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So kann man auch einen Klassiker kaputtmachen

Mia. ft. Balbina – Alles Neu 2017

Musik
Maik - 07.04.17 - 11:52
Mia. ft. Balbina - Alles Neu 2017 mia-balbina-alles-neu-2017

Kennt ihr noch Mia.? Das ist diese Band mit der ach so trotzigen Frontkatze, die seit Jahren ungemein handzahm geworden ist. Angefangen hatte alles noch mit einem gro├čen „Hieb und Stichfest“, auf dem es in Zeiten von neu aufkommendem Deutschrock von „Wir sind Helden“ und Co. eben abgerotzte Rockmusik zu h├Âren gab. Schon irgendwie auch f├╝r Mutti, aber f├╝r die, die im Inneren noch so ein bisschen Punk sind. Erstaunlich schnell wurden kantige Gitarrensounds herausproduziert und Platz gemacht f├╝r eing├Ąngige Club-Sounds, die mehr und mehr zu verstecktem Schlager wurden. Ja, da gab es erfolgreiche „Woo-hoo-hoo!“-Liedzeilen, die wir alle kennen und irgendwann auch mal mochten, von daher hat das ja alles irgendwie seinen Platz. Aber f├╝r mich versank die Band leider mehr und mehr in der Bedeutungslosigkeit, au├čer, dass auf Parties hier und da noch der 2002er Track „Alles neu“ spielte. Das war diese „Fr├╝her“, als alles besser war. Yay.

Und jetzt kommen die Dame und Herren also daher und legen den vielleicht besten – da mittlerweile untypischsten – Song ihrer Karriere neu auf. Eine M├Âglichkeit der Besinnung auf alte Wurzeln? Mal wieder „Dampf ablassen“ zu neuen gesellschaftlichen Themen? Nicht wirklich. Aus Sirenensound, sich ├╝berwerfender Stimme und erregierendem Glied gibt es eine auf Verk├╝nstelung ausgelegte Persiflage mit uninspiriertem neuen Text und einem langweilendem Balbina-Feature. Alles wirkt wie ein in f├╝nf Lagen Schaumstoff verpackter M├Âchtegern-Wutausbruch auf Valium. Da explodiert mal so gar nichts. Schade, so kann man sich auch die besten Songs kaputtmachen… Da passt irgendwie die eigentlich ironisch inszenierte Gem├╝tslage der Herren im Video perfekt zu.

Manchmal ist es halt gut, wenn man nicht „Alles neu“ macht…

via: vice

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