rezension Archiv – LangweileDich.net https://www.langweiledich.net/tag/rezension/ Langeweile ist doof! Unterhaltung und Inspiration gibt's hier. Wed, 25 Nov 2020 10:11:30 +0000 de hourly 1 https://www.langweiledich.net/wp-content/uploads/2019/02/cropped-LwDn19_icon-1-32x32.png rezension Archiv – LangweileDich.net https://www.langweiledich.net/tag/rezension/ 32 32 Samuel Wilmot bewertet alle Bänke, auf denen er sitzen kann https://www.langweiledich.net/samuel-wilmot-bewertet-alle-baenke-auf-denen-er-sitzen-kann/ https://www.langweiledich.net/samuel-wilmot-bewertet-alle-baenke-auf-denen-er-sitzen-kann/#respond Wed, 25 Nov 2020 10:41:13 +0000 https://www.langweiledich.net/?p=143078 Samuel Wilmot bewertet alle Bänke, auf denen er sitzen kann RateThisBench_Samuel-Wilmot

In der heutigen Zeit kann man sich vor Kundenrezensionen, Geheimtipps und Guides kaum retten. Wer verreisen will, weiß vor dem Start eigentlich bereits so ziemlich alles – so man das denn möchte. Aber Bänke? Also, die zum sitzen? Dazu gibt es recht wenige Informationen. Bis jetzt! Denn der Brite Samuel Wilmot hat sich zur Mission gemacht, jede Bank, auf der er sitzt, zu bewerten. Das macht er auf Instagram, wo er unter dem Handle @ratethisbench bereits rund 200 Sitzgelegenheiten fotografiert und rezensiert hat. Und ganz nebenbei hat er bereits über 10.000 Follower für sein skurriles Hobby begeistern können.

„Samuel Beckett: ‚We spend our life, it’s ours, trying to bring together in the same instant a ray of sunshine and a free bench…‘. I rate benches.“

Mir gefällt ja, dass er in seinen Postings auch jeweils den Ausblick von der Bank aus zeigt. Hier gibt es viele weitere Bank-Rezensionen von Samuel Wilmot.

Quelle: boredpanda

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Review: Jay-Z – The Blueprint 3 https://www.langweiledich.net/review-jay-z-blueprint-3/ https://www.langweiledich.net/review-jay-z-blueprint-3/#comments Fri, 25 Sep 2009 07:26:54 +0000 http://www.LangweileDich.net/?p=4975 Review: Jay-Z - The Blueprint 3 review_blueprint3 Titel: The Blueprint 3 (Partnerlink)

Artist: Jay-Z

Release: 11.09.2009

Genre: Rap / Hip-Hop

Label: Atlantic (Warner)

Urteil: Review: Jay-Z - The Blueprint 3 rating_stars_30

 

 Kurzum:
Der Großmeister ist wieder da – Clap for him.

 

Tracklist:
1. What We Talkin‘ About [feat. Luke Steele] (4:04)
2. Thank You (4:09)
3. D.O.A. [Death Of Auto-Tune] (4:15)
4. Run This Town [feat. Rihanna & Kanye West] (4:27)
5. Empire State Of Mind [feat. Alicia Keys] (4:36)
6. Real As It Gets [feat. Young Jeezy] (4:12)
7. On To The Next One [feat. Swizz Beatz] (4:16)
8. Off That [feat. Drake] (4:06)
9. A Star Is Born [feat. J. Cole] (3:46)
10. Venus Vs. Mars (3:10)
11. Already Home [feat. Kid Cudi] (4:29)
12. Hate [feat. Kanye West] (2:31)
13. Reminder (4:18)
14. So Ambitious [feat. Pharrell] (4:12)
15. Young Forever [feat. Mr Hudson] (4:13)

Gesamtlänge: 60:44 Min.

Da ist er also wieder. Jay-Z, der mittlerweile wohl öfter mit der eigenen Musik aufhören wollte, als Minister Althaus in der Politik. Die neue Platte und dritte Blueprint-Betitelung hat mittlerweile einige Wochen auf dem Buckel, muss aber nicht zuletzt aufgrund des enormen Erfolges unbedingt besprochen werden. Immerhin hat Jay-Z nun mit 11 (!) Nummer-Eins-Alben den King of Rock Elvis von seiner Solo-Künstler-Wolke gestoßen und nun nur noch die Beatles (19 #1) vor sich. Sicherlich ein starkes Stück Arbeit, doch ich bin ehrlich: Zuerst mochte ich das neue Album nicht so wirklich. Nach dem großartigen American Gangster hatte ich hohe Erwartungen, die es zu erfüllen galt. Doch im Einzelnen:

