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Teste deine Sprache auf regionalen Einschlag

Wo sprichst du?

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Ich stamme aus dem Ruhrgebiet, Grenze Münsterland. Da hat man schon einen kleinen Schlach weg, nech? Danach ging es für mich in die Hochdeutsch-Stadt schlechthin, Hannover. Da wurde mir das erste Mal gesagt, dass ich tatsächlich so etwas wie einen Dialekt hätte. Danach folgte Hamburch mit „spitzen Steinen“ und lockerem Nord-Sprech. Und nun Augschpurg mit sprachlichem Kulturschock. Da besinne ich mich gerne demonstrativ auf meine sprachlichen Wurzeln und sage „Leberkäsebrötchen“, „Hähnchen“ und wie die Dinge eben wirklich heißen. Kommt meist eher weniger gut an… Nur „Moin“ sage ich glaube ich bereits mein Leben lang.

Spiegel Online hat mit Moin, Grüezi, Servus einen schönen Online-Test erstellt, bei dem 24 Fragen abtesten, das man selbst denn zu den unterschiedlichen Sachen sagt. Dabei bekommt man zum einen gezeigt, wo man sprachtechnisch einsortiert wird in Deutschland (bzw. der deutschsprachigen Länder Europas), bekommt aber eben auch zu sehen, was andere Leute überhaupt zu Dingen sagen. Abtenteuerlich, vor allem „das Ende“ vom Brot. Verrückt!


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Die Daten stammen übrigens aus dem Atlas zur deutschen Alltagssprache (ADA), in dem 500 Orte statistik und wissenschaftlich hinterlegt sind. Okay, Fragen wie „Bezeichnung für eine Steinschleuder“ mit der Antwortmöglichkeit „Steinschleuder“ oder „Bezeichnungen für einen Sessel“ mit „Sessel“ sind eher weniger gelungen, insgesamt aber eine interessante Spielerei. Und bei mir gar nicht mal so verkehrt…

Dazu noch eine Anekdote aus meinem ersten Bar-Besuch in Hannover anno 2005. „Hallo, wir würden gerne kickern“ sage ich und bekomme ein „Sie meinen wohl ‚Krökeln‘?“ entgegen geschmettert. „Ähm joa, wenn man das hier so nennt, dann eben das. Und könnte ich ein Radler haben?“ – „Meinen Sie Alster?“. Uff.

Bei mir bedeutet Radler ein Bier mit Zitronen-Limonade, Alster ist dagegen eines mit Orangenlimonade. Und es gibt tatsächlich Orte, da bedeutet beides Zitrone oder es ist genau umgekehrt. Einigung nicht in Sicht…

Danke, Martin via Facebook!

8 Kommentare

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  3. Mery says:

    Ich war mal in Frankfurt und hab keine Spezi bekommen :|
    Man fragte mich dann, ob das Cola mit Bier sei…
    Muss aber an der Dame gelegen haben.. Ihrem Kollegen war das dann bekannt.. <.<

  4. Maik says:

    Ist immer wieder lustig, wenn Begriffe von anderen nicht einmal gekannt werden. Hatten neulich einen unterhaltsamen Diskurs darüber, wie man eigentlich den Rest eines Apfels nennt…

  5. Bernd says:

    Na ganz klar Strunk. Bei mir hat das Ding auch Heinsberg ausgespuckt, daher tippe ich drauf, dasss du das Wort auch kennst, Maik (-:
    Schlimmer als der Apfelrest und der Brotrest finde ich aber die Konfusion bei Pfannkuchen/Kreppeln/Berlinern etc, gerade weil die meisten dieser Begriffe in anderen Gegenden eine andere Bedeutung haben. Ich weiß vorher nie, was ich zu Essen bekomme…

    Interessanterweise hatte ich nur einen Treffer bei Heinsberg und die vier anderen lagen weit weg hinter Hannover.

  6. Tom says:

    Das ist natürlich ganz klar eine Apfelkrose. ;)

  7. Maik says:

    @Bernd: Ich nenne es auch Strunk! :) Es gibt aber auch welche, die es „Apfelbutz“ oder „Grieps“ oder wasauchimmer nennen. Verrückte Sache mit den Sprachen in der Sprache.

  8. Mery says:

    Apfelbutz ist bei uns geläufig.
    Wobei es nur „Butz“ ist bzw „butzen“.

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