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Bericht: So war das erste Tempelhof Sounds Festival

Tag 2 – Samstag

Bericht: So war das erste Tempelhof Sounds Festival Tempelhof-Sounds-Festival-2022-13

Samstag war der Tag, auf den ich mich am meisten gefreut hatte! Ja, Libertines und Florence waren gut und es gab noch ein Highlight am Sonntag, auf das ich mich sehr gefreut hatte, die sonstigen persönlichen Must-Sees waren aber komplett auf den mittleren Tag verteilt. Entsprechend früh hat es uns auch zum Gelände verschlagen (so früh, da war sogar die Pizza-Schlange überschaubar!).

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Um 13 Uhr haben Black Honey auf der mittleren Stage gespielt. Sängerin Izzy B. Phillips hat die ersten drei Lieder, während denen Fotograf:innen traditionell im Graben sein dürfen, neben der Mütze größtenteils ein „Resting Bitch Face“ aufgehabt, kaum eine Miene verzogen und noch weniger Bewegung abgeliefert. Als wollte sie uns trollen flog die Mütze kurze Zeit drauf weg und allgemein wurde es ein deutlich lebendigerer Auftritt, der auch in einigen musikalischen Highlights gipfelte. Vor allem aber ist das Ende hervorzuheben, zu dem die Band einige „Freunde aus Berlin“ auf die Bühne holte, um Schellenkranz zu spielen, als gäbe es kein Morgen mehr. Sowas von unpassend und teilweise auch unrhythmisch, aber mit so viel Freude und Leidenschaft, dass das ganz egal war.

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The Gardener & The Tree haben mit einer tollen Stimme und einigen überraschend guten Songs aufwarten können. Hat ein bisschen an Rag’n’Bone Man erinnert! Viel hatte ich von Johnossi erwartet, die mich aber etwas enttäuscht haben. Der Auftritt war okay, aber meiner Meinung nach hätte die Setlist deutlich besser ausfallen können, da hat mir einiges gefehlt.

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Einiges gefehlt hat mir auch in der offiziellen Begleit-App zum Festival. Ja, da gab es eine Karte mit eingezeichneten Symbolen, aber zunächst mal hatte ich mich gefragt, wieso da so viele Abfalleimer und wo das Essen ist, um dann über die „Detailansicht“ zu den Essensständen zu stolpern. Ähm, ja, danke für nichts…

Ungünstig war auch die Organisation bezüglich des Abfalles. Wie vorab angekündigt wurde tatsächlich auf Müll-Minimierung geachtet, was ich empfehlenswert fand. Viele Verpackungen waren gar kompostierbar – nur doof, dass fast überall nur „Einerlei“-Müllsäcke und -Tonnen zu sehen waren. Zwei oder drei Kompost-Kästen waren über das Gelände verteilt, ich fürchte aber, der Großteil wird diese nicht genutzt haben. Da gibt es noch Optimierungsbedarf. Dafür gab es viele Öko-Toiletten sowie auch gesonderte FLINTA*-Bereiche, was ich als eine sehr gute Entwicklung erachte!

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Eines meiner weiteren persönlichen Highlights waren die IDLES. Die konnten die hohen Erwartungen gar vollends erfüllen! Zumindest, was ich so sehen konnte, war der Auftritt doch irgendwie von Kürzungen betroffen…

Zunächst im Fotograben. Wie bereits erwähnt dürfen Fotograf:innen in der Regel die ersten drei Lieder im Graben verbringen. Die IDLES haben sich „Colossus“ als Opener rausgepickt – passt ziemlich geil, baut der Song sich doch nach und nach auf, um dann richtig zu explodieren. Dieser zweite Teil klingt aber zum einen sehr anders als der sehr lange erste, zum anderen hat Sänger Joe Talbot diesen Break genutzt, um eine längere Pause einzulegen. Das liegt auch daran, dass für den abendlichen Headliner Muse ein gigantischer Steg mittig vor die Bühne gesetzt worden war. Im Song selbst hatte Talbot bereits „Fuck this shit!“ gesagt und auf den Steg gezeigt, dann wurde er ausführlicher, hat lautstark gefragt, welches Ego denn bitte so einen Mist braucht?! Vor allem hat der Steg seinen Plan wortwörtlich durchkreuzt, vor dem großen Song-Finale das Publikum zu teilen, so dass es kraftvoll aufeinander stoßen kann. Kurzerhand wurde die Menge also auch noch horizontal geteilt. So spontan, dass das Mikrofon-Kabel nicht bis zum Steg-Ende gereicht hat und Talbot einfach so wild gestikulierend in die Menge gerufen hat.