Mit dem Opener „What We Talkin‘ Bout“ begrüßt uns ein eher kurz gehaltenes Intro mit den Worten Blueprint Trios. Jigga stellt fest, über was in der Gesellschaft gesprochen wird und wohin hingegen die Reise in der kommenden Stunde verlaufen wird („I’m talkin‘ bout music I ain’t talkin‘ bout rap“). Inhaltlich sicherlich stark, weiß Beat und Melodie nicht wirklich zu überzeugen. Da hatte ich mir als ersten Eindruck etwas mehr erhofft. Nach der höflichen Begrüßung folgt mit „Thank You“ die Dankesrede an die lauschende Folgschaft. Die mittlerweile geflügelten Worte „Thank you, Thank you, Thank you – You’re far too kind“ erinnern an alle Zeiten und Jay zeigt nicht zuletzt für die damals noch 10 („Maybe now 11“) Nummer-Eins-Alben. Hier kommt eindeutig mehr Drive rein und alle sind bereit, durchzustarten.

Und das tut es dann auch. In der ersten Pre-Veröffentlichung „Death Of Auto-Tune“ wird in oldschool-Hip-Hop-Manier vorgetragen. Ebenso ein Statement an den am Album mitwirkenden Kanye West, der mit der stimmenverzerrenden Technik so seine Macke hat, diese hier aber (zum Glück!) nicht ausleben durfte („Get back to rap, you T-Pain’n too much“). Über „Run This Town“, die aktuelle Single (s. Video unten), braucht man sicherlich nicht viel sagen. Durch den gelungenen Refrain von Rihanna und dem Mitwirken von Kanye war der Hit mehr oder weniger vorprogrammiert. Der Track sicherlich stark, vor allem aufgrund des Beats, doch was danach folgt wird bei weitem stärker: Mit „Empire State Of Mind“ folgt der wohl stärkste Song des Albums. Mit Alicia Keys an Klavier und Refrain-Mikro textet Jay-Z seine Liebe zur Heimat, New York. Super Beat, guter Flow, klasse Refrain – mehr davon! (s. unten – Live-Auftritt bei den VMAs) Trotz starkem lyischem Beginn durch Jeezy weiß „Real As It Gets“ bei mir dagegen nicht ganz zu überzeugen. Ein bisschen viel „HeyHo“… „On To The Next One“ kommt mit etwas nervigem Sample daher. Sicherlich kein schlechter Track, vor allem aufgrund des Beats aber mehr ist er auch nicht, ebenso wie „Off That“.

Doch nach diesem kleinen Zwischentief nimmt die Fahrt wieder etwas an Niveau und Tempo auf. In „A Star Is Born“ wird die halbe Hip-Hop-Gemeinder der Neuzeit geehrt und nebenbei in Leichtigkeit das eigene Schaffen gewürdigt. Das etwas schwermütiger daherkommende „Venus vs. Mars“ weiß mit vielen textlichen Kunststücken zu überzeugen. Sehr gefallen zum Beispiel: „me I’m from the apple which means I’m the Mac, She’s a PC, she lives in my lap“. Das folgende „Already Home“ bedient sich bei den Diensten von Kid Cudi, der einen mehr als gelungenen Refrain „sprechsingt“. Aber auch sonst weiß der Track zu überzeugen, gute Nummer. Bei „Hate“ merkt man meiner Meinung nach sehr, dass Kanye mitgewirkt hat. Der Song hätte genau so gut auf einer der letzten West-Platten laufen können, wäre da aber wohl noch einer der mit Abstand besten gewesen. „Reminder“ erinnert uns nochmal alle an Jay-Z selbst und richtet sich dabei nicht zuletzt an mich persönlich: „all bloggers with comments, please I come in peace“. Nun gut, wir wollen mal nicht so sein.

Bei „So Ambitious“ hat sich Pharell Williams eingeschlichen, der doch glatt einen Beat aus „Blue Magic“ vom Vorgängeralbum mitgebracht hat. Hat ja da schon gut geklappt. Insgesamt auch eine feine Nummer geworden, die trotz lowtempo Dynamik und Style übermitteln kann. Den Abschlusstrack…. tja…. Da hatte ich mich doch glatt erst verlesen und verhört, um dann mit Schrecken feststellen zu müssen, dass ich es doch nicht getan habe: „Forever Young“ von Alphaville, gecovert und von Mr. Hudson eingesungen. Mit dem Track kann ich ehrlich gesagt so gar nichts anfangen. Zunächst hatte ich ihn immer wieder geskippt, mittlerweile lasse ich ihn zumindest laufen. Aber der schwache Beat und der nicht aufkommende Drive – Nene, das passt nicht ganz. Vor allem nicht als Abschluss eines Albums.

