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Eine etwas andere Sichtweise

Sind Anschlussfehler in Filmen eigentlich wirklich schlimm?

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Erst im Dezember hatte ich ein Video hier im Blog, das sich mit der Arbeit eines Script Supervisors am Filmset beschäftigt hat. Also eine Person, die hauptsächlich dafür verantwortlich ist, dass beim Filmen mehrerer Takes, die ggf. im Nachgang zu einer Szene verarbeitet werden, auch alles identisch ist. Seien es die Wasserpegelstände in den Getränkegläsern, die Uhrzeit oder was auch immer. In dem Zuge hatte ich auch erzählt, dass ich ein Auge für solche Anschlussfehler habe und dadurch aus der Immersion Film gezogen werde. Natürlich macht es mir auch Spaß, diese Fehler besserwisserisch mit einem „Wie konnte DAS denn bitte keinem der vielen Augen, die den Film gesehen haben, auffallen?!“ zu bedenken.

Cutter Sven Pape aka This Guy Edits erklärt uns, dass es passieren kann, dass trotz hundertfacher Begutachtung einer Szene teils blamabel offensichtliche Fehler nicht auffallen. Und dadurch ja eigentlich gar nicht so schlimm seien. Immerhin würde eine Szene durch die Darsteller getragen und der Großteil der Zuschauer wird es nie oder nur durch das das fokussierte Herausstellen im Netz erspähen. Dabei habe ich etwas kurioses bis nerviges für mich entdeckt: In der Anfangsszene fällt mir ein Fehler direkt auf und als Pape darüber spricht, denke ich die ganze Zeit, er meint genau das. Aber nein, er nennt den falschen wegfahrenden Zug nicht, sondern geht auf eine andere Sache ein, die ich tatsächlich ebenso nicht bemerkt hatte. Upps…

„Film continuity editing errors and movie mistakes happen in big and small films. But do they matter?“

Meine Sichtweise bleibt trotz des Videos recht gleich. Klar, sind Fehler menschlich und gerade bei kleineren Produktionen muss man eben damit leben. Und wenn irgendwo ganz hinten und minifitzeklein im Bild was zu sehen ist, was aber erst der größte Fanboy-Nerd mit Lupe an der 4K-Heimvideo-Variante entdeckt – sei es drum. Ist es halt ein ungewolltes Easter-Egg. Aber es gibt eben auch die Fehler, die einem ins Auge springen und vor allem bei großbudgetären Blockbustern nerven. Immerhin werden da am Ende doch drölfhundert Beteiligte in den Credits gezeigt, von denen NIEMAND das gesehen haben will? Oder gibt es den einen – nennen wir ihn „Steve“ – der dann doch leiste aufzeigt und seine Bedenken flüstert und mit einem raschen „Können wir nicht mehr ändern – merkt eh keiner! Bis auf Maik…“ abgespeist wird?!

via: doobybrain

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