schreiben. Oft stehen mehrere Arbeiten an, die zu einem bestimmten Termin fertig sein müssen und es kommen noch andere Aufgaben hinzu.

Mit freundlicher Unterstützung von Sascha Liehr. | Bilder von Pixabay: © lukasbieri (CC0 Public Domain), geralt (CC0 Public Domain).

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