Urteil: Review: Jay-Z - The Blueprint 3 rating_stars_30

Dennoch bleibt insgesamt ein gutes Album, das vor allem durch seine Vielschichtigkeit und die Lyrics glänzen kann. Im Vergleich zum Vorgänger „American Gangster“ fällt es zwar schwerer, sich teils in die Stücke einzuarbeiten und zudem sind vermehrt schwächere Songs zu entdecken, die eine Bessere Bewertung leider zunichte machen. Aber starke Songs wie „Empire State Of Mind“ zeigen, dass er es immer noch drauf hat (und hätten auch gut 3,5 Sterne einbringen können)! Und besser eine Hand voll klasse Songs als gar keine.

Neben den ganzen genutzten Beats hat es auch einige gegeben, die es nicht auf die Platte geschafft haben, aber nun so im Netz veröffentlicht wurden.

„Run This Town“ (feat. Rihanna & Kanye West):
Review: Jay-Z - The Blueprint 3 lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FGgaTrcYz4ZU%2Fhqdefault

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Review: Und alle so: „Yeah Yeah Yeah, La La La!“ https://www.langweiledich.net/review-ready-for-the-weekend-calvin-harris/ https://www.langweiledich.net/review-ready-for-the-weekend-calvin-harris/#comments Fri, 18 Sep 2009 18:30:53 +0000 http://www.LangweileDich.net/?p=4895 Review: Und alle so: "Yeah Yeah Yeah, La La La!" review_calvin Titel: Ready For The Weekend (Partnerlink)

Artist: Calvin Harris

Release: 25.09.2009

Genre: Dance / Elektro-Pop

Label: Ministry O (edel)

Urteil: Review: Und alle so: "Yeah Yeah Yeah, La La La!" rating_stars_40


Kurzum:
Gute Tanzstimmung mit vielen Facetten.

Tracklist:
1. The rain (4:36)
2. Ready for the weekend (3:38)
3. Stars come out (4:29)
4. You used to hold me (3:51)
5. Blue (3:41)
6. I’m not alone (3:32)
7. Flashback (3:49)
8. Worst day (3:46)
9. Relax (3:49)
10. Limits (3:43)
11. Burns night (2:20)
12. Yeah yeah yeah la la la (3:17)
13. Dance wiv me (4:25)
14. 5iliconeator (3:29)

Gesamtlänge: 52:25 Min.

Der Brite Calvin Harris kommt nun also mit seinem zweiten Album daher und hat es irgendwie geschafft, doch bereits davor in allen Köpfen zu schwirren. Und das auf unterschiedlichste Art und Weise. Dem Großteil sollte er bekannt sein mit seinem Nummer-Eins-Hit „Dance wiv me“, bei dem er tatkräftige Unterstützung von Rapper Dizzee Rascal erhalten hat (s. unten). Die paar, die ihn da noch nicht bemerkt haben, sollten zumindest den Refrain von „Yeah Yeah Yeah La La La“ kennen, der im aktuellen sort oft Gremlins-TV-Spot einer amerikanischen Limondenmarke seit Monaten rauf und runter gespielt wird. Und nicht zuletzt hat er mit seiner Humthasizer-Marketingnummer (zuvor bei uns) im Zuge seiner neuen Single „Ready For The Weekend“ für Aufsehen gesorgt, was ihn „sogar“ in die deutschen-TV-Nachrichten gebracht hat.

Das erstaunliche daran ist wohl, auf welche unterschiedlichen Weisen er sich so präsentiert. Und genau das zeichnet seine Platte aus: Abwechslung. Neben vielen Dance- und Elektronikelementen tauchen hier und da auch Einflüsse aus dem Hip Hop oder einfacher Popmusik mit ein. Und so entsteht ein beachtliches Album, das in irgendeiner Weise wohl jedem schmeckt.

