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Kurzweil-ICH: Interview mit Fotograf Nick Frank

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Gab es schon einmal Schnittpunkte zwischen dem Nebenprojekt und deinem eigentlichen Job? Bspw. ein Motiv von dir, dass es in die Markenkommunikation eines Kunden geschafft hat?
Ja, mittlerweile sogar sehr oft. Das schöne an meinem Beruf ist, dass ich die Fotografie in meine Kreativkonzepte einfliessen lassen kann und dann (wie der Zufall so will) eben selbst Fotografie. Ich habe schon für einige unserer Kunden fotografiert. Zuletzt eine Bildserie für Fujitsu. Dabei ging es um eine Idee, die am Münchner Flughafen spielt.

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Hast du ein Lieblingsbild von dir? Was gefällt dir daran besonders?
Das ist keine einfache Frage. In der Regel verbringt man mit dem einzelnen Bild relativ viel Zeit. Retusche, Farben, Kontraste und sonstige Anpassungen. Nach einigen Stunden, manchmal auch Tagen, hat man sich zwangsweise etwas am eigenen Bild sattgesehen und verliert die Objektivität. Ich versuche mittlerweile in Serien zu denken. Meine liebste Bildserie ist „Mira“ hier stimmt aus meiner Sicht fast alles.

(hier zwei Bilder aus „Mira“:)
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Deine Bilder sind stark abhängig vom Auffinden passender Motive. Selbst kann man schlecht einen Wolkenkratzer in einem Studio aufbauen und das passende Wetter simulieren. Gibt es da manchmal Durststrecken auf der Jagd nach passenden, gebauten Weltausschnitten?
Absolut. Es gibt Situationen, da will man unbedingt Fotografieren und hat keine Lust, sich dem Wetter (oder sogar Motiv) zu unterwerfen und zieht dann trotzdem los. Das kann frustrierend sein. Ich bin jemand der sich selbst sehr stark unter Druck setzt, ich fange an zu zweifeln wenn ich nicht in regelmäßigen Abständen zur Kamera greife. Man könnte hier auch schon von einer Routine sprechen. Ich muss auch lernen mal abzuschalten, die Beine lang zu lassen und akzeptieren, dass es auch mal nicht klappt (mit dem Wetter oder dem Motiv).

Ist München für Architekturfotografie der richtige Ort?
München hat eine gesunde Mischung, es ist allerdings etwas schwierig wenn man wie ich fast ausschließlich zeitgenösische Architektur fotografiert. Berlin oder Hamburg empfinde ich als spannender.

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Architektur ist ein Kompromiss zwischen Kunst und Nutzen. Ähnlich die Werbebranche, in der gerade Kreative häufig nutzungsbedingten Grenzen gegenüber stehen, in denen sie sich entfalten müssen. Ist deine Fotografie ein wenig selbstbestimmte Freiheit, in Gebäuden ausschließlich die Kunst darzustellen oder hinkt diese Analogie?
Werbung würde ich selten bis gar nicht als Kunst bezeichnen. Schließlich geht es dabei um Auftragsarbeiten. Kunst sollte aus einem inneren Drang heraus entstehen. Natürlich kann man beides nicht so trennscharf sehen und es gibt immer Bereiche mit Grenzüberscheitungen. Gut wird es immer dann, wenn man etwas Neues probiert. Tatsächlich ist es aber, wie du richtig sagst, selbstbestimmte Freiheit.

Immer die letzte Frage: was machst du, wenn dir langweilig ist?
Dann lese ich ein Buch. Aktuell ist es die Biografie von Steve Jobs.

Danke für das Interview.

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2 Kommentare

  1. München nicht so dolle finden und dann fast nur Bilder aus München zeigen ;-)
    Nein nein, sind toll, die Fotos!
    Das neue Design passt ja wunderbar dazu.

  2. Pingback: Fotografie: Nick Frank - Strukturen und Architektur in Schwarz-Weiß | LangweileDich.net

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