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Follower kommen, um nicht zu bleiben

Mimimir macht Instagram keinen Spaß mehr

Mimimir macht Instagram keinen Spaß mehr Meine-Woche-107_03

Eigentlich wollte ich seit einer Weile mal wieder einen „Hey, folgt mir doch auf Instagram!“-Beitrag machen, in dem ich euch meine tollsten neuen Bilder präsentiere und auf Followerfang gehe. Aber in den letzten Wochen hat sich in mir eine gewisse „auch egal…“-Haltung breitgemacht. Denn irgendwie will es einfach nicht mehr voran gehen auf dem noch immer inspirierendsten Kanal dieser Social Media-Welt…

In der Bloggerbutze2 hatten wir im Rahmen der Fotografierspaziergang über Instagram und aktuelle Probleme gesprochen. Nur kurz, nur allgemein, aber im Nachgang haben in unserer Slack-Gruppe einige geschrieben, sie hätten seit dem Tipp von Gilly, doch DisplayPurposes.com zu nutzen, endlich wieder Spaß an Instagram. Beim Lesen musste ich feststellen, dass ich ihn nicht (mehr) habe (auch wenn untenstehendes Social Media-Abbild natürlich anderes suggeriert #bestlifeever). Die Seite hatte Gilly mir schon vor einer Weile empfohlen und auch wenn er interessante Hilfeleistung bietet, hatte ich vorher auch schon recht (ähnlich) funktionierende Hashtagwolken gebastelt, war auf der Suche nach kleineren Communities und treffenden Begriffen anscheinend auch ohne nicht soo erfolglos, zumindest blieb der Ultra-Boost aus.

Zu spät dabei

Am 24. Juni 2014 bin ich erst auf Instagram aktiv geworden. Weil ich zuvor dachte „Bilder kann man ja auch bei Twitter direkt einbinden, statt querzuverlinken“ – tja, dumm (gelaufen), denn bis auf einen netten Binnenreim hat dieser Satz wenig zu bieten. Aber hinterher ist man halt immer schlauer und mittlerweile wirken diese über drei Jahre ja eigentlich auch recht stattlich. Und doch stehen da „nur“ rund 1.850 Follower. Auch das wäre jetzt nicht soo schlimm, wenn es nicht seit Monaten gefühlt an dieser Schwelle herumlungert, wie Bienen beim Frühlings-Marmeladen-Brunch. Aber ja, für den ganz großen Insta-Fame bin ich schlicht zu spät ins Game gestartet (bzw. habe für jetzt einfach nicht DIE ultimative Idee, mit der ich durchstarte – geschenkt!).

Kein Algorithmus-Gebashe

Und nein, ich möchte in dieser unendlich erscheinenden Einleitung meines Problems auch gar nicht in das trendige Einschlagen auf den verhassten Algorithmus einsteigen. Ja, auch ich mag ihn nicht, mache ihn aber nicht (oder nur sehr wenig) für den Einbruch verantwortlich. Letztlich ist man ja irgendwie selbst schuld, wenn die eigenen Bilder nicht schön, wichtig oder nah genug für die Zuschauerschaft (NICHT „Leserschaft“!) ist.

Denn auch wenn ich das Gefühl habe, dass Hashtags nicht mehr zu dem Instant-Kickstart führen, der nach ein paar Sekunden erahnen lässt, wie gut der Post ankommen mag, habe ich unter fast jedem Bild seit einer Weile „95% erfolgreicher“ oder Ähnliches stehen. Und auch die Like-Zahlen brechen zwar jetzt keine Rekorde, aber hatte ich mich im November noch darüber gefreut, endlich mein erstes Bild mit 100 Likes zu haben, konnte ich die Schwelle danach durchaus regelmäßig durchbrechen (wenn auch seit Umstellung weniger, zuletzt im September, aber zwei meiner drei letzten Motive haben immerhin über 90 Likes – gar eines mit 134 Likes!). Auch meine ich mir selbstheuchlischerweise einreden zu wollen, dass mein Fotografie- und Posting-Game durchaus eine Entwicklung genommen hat im Laufe der letzten Jahre.