Gleich der erste Track weiß zu überzeugen. „The Rain“ hat ein gelungenes Intro, welches sogar mit einem Saxophon (?) daherkommt. Gekonnt wird auf elektronische Klänge umgeschwengt, aber das sitzt und passt alles. Danach die gleichbetitelte Single aus dem Album. Leichtere Klänge, die passend für den Spätsommer und den Club sind, ebenso wie das folgende „Stars Come Out“. „You Used To Hold Me“ kommt wieder etwas dreckiger aber auch mit einer Schüppe mehr Wumms daher. Das einzige nervige ist diese ständige „Schlüsselheruntergefalle“ im Background (jetzt habe ich’s euch versaut, weil ihr nur noch darauf achten werdet!). „Blue“ fängt als 20-Sekunden-Ballade an und wird dann zu einer Harris-Ballade. Irgendwie langsam und ruhiger, aber halt auch nur im Vergleich zum Rest. Dennoch sehr belebend. „I’m Not Alone“ ist dann doch eher der Tritt auf die Bremse und stellt die erste wirkliche Midtempo-Nummer dar, die nicht voll auf die Zwölf ballert. Herauszuheben wäre noch Worst Day, einer leicht-wippenden Nummer, bei der die Hilfe von Izza Kizza als Rap-Part mit ins Boot geholt wurde. Bei „Relax“ fühlt man sich irgendwie an einen Gnarles Barcley-Song erinnert, da die Vocals doch arg wie die von Cee-Lo klingen. „Limits“ kommt mit gelungener Bridge daher, schläft aber leider im Laufe der ständigen Wiederholungen etwas ein. Hier wäre mehr drin gewesen. „Burns Night“ ist der Bruch im Album. Ein rund 2-minütiges Instrumental, welches alle zuvor kaputt getanzten Beine wieder von den Tischen auf den Boden herunter holt. Doch dann kommt die sensationelle Zugabe und der Coca-Cola-Song mit dem wohl bescheuertsten Namen seit langem zerrt sofort wieder alle hoch. Viel Dynamik, guter Sound – Klasse! Dizzee Rascal folt danach mit einer Nummer, die absolut einmalig auf dem ganzen Album ist, aber die gewisse Würze bringt. Der Abschlusstrack „5illiconeator“ (What the?) bringt dann erneut mit ruhigen Klängen den Zuhörer nach Hause. Erneut ohne Harris‘ Stimme wirkt der Track als gelungener, aber unspektakulärer Abschluss.

Urteil: Review: Und alle so: "Yeah Yeah Yeah, La La La!" rating_stars_40

Alles in Allem überzeugt Calvin Harris absolut mit dieser Platte. Vielleicht werden Elektro-Nerds die Nase darüber rümpfen, wie poppig es teilweise ist, aber für mich als musikalischer Gelegenheitsdancer sind Vocals und Melodie nun einmal unumgänglich. Und genau diese Mischung bekommt er sehr gut hin. Zumal wirklich viele Facetten auf dem Album sind, da ist für jeden was dabei. Also, fertig für’s Wochenende und alle auf den Dancefloor! Und alle so: „Yeah Yeah Yeah, La La La!“.

„Ready For The Weekend“:

„Dance Wiv Me“:

„Yeah Yeah Yeah La La La“ (nicht! die Album-Version):

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K.I.Z. – Sexismus gegen Rechts https://www.langweiledich.net/k-i-z-sexismus-gegen-rechts/ https://www.langweiledich.net/k-i-z-sexismus-gegen-rechts/#comments Thu, 09 Jul 2009 15:17:10 +0000 http://www.LangweileDich.net/?p=3968 K.I.Z. - Sexismus gegen Rechts kizsgr Titel: Sexismus gegen Rechts

Artist: K.I.Z.

Release: 10.07.2009

Genre: Hip Hop

Label: Vertigo Be (Universal)

Urteil: K.I.Z. - Sexismus gegen Rechts rating_stars_30

Kurzum:
Polarisierende Rhymes treffen Mallorca-Gegröhle…

Tracklist:
01. Rohmilchkäse (01:23)
02. Lass die Sau raus (04:22)
03. Halbstark (03:17)
04. Rauher Wind (04:10)
05. Einritt (03:43)
06. Ohrfeige (04:18)
07. Straight outta Kärnten (02:49)
08. Selbstjustiz (04:00)
09. Scheiterhaufen (03:44)
10. Hurensohn Episode 1 (03:50)
11. Preisschild (03:58)
12. Auch Nutten wollen Pendlerpauschale (00:49)
13. Ringelpiez mit Anscheißen (03:22)
14. Das System (04:34)
15. Klopapier (02:27)
16. So Alt (04:08)
17. Töten (04:12)
18. Halbstark (04:47)
19. Straße (Bonus)

Gesamtlänge: 63:53 Min.