Ende vom Lied: Die Menge tobte und die Securities dachten, das wäre bereits der zweite Song. Aus meiner inneren Freude, dass so ein langer Song gewählt worden war, so dass ich länger vorne stehen und Fotos schießen könne, wurde Ernüchterung, als der Security mich weggebeten hat. „Das waren aber doch erst zwei Lieder, der erste ist geteilt…?!“ wurde nicht registriert. Im offiziellen Mitschnitt von arte sind die Songs entsprechend als Kapitel angelegt und ihr könnt mich links vom Steg im weißen Shirt sehen – nach Song Zwei sind dann alle Fotografierenden weg. Schade.

Dennoch hatte ich genug Zeit, um einige meiner Meinung nach gelungene Bilder zu schießen. Und um mich aus nächster Nähe davon überzeugen zu können, dass vielleicht doch nicht etwa Florence Welch das schönste Nachtkleid des Festivals anhatte, sondern Gitarrist Mark Bowen… Wobei, vielleicht hat er es sich auch von ihr geborgt, immerhin war die Sängerin selbst beim Gig, was zu großem Jubel gesorgt hat, als ihr Gesicht auf den Leinwänden eingeblendet wurde.

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Die letzten Songs habe ich dann leider aus der Ferne sehen und hören müssen. Dank Leinwandübertragung habe ich das formvollendete Radfahren Talbots auch von der Echo Stage sehen können. Dort wartete ich im Graben auf den Auftritt von Maximo Park, der direkt anschließend erfolgen sollte…

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7 Kommentare

  1. Yvonne says

    Kurz danach warst du ja krank, hast du dich vielleicht dort angesteckt oder schon vorher?

  2. Yvonne says

    Ok, also unwissend infektiös und ungeschützt unter vielen Menschen unterwegs gewesen.
    Hast du dich dann während deiner Krankheit nicht mal selbst, bezüglich deiner Einstellung zum Impfen & Maske tragen, hinterfragt?

    • Maik says

      Ganz ehrlich: Deine toxische und vor allem komplett unangebrachte Oberlehrerinnen-Attitüde geht mir gewaltig auf den Keks! Man soll ja eigentlich nicht mit Trollen interagieren, aber was meinst du, dir aus der Ferne herausnehmen zu können und MICH hinsichtlich Masken und Impfen negativ darzustellen?! Das grenzt an Fake News, Rufmord und persönlicher Beleidigung. Ich bitte diese noch nicht mal mehr passive Aggressivität und persönliche Untergrabung auf Basis wiederholt falscher Annahmen und Unterstellungen zu unterlassen. Wie mehrfach gesagt bin ich mehrfach geimpft, versuche mich und andere seit Pandemie-Beginn bestmöglichst zu schützen und dann kommt so ein Schwachsinn von dir. Ich werde auf diesen wiederholt unangebrachten Kram nicht mehr reagieren und ihn fortan auch nicht mehr aus dem Spam-Ordner holen, sollte er mal wieder darin landen. Ich bin es leid, dir Dinge erklären zu wollen, wenn du eh nur dein falsch zusammengebautes Fake-Bild erhalten willst. Du solltest unbedingt von deinem Elfenbeinturm herunter kommen und an deiner Kommunikation und Einstellung arbeiten! Und bis dahin lass mich einfach in Ruhe, danke.

  3. HoverP says

    Lieber Mail. Deine Reaktion ist schon bemerkenswert. Dieser Artikel könnte deinen Horizont erweitern: https://narzissmus-selbsthilfe.de/die-narzisstische-abwehr-projektion/

    • Maik says

      Das wird ja immer besser… 😂
      Ich will nicht mal abstreiten, gewisse narzisstische Tendenzen zu besitzen, das ist mir seit Jahren bewusst, aber hat hier mal so gar nichts zu suchen.
      Meine Antwort war sicherlich aus der Emotion raus geschrieben und wirkt ohne Kontext übertrieben, aber es gab ja bereits einige Kommentare dieser (und schlimmerer) Art zuvor, auf die ich ganz normal erklärend reagiert hatte, dass hier die Unwahrheit geschrieben wird, was gewissentlich ignoriert wird. Auf so einen Troll-Kindergarten habe ich keine Lust, Leute und werde da entsprechend nicht mehr mitspielen…

  4. HoverP says

    Also ich kann hier keine Unwahrheiten erkennen, eher deine recht barsche Antwort. Recht unprofessionell.
    Bin selber geimpft und befürworte Rücksicht auf andere Menschen. Daher kann ich die Frage von Yvonne erstmal nachvollziehen, da du scheinbar nur deine Sicht als die Richtige ansiehst und Reflektion wohl nicht zu deinen Stärken gehören.
    Geh mal in dich, dann kannst du auch entspannter auf Fragen antworten.

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