Follower: Gekommen, um nicht zu bleiben

Was mich aktuell nervt ist schlicht und weg das Ein- aber vor allem Ausgehen von Followern. Klar, das gab es schon immer, dass aufgrund von irgendwelchen Hashtags ein paar Nasen gefolgt haben, in der Hoffnung, man würde zurückfolgen, um ein paar Tage später wieder die Biege zu machen. Aber aktuell habe ich das Gefühl, es geht seit Monaten immer fünf Follower vor, sechs zurück, vier vor, drei zurück, und so weiter…

Sneakers, Sekt und Silhuotten. Einer meiner Lieblingsshots vom #perspectiveplayground in #Berlin. #reflektion #latergram

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Im Februar 2016 hatte ich blogntravel-Skandinavienreise hatte ich viel Content gezogen und tagsüber gerne mal 2-3 Bilder gepostet, weil ich das „Live“ „Zeitnah“-Gefühl in der Regel sehr schätze. Auch danach ging es eigentlich noch vernünftig weiter und mein Ziel, bis Anfang 2017 die 2K zu knacken, war nicht wirklich unrealistisch.

Ja, ich habe keine ultra-einheitliche Bildsprache, mein „Konzept“ bin eben ich und mein Leben. Das mag nicht der perfekten Insta-Formel folgen, aber hat ja bis vor einer Zeit auch so funktioniert. Das Follower-Wachstum war da – mal mehr, mal weniger – aber es ging stets nach Vorne und hat so auch neben dem passiven Inspirieren-lassens auf der Plattformen und unterhaltsamen Kommentar-Gesprächen (die gibt es dort tatsächlich noch!) Spaß gebracht. Vorgestern habe ich mich tatsächlich darüber freuen können, mit einem Post über 10 neue Follower zu erhalten und dachte noch, ich hätte die Lösung (mal andere Hashtagfelder) gefunden und könnte mir diesen Beitrag sparen, sind von den zwischenzeitlich 1.870 Followern halt einfach mal wieder 14 weggebrochen. Da wirkte mein #mondaymotivation nur bis zum Dienstag…

Und nu?

Naja, Weitermachen. Weitermachen, weil mir der Spaß an der Fotografie zu wichtig und die Followerzahl im Vergleich dazu zu unwichtig ist. Ja, so unwichtig, dass ich über 600 Wörter Meckeritits darüber verfasse, I know, aber vielleicht hilft es zum einen anderen, die in der gleichen Situation sind, oder dem Austausch darüber. Mir hilft zumindest, mir einmal Luft dazu gemacht haben zu können. Und wer weiß, vielleicht hat je jemand von euch die idealen Tipps für mich, wie ich aus diesem Gehen auf der Stelle heraus komme. Ich bin für alles offen.

Ach ja: Folgt mir doch auf Instagram. 1.856 Follower können nicht irren. Äh, 1.855…

#TGIF – This guy is fishing. ;) 🎣 #Stralsund #latergram

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14 Kommentare

  1. DerUschi says:

    Oh man, du musst echt ein sehr leeres Leben habe, wenn du dir Gedanken über deine Followeranzahl machst. Ich weiß auch gar nicht wo ich das einordnen soll. Was willst du denn damit kompensieren????
    Entweder du machst den ganzen Quatsch weil er dir Spaß macht, dann ist dir die Anzahl egal, oder du lässt es. Wenn du unbedingt deine Folowerzahl hochtreiben willst, dann darfst du keine Bilder machen die „Dich oder dein Leben“ wiederspiegeln, sondern musst irgend einer Mainstrema Mist machen, auf den die ganzen Hippen Spacken abfahren. Aber dann musst du auch damit rechnen das deine ach so tollen Follower ohne Probleme gegen ein anderen geichtslosen Spaten austauchen, weil der gerade so hipp angesagt ist.

