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Lachsburger mit Süßkartoffel-Fritten

Rezept zum Selbermachen

Autor: Maik Food
26.01.16 - 10:31
Food
Autor: Maik | 26.01.16 - 10:31
Lachsburger_09

Endlich wieder Essen! Pünktlich vor der Mittagspause etwas Inspiration und Speichelfutter für euch. Letzten Sonntag war ich mal wieder dran mit dem heimischen Bekochen und habe ganz groß aufgefahren: Lachsburger mit selbst gemachten Patties, Buns und Süßkartoffel-Fritten. Fehlt eigentlich nur, dass ich den Lachs noch selber fange und den Käse selber reifen lasse.

Noch habe ich ja Video-Aufnahmen meines Kochversuches kurz vor Weihnachten und scheue aber davor zurück, das zu schneiden. Hier dann lieber erst einmal die „klassische“ Bild-Text-Variante. Aus der noch nicht final benannten Reihe „Maiking Foodporn“ oder auch „Verzehrfeld“. Hm…


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Für zwei Portionen kauft ihr all das, was ihr hier auf dem Bild seht. Solltet ihr das im Bio-Laden machen (weil gesund und fancy und so), achtet unbedingt auf die Preise und greift nicht zur „interessantesten“ Walnuss-Paste. Die könnte dann verdammte 7,19 Euro kosten. Fuck! Aber hey – nur das Beste für euch (und uns).

Jedenfalls müssen zunächst die Burger-Brötchen vorbereitet werden:

Lachsburger_03

1. 300g Mehl, 1 EL Zucker, 1 TL Salz und 1/2 Beutel Trockenhefe in eine Schüssel wirbeln.
2. Jetzt soll man 115 ml Milch, 60 ml Wasser und 20g Butter im Topf anheitzen.
3. Fand ich blöd, geht bestimmt auch so (vll. Butter kurz mit inniger Umarmung dahin schmelzen lassen).
4. In die Schüssel, sowie das Eiweiß und die Hälfte des Eigelbs eines Eis. Restliches Eigelb aufbewahren.
5. Knet it, baby!
6. Merken, dass es vieeeel zu klebrig ist und mit verschmierten Händen weiteres Mehl hinzu geben.
7. 4 Kugeln aus dem Teig formen und auf ein Backpapierblech legen.
8. Gute Nacht-Kuss geben, mit Trockentuch zudecken und 45 Minuten schlafen lassen.

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Während die Teigkugeln ruhen, könnt ihr euch den Fritten widmen. Die 2-3 Süßkartoffeln, die ihr gekauft habt, ordentlich schälen. Stellen, bei denen ihr denkt, sie könnten eklig sein, sind eklig, also raus schneiden. Dann in Pommes-Form schneiden (also lange, dünne Stifte, so dünn und lang, wie ihr Pommes eben gerne esst, wobei die am Ende noch etwas zusammen schrumpeln und zu dünne schnell verbrennen können).

Jetzt kommt der tricky Part: Die Süßkartoffel-Stifte müssten jetzt auf ein Backblech mit Backpapier, da sind aber bereits die Burger-Brötchen drauf. Wir können jetzt das Raum-Zeit-Kontinuum missachten oder davon ausgehen, dass ihr mehrere Bleche und/oder Backöfen habt. Ich sage euch aber einfach, wie ich es gemacht habe: Erst die Brötchen.

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Genüsslich das restliche Eigelb auf die Brötchen-Oberseiten einmassieren. Dann mit einer leichten Schicht aus Sesam bedecken. Am besten kauft ihr dafür nicht wie ich einen gefühlten 10kg-Sack von dem Zeug, sondern esst morgens Sesambrötchen und sammelt die Reste auf… Bei 200 °C für 12 Minuten im Ofen backen (weil ihr den nicht vorgeheizt habt, vielleicht 1-2 Minuten länger „je nach gewünschter Bräune“ – drei Euro ins Phrasenschwein).

Bisher macht ihr das alles super – muss ja auch mal gesagt werden. Nach den Burgern kommen die Fritten in den Ofen. 200 Grad Umluft ist angesagt. Vorher habt ihr die Stifte in bester Puzzle-Manier auf dem Backblech verteilt und mit etwas Öl beträufelt. „Etwas“ bedeutet vermutlich „Upps, da ist ganz viel hin und da gar nichts…“. Am besten einfach etwas verreiben, passt schon.

