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Review: Jay-Z – The Blueprint 3

Jay-Z - The Blueprint 3Titel: The Blueprint 3 (Partnerlink)

Artist: Jay-Z

Release: 11.09.2009

Genre: Rap / Hip-Hop

Label: Atlantic (Warner)

Urteil: 3,0 von 5,0 Sternen

 

 Kurzum:
Der Großmeister ist wieder da – Clap for him.

 

Tracklist:
1. What We Talkin‘ About [feat. Luke Steele] (4:04)
2. Thank You (4:09)
3. D.O.A. [Death Of Auto-Tune] (4:15)
4. Run This Town [feat. Rihanna & Kanye West] (4:27)
5. Empire State Of Mind [feat. Alicia Keys] (4:36)
6. Real As It Gets [feat. Young Jeezy] (4:12)
7. On To The Next One [feat. Swizz Beatz] (4:16)
8. Off That [feat. Drake] (4:06)
9. A Star Is Born [feat. J. Cole] (3:46)
10. Venus Vs. Mars (3:10)
11. Already Home [feat. Kid Cudi] (4:29)
12. Hate [feat. Kanye West] (2:31)
13. Reminder (4:18)
14. So Ambitious [feat. Pharrell] (4:12)
15. Young Forever [feat. Mr Hudson] (4:13)

Gesamtlänge: 60:44 Min.

Da ist er also wieder. Jay-Z, der mittlerweile wohl öfter mit der eigenen Musik aufhören wollte, als Minister Althaus in der Politik. Die neue Platte und dritte Blueprint-Betitelung hat mittlerweile einige Wochen auf dem Buckel, muss aber nicht zuletzt aufgrund des enormen Erfolges unbedingt besprochen werden. Immerhin hat Jay-Z nun mit 11 (!) Nummer-Eins-Alben den King of Rock Elvis von seiner Solo-Künstler-Wolke gestoßen und nun nur noch die Beatles (19 #1) vor sich. Sicherlich ein starkes Stück Arbeit, doch ich bin ehrlich: Zuerst mochte ich das neue Album nicht so wirklich. Nach dem großartigen American Gangster hatte ich hohe Erwartungen, die es zu erfüllen galt. Doch im Einzelnen:

Mit dem Opener „What We Talkin‘ Bout“ begrüßt uns ein eher kurz gehaltenes Intro mit den Worten Blueprint Trios. Jigga stellt fest, über was in der Gesellschaft gesprochen wird und wohin hingegen die Reise in der kommenden Stunde verlaufen wird („I’m talkin‘ bout music I ain’t talkin‘ bout rap“). Inhaltlich sicherlich stark, weiß Beat und Melodie nicht wirklich zu überzeugen. Da hatte ich mir als ersten Eindruck etwas mehr erhofft. Nach der höflichen Begrüßung folgt mit „Thank You“ die Dankesrede an die lauschende Folgschaft. Die mittlerweile geflügelten Worte „Thank you, Thank you, Thank you – You’re far too kind“ erinnern an alle Zeiten und Jay zeigt nicht zuletzt für die damals noch 10 („Maybe now 11“) Nummer-Eins-Alben. Hier kommt eindeutig mehr Drive rein und alle sind bereit, durchzustarten.

Und das tut es dann auch. In der ersten Pre-Veröffentlichung „Death Of Auto-Tune“ wird in oldschool-Hip-Hop-Manier vorgetragen. Ebenso ein Statement an den am Album mitwirkenden Kanye West, der mit der stimmenverzerrenden Technik so seine Macke hat, diese hier aber (zum Glück!) nicht ausleben durfte („Get back to rap, you T-Pain’n too much“). Über „Run This Town“, die aktuelle Single (s. Video unten), braucht man sicherlich nicht viel sagen. Durch den gelungenen Refrain von Rihanna und dem Mitwirken von Kanye war der Hit mehr oder weniger vorprogrammiert. Der Track sicherlich stark, vor allem aufgrund des Beats, doch was danach folgt wird bei weitem stärker: Mit „Empire State Of Mind“ folgt der wohl stärkste Song des Albums. Mit Alicia Keys an Klavier und Refrain-Mikro textet Jay-Z seine Liebe zur Heimat, New York. Super Beat, guter Flow, klasse Refrain – mehr davon! (s. unten – Live-Auftritt bei den VMAs) Trotz starkem lyischem Beginn durch Jeezy weiß „Real As It Gets“ bei mir dagegen nicht ganz zu überzeugen. Ein bisschen viel „HeyHo“… „On To The Next One“ kommt mit etwas nervigem Sample daher. Sicherlich kein schlechter Track, vor allem aufgrund des Beats aber mehr ist er auch nicht, ebenso wie „Off That“.