    • Maik says:

      Ach, dass ein derart kurzgedachter Kommentar so schnell kommt, hätte ich nicht gedacht… Ich hatte gehofft, dass klar geworden ist, dass das jetzt nicht DAS weltbewegendste Thema ist, aber eben eines, das mich zuletzt genervt hat und damit auf dieser Seite (meiner, auf der ich machen kann, was ich will) auch seinen Platz finden darf.
      Ich will da gar nichts mit „kompensieren“, wie du lapidar schreibst. Zum einen geht es – wie beschrieben – um den Spaß an der Sache, der so nun mal sinkt, zum anderen ist das im Grunde genommen Teil meines Jobs. In der zweiten Hälfte deines Kommentars wird es ja beinahe konstruktiv und das umschreibt mein (First World) Problem sicherlich ganz gut.

  2. Jan says:

    Ich weiß nicht in wie weit Follower für dich aus ökonomischer Sicht wichtig sind, um beispielsweise mehr Besucher auf den Blog hier zu lenken. Möglicherweise gibt es da sinnvolle Gründe warum es wichtig sein kann, Followerzahlen zu steigern.

    Aus menschlicher Sicht möchte ich dir mitgeben, dass die Anzahl an Followern kein Maß für die Qualität deiner Bilder ist oder gar eine Aussage über dich als Mensch macht. Sicherlich ist es ein schönes Gefühl durch Likes eine Art von Bestätigung zu erhalten, aber man sollte sich nicht davon abhängig machen. Vielleicht hilft es auch, sich von dem Follower Gedanken völlig frei zu machen. Du postest die Bilder, die dir gut gefallen und sammelst so Eindrücke aus deinem Leben an einem zentralen Ort, wo du dich später beim Durchstöbern daran erfreuen kannst. Wenn es dann 100 Personen gibt, denen die Fotos gefallen ist das schön, wenn nicht, dann ist das aber genauso in Ordnung. Dann kommt man auch gar nicht in Versuchung sich unter Druck zusetzen, Bilder so zu optimieren, dass sie möglichst viele Klicks generieren, sondern man macht einfach das, was einem gefällt. Unabhängig davon stelle ich mir sowieso die Frage, wie viel ein Like einer mir völlig unbekannten Person am Ende tatsächlich Wert ist. Ist es nicht viel wertvoller nette Kommentare von guten Freunden zu bekommen?

    Stichwort Hashtag. Ich verstehe, dass Hashtags eine Möglichkeit sind, Leute auf sich aufmerksam zu machen. Meines Erachtens gibt es bei der Anzahl der Tags pro Bild aber auch eine Schmerzgrenze und manches ist einfach zu viel. Dazu kann man sicherlich unterschiedliche Meinungen vertreten, deswegen ist der Einwurf auch mehr als Denkanstoß gedacht. Wenn ich meine Bilder im Internet präsentiere, würde ich nicht wollen, dass die Textseite daneben zur Hälfte mit (sinnlosen) Hashtags zugemüllt ist. Dein zweitletztes Bild hast du beispielsweise so umschrieben, in meinen Augen grässlich.
    #Architecture … #architectureporn … #architecturelovers #archilovers … #amazingarchitecture #archdaily #architecturephotography #architecturelovers #archidaily #instaarchitecture
    #symmetry #symmetrie #symmetry_art #symmetrykillers … #symmetrical

    • Maik says:

      Danke für deine Sicht der Dinge. Und keine Bange, so fixiert bin ich darauf gar nicht (kommt das echt so rüber…? Ist halt zentraler Punkt des Beitrags, mehr nicht…). :) Ökonomisch hat das jetzt wenig direkt-direkten Einfluss. Klar, ein bisschen Markenwirkung, vielleicht ein, zwei Klicks, am Ende aber eher eine potenzielle Kooperationsbasis, die beim zunehmenden Budget-Shift auf den Kanal Instagram nun mal bei mir ausbleibt. Für Agenturen ist die Zahl durchaus relevant – ob ich da nun 1,8k oder 4k habe, macht aber nicht wirklich einen Unterschied, da zu wenig.