Nach ihrem 2007er Erfolgsalbum „Hahnenkampf“ sind die Kannibalen in Zivil wieder mit einer neuen Platte am Start. Wie immer mit etwas Verspätung verspricht uns das Berliner Quartett um Rapper Nico, Maxim und Tarek zusammen mit DJ Craft eine polarisierende Reise in die Landschaft der schmutzigen Reime. Das haben sie zwar sicherlich geschafft, aber an Durchschlagskraft und Kreativität der Vorgänger kommen sie nicht ganz heran.

Aber im Einzelnen: Nach dem kurzen Intro „Rohmilchkäse“, bei dem die Deutsch-Französische „Freunschaft“ behandelt wird (samt deutscher Nationalhymne), folgt der eigentliche Opener „Lass die Sau raus“. Hier zeigt sich besonders im Refrain bereits die Richtung der Platte. Der Mitreißcharakter wird dieses Jahr besonders groß geschrieben. „Halbstark“ ist eine 60er-Jahre-Omage Hommage und gleichzeitig ein Cover von der Band Yankees. Sicherlich das Pendaunt zum 2007er Klassenfahrt. Jedenfalls aufgrund des Pop-Charakters schnell im Ohr, aber auch schnell wieder draußen (was vor allem daran liegt, dass es in abgeändertet Version erneut am Ende der Platte erscheint). Dennoch zeigt sich hier ein verhältnismäßig harmloser Text, der zwar ordentlich die Halbstarkenzeit aufs Korn nimmt aber mehr auch nicht.

Auf eine Einzeltrackkritik verzichte ich jetzt mal und hebe nur noch einzelne Tracks und Parts heraus. Die Vorabsingle „EIntritt“ ist absolut einer der Top-Tracks auf dem Album. Ordentlich Tempo, gute Reime, das passt! Leider gibt es nicht viel vergleichbares. Dennoch blitzt immer mal wieder der charmante Witz der Crew auf. In „Ohrfeige“ heißt es dann: „Deine Freunde warnen Dich: ‚Dem darf man nicht trauen‘. Ich mach Dir schöne Augen, wie Chris Brown“. Auch der obligatorische „Huhrensohn“-Track ist wieder auffindbar. In „Episode 1“ wird etwas hinter die Fassade geschaut. Bis auf den Beat kommt es aber auch hier nicht ganz an die Vorgänger heran. Interessant ist, dass mit dem Feature von Sido bei „Das System“ das einzig größere auf der Platte vorhanden ist. Der ebenso-Berliner Sido fügt sich relativ nahtlos in den Track ein. In „Klopapier“ versucht sicht KIZ dann mal wieder in der etwas punkigeren Schiene. Daraus enstanden ist jedoch eine Mischung zwischen Mallorca-Hymne und Schrammel-3-Chinesen mit dem Kontrabass. Okay, aber mehr auch nicht.
In „Töten“ zeigen sie dann doch noch einmal, was sie können und unter anderem wird Präsident Obama in einem schicken Hahnenkampf-Rückblick gesampelt.

Urteil: K.I.Z. - Sexismus gegen Rechts rating_stars_30

Insgesamt bleibt zu sagen, dass es sich sicherlich um eine solide Platte handelt. Allerdings hat sie mich bislang noch nicht vollends überzeugt. Hier und da mal ein paar nette Lines und auch teils überzeugende Beats, aber Hahnenkampf war doch irgendwie die rundere Geschichte.

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Guns N‘ Roses – Chinese Democracy https://www.langweiledich.net/guns-n-roses-chinese-democracy/ https://www.langweiledich.net/guns-n-roses-chinese-democracy/#respond Sun, 23 Nov 2008 10:00:39 +0000 http://www.LangweileDich.net/?p=2704 Guns N' Roses - Chinese Democracy cover_chinese Titel: Chinese Democracy

Artist: Guns N’Roses

Release: 22.11.2008

Genre: Rock

Label: Geffen (Universal)

Urteil: Guns N' Roses - Chinese Democracy rating_stars_30

Kurzum:

Okayes Comeback, mitunter aber etwas schwachbrüstig.

