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Coronaferien #1 (Kinderbeschäftigung ohne Fernseher)

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An einem sonnigen Freitagnachmittag kam die Nachricht: Ganz offiziell beginnen für Kinder in unserem Bundesland die „Coronaferien“. Es glühten die WhatsApp-Chats der Kindergartengruppen und Elternvertreter. Sorgen um die Betreuung wurden laut, wenn überdies sogar Oma und Opa nicht einspringen können. Unsicherheit über weiteres Vorgehen bis hin zu einem leichten Anflug von Panik. Und zum Galgenhumor. Mein persönlicher Favorit. Was haben wir Scherze gemacht. Im Internet wurden eifrig Mama-Hamster-Witze geteilt. Was muss oben auf der Einkaufsliste stehen? Natürlich jede Menge Ohropax, ein 10.000-Teile-Puzzle und zwei Kisten Wein. Oder doch lieber fünf? Nun ja, wir lachen immer noch. Gequält und das rechte Augen zuckt in unregelmäßigen Abständen. Wie lange mag es her sein, dass wir diese weitreichende Nachricht bekommen haben? Zwei Wochen? Eine gefühlte Ewigkeit.

Nun habe ich keine Schulkinder. In dem Bereich kann ich keine Erfahrungen beisteuern. Aber ich bin eine Stay-at-Home-Mama und habe zwei Kindergarten-Monst… ähm…, ich meine Engelchen, die mir also seit diesem Freitagnachmittag wieder, wie in Prä-KiGa-Zeiten, 24/7 Gesellschaft leisten. Kein Problem, denn ich habe Ideen. Viele Ideen. Noch…

Wenn ich mich so umsehe, weiß ich auch genau, was ich in der ersten Zeit mit den Kindern für eine gute Idee gehalten habe. Was macht man denn so in verlängerten Osterferien??? Natürlich! Osterdeko basteln. Junge, sind wir froh gewesen, ein Motto zu haben. Also los, ran an die Osterkörbchen, bunten Eier, Filzküken und Eierkarton-Osterhasen. Jaahaa, wir sind auf Ostern 2020 vorbereitet. Und auf Oster 2021-2030. Und spätestens nach der ersten „Coronaferien“-Woche wird uns klar: Ostern ist noch verdammt lang hin…

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Nun sieht ein “normaler” Alltag schon ein paar Unternehmungen vor, wenn der Kindergartenfeierabend eingeläutet wurde. Obligatorisches Kindertanzen, einen Abstecher in die Bücherei, Freunde auf dem Spielplatz treffen, Oma und Opa besuchen und am Wochenende alle zusammen ins Schwimmbad. Gleichermaßen Betroffene zucken bei jedem Beispiel zusammen und wissen, worauf ich hinaus will. Dieses Bespaßungsprogramm bröckelte dank Corona Stück für Stück auseinander.

Na gut, dann machen wir halt was drinnen. Noch mehr Osterdeko basteln zum Beispiel. Gute Idee. Doch: die Sonne scheint; es ist warm; die Luft riecht nach Frühling. Papp-Hasen und -Küken verlieren ihren Reiz. Bei Mama und den Kindern. Wir besitzen keinen Garten, also ab auf den Balkon und an den Blumenkästen rumzupfen und die letzen Spuren des Winters wegfegen. Meine Kinder haben eine großartige Idee: Man könnte Kresse pflanzen. Fun Fact: Ich bin die mit Abstand schlechteste Kresse-Säerin der Welt. Egal, ob auf Watte, Küchentuch oder Erde, Kresse hat bei mir einen schlechten Start und selbst dann keine hohe Lebenserwartung. Wenn überhaupt. Andere Pflanzen gehen. Kresse – der Endgegner. Bei den Genfer Kresse-Konventionen stehe ich auf der roten Liste.

Wir gehen also lieber in den begrünten Hinterhof und verschönern die einzigen Steine mit Malkreide. Den Fußweg von der Eingangstür zum Garagenhof. Die Nachbarn freut es. Schöne bunte Farben. Soooo kreative Kinder. Bunten Staub an der Fußmatte, wenn man in die Wohnung will. Bunte Abrücke auf den Schutzmatten im Auto. Und dann regnet es noch nicht einmal. Wir haben alle lange etwas davon. So wie von Corona.

#stayathome
#staysafe

Mother of two Dragons, Wahl-Hanseatin und Liebhaberin des geschriebenen Wortes und des Bingewatchings. Schreibt auch für sAWE.tv.

Ein Kommentar

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