
Mittlerweile müsste ich das bereits Dutzende Mal irgendwo geschrieben haben, aber ich finde die Synchronsprecherei seit jeher enorm faszinierend. Zu gerne hätte ich selbst mal hinterm Mikro gesprochen und einer Figur eine Stimme gegeben. Wobei, beim ein oder anderen YouTube-Video habe ich mal etwas in die Richtung gemacht und immerhin war ich tatsächlich auch mal in einem Synchronisationsstudio zugegen (um LeFloid zu interviewen, der etwas für „Adventure Time“ eingesprochen hatte).
Entsprechend traurig schaue ich auf die Entwicklung, die der technische Aufstieg künstlicher Intelligenz mit sich bringt. So faszinierend die neuen Möglichkeiten bereits sind und mit ziemlicher Sicherheit in Zukunft sein werden, so schade ist es um den Beruf, der ein wahres Kunsthandwerk darstellt. Vor allem in Ländern wie Deutschland, wo eben nicht einfach „drüber gesprochen“ sondern wirklich stimm-geschauspielert wird. Doch mittlerweile lassen sich auf Knopfdruck nicht nur Texte übersetzen, sondern eben jene quasi im Sound der Originalstimme der Schauspielenden nachbauen. Noch ist das glücklicherweise oftmals hölzern, wirkt künstlich und lässt Menschlichkeit vermissen – aber auch das könnte sich irgendwann verlieren. Was machen dann all die Synchronsprecher:innen?
Die Dokumentation „Die (Un)Ersetzbaren“ von Filmriss fragt genau diese Frage und zeigt uns, „Wie KI Synchronsprecher bedroht“.
Quelle: „Nils Hünerfürst“











Noch keine Kommentare