Tracklist:
1. Chinese Democracy (4:34)
2. Shackler’s Revenge (3:36)
3. Better (4:58)
4. Street of Dreams (4:46)
5. If the World (4:54)
6. There Was A Time (6:41)
7. Catcher In The Rye (5:53)
8. Scraped (3:30)
9. Riad N’ Bedouins (4:10)
10. Sorry (6:14)
11. I.R.S. (4:28)
12. Madagascar (5:38)
13. This I Love (5:34)
14. Prostitute (6:15)

Gesamtlänge: 71:27 Min.

17 Jahre. In Worten: Siebzehn Jahre. So lange mussten wir alle auf neues Material einer der größten Rockbands des abgelaufenen Jahrhunderts warten. Oder besser gesagt auf Neues vom wohl exentrischsten und egozentrischsten Frontmann der Musikgeschichte. Doch nach mehreren Verschiebungen und insgesamt rund 10 Jahren Arbeit an der Platte hat sich Axl Rose doch tatsächlich dazu herabgelassen, einen neuen Silberling vor die Säue der Welt zu werfen.

By the way: Der amerikanische Limo-Gigant Dr. Pepper hatte an einem Release in 2008 gezweifelt, und ist eine irrsinnige Wette eingegangen: Jeder US-Bürger darf nun kostenlos eine Dose des Erfrischungsgetränks abstaubern. Im Vergleich zum Werbeeffekt wohl ein gern gezahlter Preis der Firma, die ihr Wort in Ansätzen hält. Am Releasetag in den Staaten (sprich heute) gibt es Coupons auf deren Website.

Aber kommen wir zur Musik: Wirklich neu ist ja nicht alles, was wir hier um die Ohren bekommen. Einige der Tracks sind bereits im Frühjahr im Internet erschienen und nur teilweise re-arranged und benannt worden. Daher erlaube ich mir auch bereits jetzt ein Review zu schreiben, da einige Durchläufe gereicht haben, um die Platte einschätzen zu können.

Alles beginnt im Kleinen. Man vergewissert sich, ob man den Play-Knopf auch richtig gedrückt hat. Denn erst sehr leise und sehr langsam ertönen die ersten Geräusche. Mehr nicht. Gebrabbel. Chinesisch. Wann geht es los? Mit einem Donner und leisem Gezupfe beginnt es dann doch. Es versucht epochal zu sein. Und der Urschrei von Rose gefällt mir persönlich. Das Comeback etwas verzögert auf den Punkt gemacht. „It don’t really matter“ schallt es einem entgegen, als ob es egal war, dass Fans in der Wartezeit Kinder geboren, gefirmt und zur Uni geschickt haben.

Der Titeltrack ist ganz genehm. Einprägsame Riffs und die unverkennbare Stimme. Das passt. „Snackler’s Revenge“ beginnt brachial und verflacht bis auf ein nettes Gitarrensolo. Einer der Hits findet sich dann in „Better“ ehe „Street Of Dreams“ versucht in die seichtere Schiene zu gelangen, was hier noch ganz gut gelingt. „If The World“ ist dann der erste Track, der mich persönlich nach mehrmaligem Hören genervt hat. Die langgezogene Stime von Rose ist auf Dauer dann doch nichts, wenn der Wumms fehlt. Aber immerhin ist Buckethead als Gaststar zu hören.

Gegen Ende verflacht die Scheibe dann leider deutlich. Nur noch vereinzelt rockt es wirklich rund. Vieles ist einfach zu kompliziert konzepiert oder wirkt bereits beim dritten Durchlauf zu sehr abgeledert. Sicherlich ist dennoch gute Rockmusik zu hören. Sehr schön im Hintergrund laufend, vereinzelte Tracks auch zum Abrocken. Aber halt keine Sensation.

Urteil: Guns N' Roses - Chinese Democracy rating_stars_30

Insgesamt versucht die Platte mehr zu sein, als sie ist. Viel ist auf epochal und bombastisch abgestimmt, schafft es aber nicht, wirklich in die Tiefe zu gehen. Merklich ist die Differenz zwischen teils richtig starken Tracks, und eher Beiwerk. Allerdings möchte ich da bei einer absolut guten Spielzeit von über 70 Minuten nicht meckern. „Better“, „Riad N’ Bedouins“ und „Street Of Dreams“ sind sicherlich gute Tracks, doch insgesamt ist die Platte mir am Ende dann doch zu weinerlich, zu lasch, zu wenig neu und euphorisch. Klar, alte Klassiker, wie „November Rain“, „Paradise City“, etc. p.p. schreiben sich nicht von selbst. Aber etwas mehr hatte ich schon erwartet.

Hier einer der besten Tracks vom Album, „Better“:
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