      Ich werde an den Bildern auch nicht wirklich was ändern – was mich halt nur nervt ist, dass sich das Drumherum geändert hat. Und ja, über die Qualität sagt das wirklich wenig aus, I know. Mir tut es immer weh, wenn ich Leute sehe, die so viel geilere Bilder als ich machen, aber nur ein paar Hundert Follower haben. :/ Es geht natürlich auch in die andere Richtung, von Followerkauf wollen wir gar nicht erst reden…
      Zu den Hashtags: Ich mag es auch nicht, wenn sie im Text sind, daher belaufe ich mich im eigentlichen Post meist auf höchstens drei Hashtags, die am Ende nochmal kommen und das Wichtigste aussagen sollen. Das, was du auflistest, ist mein Kommentar unter dem Bild. Und da ist tatsächlich noch die Regel: Viel hilft viel. :/

  3. Martin says:

    Hier ist wohl jemand etwas verwöhnt von den 100.000 Fans bei Facebook 😉

    Dein Wachstum dort ist beeindruckend.

    • Maik says:

      Hehe, absolut! :) Das ist aber auch recht einfach zu erklären: Viel früher dort am Start gewesen und vor allem Werbung. Im Vergleich zu anderen Seiten, die auf „Hauptsache viral“ gehen, ist das Wachstum eigentlich lächerlich. Aber das Thema Facebook ist eh mehr oder weniger tot, da bringt auch ein #mimimi nichts mehr… :/

  4. Jens says:

    Tja, „I feel for u“. – Man sollte es nur noch aus Spaß an seinen eigenen Bildern machen. Das hilft auch dem guten Gefühl. Vielleicht hätten wir auch Mädchen werden sollen – Bikini-Effekt zieht auch heute noch auf Insta ;)
    Aber ja… es nervt.

  5. Freddy says:

    Hi Mike. Ich mag (like) deine Bilder auch. Aber ich würde im Leben nie auf die Idee kommen, deshalb den „Like-Button“ zu klicken. Was bringt es mir denn, wenn ich auf den Knopf drücke?
    Was ich sagen will ist, mach dich doch nicht so abhängig davon, wie viele Leute öffentlich sagen, dass sie deine Bilder mögen. Es gibt sicher ein paar Menschen, die sich selbst durch sowas ausdrücken wollen, aber ich glaube die allermeisten gucken sich die Bilder an, freuen sich, dass sie schön sind, und gut. Ich habe noch nie verstanden, was man davon hat, seine Meinung zu allem öffentlich kund zu tun und schon gar nicht durch einen Klick auf „Gefällt mir“, der einem nichts zurück gibt… Hier auf dem Blog haste doch sicher auch viele Leser, die keinen Kommentar abgeben und denen die Bilderparade zum Beispiel trotzdem gefällt. Oder habe ich das Prinzip nicht verstanden (?)

    • Maik says:

      Hi Fredie. Um die „Likes“ geht es mir ja gar nicht so wirklich (wie im Text beschrieben). Es geht mir um den Stillstand auf dem Netzwerk als solchen. Und ja, ein Gefallen ohne „gefällt mir“-Klick auf Instagram ist suboptimal, da so die Engagement Rate sinkt und du weniger Bilder von den zwar gemochten, aber nicht geklickten Accounts zu sehen bekommst (und die allgemein schlechter da stehen im Vergleich zu anderen). Daher unbedingt Herzen verteilen! Da geht es ja nicht um „Öffentlichmachung“, sondern um digitale Wertschätzung. :)

  6. Pingback: Lesenswerte Links – Kalenderwoche 42 in 2017 - Ein Ostwestfale im Rheinland

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