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Der Lachs hat selbst mir als ausgebufftem Food-Blogger Probleme bereitet. Siehe „Kochen nach Zahlen“:

1. Die 250g Lachs mit einem Messer sehr fein hacken.
2. Merken, dass ihr kein richtig scharfes Messer habt – Wunschliste für Weihnachten!
3. In eine Schüssel geben und mit dem Saft einer 1/4-Zitrone, 10 Zweigen frischer Petersilie (klein gehackt), 12g Ingwer (fein geraspelt) und nach Gusto Salz und Pfeffer vermengen.
4. In vier Kugeln zusammen drücken und pressen, als wärt ihr in den Wehen.
5. Merken, dass der Lachs zu groß und das „Gebilde“ zu bröckelig ist.
6. Überlegen, ob man da nun noch ein Ei rein tun könnte, es aber aus Unsicherheit lassen.
7. In die Pfanne, mit dem Wender (nicht Wendler!) platt drücken.
8. Nach drei Minuten in Butter anbraten wenden und selbiges mit zweiter Seite vollführen.

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Ihr habt noch nicht aufgegeben und Pizza bestellt? Toll! Ist auch bald geschafft und tut gar nicht weh. Schlussspurt! Und der ist eigentlich total individuell – wie ihr eben Bock auf Burger habt. Hier meine Variante:

1. Bürgerbrötchen aufschneiden, kurz in den Ofen.
2. Unterhälften mit exquisiter (=teurer) Walnuss-Paste bestreichen.
3. Ein bisschen Feld-Salat drauf legen.
4. Käse nach Belieben (z.B. Berg oder Grana Padano) druff.
5. Noch heißes Lachs-Pattie auflegen wie ein richtig guter DJ.
6. Darauf etwas Fruchtiges (ich habe „Kürbis Ketchup“ genommen).
7. Deckel drauf. Fotos machen.

Abschließend noch die Süßkartoffel-Fritten aus dem Ofen holen, in einer Schüssel mit Salz vermengen (oder einfach drüber streuen) und neben die Burger legen.

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Bei mir sind die Fritten leider nicht wirklich kross geworden. Hatte sie noch etwas länger drin, doch dann wurden mir einige Stellen zu schwarz, so dass ich lieber erhöhte Labrigkeit in Kauf genommen habe. Hat dennoch geschmeckt. Ansonsten ist das Pattie eben leider total bröckelig gewesen. Kleiner geschnittener Lachse, roherer Lachs (hatte tiefgefrorenen in meiner Hektik in der Mikrowelle aufgetaut, das war vielleicht zu viel des Guten), vielleicht mit Ei „kitten“. Dazu sind die Brötchen exorbitant aufgegangen, das war mir teils zu hoch und geschmackslos. Gerne mehr würzen und breitere „Kügelchen“ machen.

War aber dennoch insgesamt sehr lecker und ist absolut empfehlenswert – was ich hiermit getan habe. Guten Hunger!

Lachsburger_01

6 Kommentare

  1. wolf* says:

    Wow, sieht das lecker aus! Respect. Ich koche ja eigentlich immer nur vor Wut. Das hier will ich aber auch mal probieren. Super Idee. Danke!

  2. Marc says:

    Zu den Pommes hätte ich gern ein Update, wie man die wirklich im Ofen und auf dem Blech knusprig bekommt. Hatte jetzt vier Anläufe in den letzten drei Wochen und es ist mir leider noch nicht gelungen.

    • Maik says:

      Einige wenige waren kross. :) Aber ja, so recht weiß ich es auch nicht. Vermutlich bei niedrigerer Hitze länger drin lassen? Sollte ich es hinbekommen, gebe ich dir Bescheid!

    • wolf* says:

      Also ich bekomme zumindest normale Kartoffel-Streifen mit Öl schön knusprig. Streifen schneiden- dann in eine Schüssel geben und pro Person einen Esslöffel Öl rein- Salz, Pfeffer, Knoblauch, Paprikapulver und Muskat- alles schön durchrühren, aufs Backblech und dann bei 200 Grad für 30-40 Minuten in die Röhre. Keine Ahnung, ob das mit Süßkartoffeln auch klappt. Versuch macht kluch.

    • Kurt C. Hose says:

      Also ich habe jetzt keine Backofenerfahrung, Fritten gehören bei mir in die Friteusse.
      Und ja, wenn man die nicht da hat, kann man das Fett auch einfach in nem Topf machen.

      Auch da ist das aber nicht einfach mit den krossen Süßkartoffelpommes. Im Gegensatz zu normalen Kartoffeln streuben die sich etwas gegen die richtige knackigkeit. Trick dabei: durch ein Stärkebad (Stärke gelöst in Wasser) ziehen und dann werden die kross.

      Ob das jetzt auch für den Backofen geht, keine Ahnung.

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