Doch nach diesem kleinen Zwischentief nimmt die Fahrt wieder etwas an Niveau und Tempo auf. In „A Star Is Born“ wird die halbe Hip-Hop-Gemeinder der Neuzeit geehrt und nebenbei in Leichtigkeit das eigene Schaffen gewürdigt. Das etwas schwermütiger daherkommende „Venus vs. Mars“ weiß mit vielen textlichen Kunststücken zu überzeugen. Sehr gefallen zum Beispiel: „me I’m from the apple which means I’m the Mac, She’s a PC, she lives in my lap“. Das folgende „Already Home“ bedient sich bei den Diensten von Kid Cudi, der einen mehr als gelungenen Refrain „sprechsingt“. Aber auch sonst weiß der Track zu überzeugen, gute Nummer. Bei „Hate“ merkt man meiner Meinung nach sehr, dass Kanye mitgewirkt hat. Der Song hätte genau so gut auf einer der letzten West-Platten laufen können, wäre da aber wohl noch einer der mit Abstand besten gewesen. „Reminder“ erinnert uns nochmal alle an Jay-Z selbst und richtet sich dabei nicht zuletzt an mich persönlich: „all bloggers with comments, please I come in peace“. Nun gut, wir wollen mal nicht so sein.

Bei „So Ambitious“ hat sich Pharell Williams eingeschlichen, der doch glatt einen Beat aus „Blue Magic“ vom Vorgängeralbum mitgebracht hat. Hat ja da schon gut geklappt. Insgesamt auch eine feine Nummer geworden, die trotz lowtempo Dynamik und Style übermitteln kann. Den Abschlusstrack…. tja…. Da hatte ich mich doch glatt erst verlesen und verhört, um dann mit Schrecken feststellen zu müssen, dass ich es doch nicht getan habe: „Forever Young“ von Alphaville, gecovert und von Mr. Hudson eingesungen. Mit dem Track kann ich ehrlich gesagt so gar nichts anfangen. Zunächst hatte ich ihn immer wieder geskippt, mittlerweile lasse ich ihn zumindest laufen. Aber der schwache Beat und der nicht aufkommende Drive – Nene, das passt nicht ganz. Vor allem nicht als Abschluss eines Albums.

Urteil: 3,0 von 5,0 Sternen

Dennoch bleibt insgesamt ein gutes Album, das vor allem durch seine Vielschichtigkeit und die Lyrics glänzen kann. Im Vergleich zum Vorgänger „American Gangster“ fällt es zwar schwerer, sich teils in die Stücke einzuarbeiten und zudem sind vermehrt schwächere Songs zu entdecken, die eine Bessere Bewertung leider zunichte machen. Aber starke Songs wie „Empire State Of Mind“ zeigen, dass er es immer noch drauf hat (und hätten auch gut 3,5 Sterne einbringen können)! Und besser eine Hand voll klasse Songs als gar keine.

Neben den ganzen genutzten Beats hat es auch einige gegeben, die es nicht auf die Platte geschafft haben, aber nun so im Netz veröffentlicht wurden.

„Run This Town“ (feat. Rihanna & Kanye West):

4 Kommentare

  1. Matthias says:

    moin,

    sehr cool rezension – auch wenn ich dir nicht 100 prozentig zustimme…
    ich feier die platte seit nun mehr zwei wochen schon extrem!! (und werd das, da too strong den release von rap music is life music ja mal wieder verschoben hat, wohl auch noch ein paar tage weiter tun)

    was mich nur wundert is‘, dass ausgerechnet DU dem cover artwork – was für mich definitiv das beste ist was dieses jahr bisher released wurde (korrigier mich, wenn ich mich irre) – hier nicht mehr beachtung schenkst!?

    was los mit dir…!? ;-)

  2. Maik says:

    Mittlerweile finde ich das Album ja auch gelungen, bis auf einige nervige Tracks… Und das Artwork hat einen eigenen Link bekommen. :) Packe ich vielleicht nochmal in nen Einzelthread oder inne Links… Ist auf jeden Fall mehr als gelungen, da muss ich Dir mal ausnahmsweise Recht geben! Zumal ich zuerst nicht an Fotografie gedacht hatte, was es noch spekatulärer macht.

  3. madafaga=D says:

    Er und Kid Cudi haben Hip-Hop in ein neues Level gebracht. =D

    Ich weiss das intressiert niemanden aber ja, ^^

    Amen.

  4. Pingback: 2009: Best of Musik | LangweileDich.net

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