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Review: Side Effects

Filmrezensionen
Maik - 28.04.13 - 14:50

Review: Side Effects review_side-effects
Titel: Side Effects
Regie: Steven Soderbergh
Schauspieler: Jude Law, Rooney Mara, Catherine Zeta-Jones, …
Kinostart: 25.24.2013 (Deutschland)
Produktion: USA, 2013
FSK: 12
LĂ€nge: 106 Min.
Genre: Krimi / Drama
Urteil: Review: Side Effects rating_stars_35
Kurzum: Unterhaltung mit viel Potenzial. Nebenwirkungen: Langeweile, UnverstÀndnis und Fragezeichen.

Endlich. Endlich konnte ich Side Effects sehen. Dieses „endlich“ rĂŒhrt daher, dass wir im Februar genau einen Tag zu kurz in den USA waren, um diesen Film schon exklusiv dort hĂ€tten sehen zu können. Anstattdessen haben wir einen Mistfilm gesehen… Side Effects war dick in den Medien, Jude Law als AushĂ€ngeschild, eine spannende und originelle Geschichte mit vielen Wendungen – genau mein Fall. Jetzt, etwa 2,5 Monate spĂ€ter, ist der Film nun also bei uns angelaufen. Endlich.

Review: Side Effects review_side-effects_01

Dementsprechend waren die Erwartungen vielleicht etwas hoch. Das Grundsetting weiß dem auch standzuhalten: Dr. Jonathan Banks (Jude Law) ist Psychiater. Eines Tages fĂ€llt ihm ein eigentlich normaler Fall in die HĂ€nde. Emily Taylor (gespielt von der bezaubernden Rooney Mara) hat Depressionen. Nicht unbedingt förderlich ist da die Tatsache, dass ihr Mann Martin (Channing Tatum) im GefĂ€ngnis sitzt. Banks beginnt, Taylor zu behandeln und konsultiert auch ihre alte Psychiaterin Dr. Victoria Siebert (Catherine Zeta-Jones). Und schon bald entpuppt sich der Fall als gar nicht mehr so normal.

Review: Side Effects review_side-effects_02 Der aus England stammende Banks hat sich in New York ein solides Leben aufgebaut. Ehefrau, Stiefsohn, gesteigertes Einkommen, hohe LebensverhĂ€ltnisse. Er ist dankbarer Testpartner fĂŒr neue Medikamente ist Partner einer eigenen Praxis. Bei Emily Taylor versucht er diverse Medikamente aus, was in Psychiaterkreisen nicht unbedingt unnormal ist. Jeder Patient reagiert eben unterschiedlich auf diese. Doch schon bald soll seine medizinische Entscheidung weitreichende Konsquenzen haben, die ihn selbst in persönlichen Abgrund zu befördern scheint.

Und da sind wir auch schon bei der Kritik: Der Grundgedanke hinter dem Setting ist intelligent, birgt Potenzial, wird aber nicht entsprechend ausgespielt. Das vermeintliche „Lebeneinbrechen“ von Banks geschieht auf zu geringer Grundlage, wirkt teils von ihm deplaziert ĂŒberdramatisiert. In einer Szene mit einem Staatsanwalt geht es eigentlich um wenig und er rastet schierbar aus. Die Zeitspanne des „Ich wittere eine Verschwörung, wieso glaubt mir denn niemand?!“ ist einfach zu kurz, entwickelt sich nicht glaubhaft.

Selbiges ist letztlich dem Ende vorzuwerfen. Der Dreh funktoniert ebenfalls an sich raffiniert, aber dann doch irgendwie zu lĂŒckenhaft. Ohne zuviel verraten zu wollen: das Ende lĂ€sst einen etwas ratlos zurĂŒck. Nicht unbedingt bezogen auf das Gesehene, auf den Plot, der relativ klar ist. Aber die UmstĂ€nde herum sind es nicht. Und ganz ehrlich: ich hatte mit einem Riesentwist gerechnet, der jedoch ausbleibt. Nichts mit „alle waren Geister“ oder „alle waren die komplette Staffel ĂŒber tot und bereits im Himmel“. Es wird alles dann doch zu logisch erklĂ€rt.

Urteil: Review: Side Effects rating_stars_35

Das mag an meinen Vorstellungen im Vorfeld gelegen haben. Aber dazu kam, dass der Film sich unnatĂŒrlich lang angefĂŒhlt hat, richtige Brisanz kam zu selten auf und letztlich war es hier und da einfach nicht verstrickt und ĂŒberraschend genug. Dennoch ist die Grundgeschichte definitiv sehenswert, genau wie Laws Leistung und die der charmanten Rooney Mara, die sehr ĂŒberzeugend das verletzliche zarte PflĂ€nzlein verkörpert hat. Mein Rat: Film ansehen lohnt sich, Kino muss es aber nicht zwingend sein.

Zum Abschluss noch der Trailer fĂŒr euch:

3 Kommentare

  1. Coo says

    Vielleicht darf man auch in einem Film nicht alles offen sagen.

  2. Maik says

    @Coo: wie meinst du das? Dass man nicht alles offenlegen muss? Ich wĂŒrde gerne mehr ins Detail gehen, möchte aber ungerne zu sehr spoilern. Aber das Ende ist einfach zu einfach gewesen, das hat nichts mit Mysterium zu tun, was ich durchaus schĂ€tze.

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