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Review: Echtzeit-Strategiespiel War2 Glory

GamesWeb
Maik - 09.12.10 - 14:44

[Trigami-Review]

War2Glory_Soldiers

„Browsergame mit 2. Weltkrieg-Waffen“ klingt nicht unbedingt nach Innovation. Das komplett browserbasiertes Strategiespiel War2 Glory versucht dennoch in den extrem überlaufenden Online-Multiplayer-Markt einzusteigen und setzt vor allem auf tiefgehende Strategie. Ich habe das Spiel ein wenig getestet und sage ich gleich vorab: Für mich ist es nichts. Für Leute mit viel Zeit, die nicht genug von Weltkriegssetups haben können, könnte es jedoch durchaus interessant sein.

Hier also ein kurzes Review, startend mit dem offiziellen Trailer, zu: War2 Glory – Das Echtzeit-Strategiespiel.


TRAILER:

Wer auf den Geschmack gekommen ist und das Spiel testen will, kann sich hier registrieren. So habe ich es getan, um ein paar Schnupperstunden mit dem Spiel zu verbringen. Definitiv positiv aufgefallen ist mir da der Anfängerschutz zum strategischen Aufbau seiner Basis. So stehen alle Neuankömmlinge unter einem 7-tägigen Rekrutenschutz, während dessen man nicht angegriffen werden kann, um so in Ruhe in das Spiel eintauchen zu können.

Zu Beginn wird man mit einem kurzen Tutorial in die Grundzüge des Spieles eingewiesen. Doch das ist wirklich mehr als kurz und durchweisend. Meiner Meinung nach werden viel zu wenig detailierte Informationen darüber gegeben, wie teuer nun was ist, wie lange was dauert und was das langfristige Ziel ist. Denn anfangs sieht alles aus und spielt sich wie ein Age Of Empires oder andere ältere Strategiespiele. Wohnhäuser bauen, für Nahrung und Rohstoffe sorgen, Häuser ausbauen, etc. pp. Alles ist extrem miteinander vernetzt und bietet etliche Möglichkeiten.

Etwas mehr Einblick in die Funktionen bieten die Missionen. Durch die Erledigung von kleineren und größeren Missionen erhält man Ansehen und Rohstoffe. Dabei geht es um den Ausbau der eigenen Stadt, der Zufriedenheit der Bürger oder bestimmte militärische Erfolge. Gerade letzteres bildet den eigentlichen Mittelpunkt des Spieles, doch muss man scheinbare Stunden damit verbringen, die Grundsteine dazu zu legen. Ungeduldige verballern sofort all ihr Gold um möglichst schnell überhaupt etwas zu erleben. So wie ich. Und doch geht es mir zu langsam. Letztlich kann man Offiziere individuell einstellen, bearbeiten und aufsteigen sehen. Hinzu kommen etliche Truppen- und Fahrzeugtypen. Alles sehr auf Quantität ausgelegt, wie es scheint. Dafür habe ich definitiv zu kurz reingeschnuppert, um sämtliche Funktionen hier wirklich darstellen zu können. Aber es scheint zumindest so, als hätten Taktikfüchse und strategische Köpfe jede Menge zu tun, um letztlich alles stehen zu haben und angrenzende Gebiete angreifen zu können.

Ich habe jetzt jedenfalls in Kürze versucht so viele Mini-Missionen wie möglich zu erledigen und möglichst viel Produktion anzuheizen. Doch jetzt heißt es erstmal Warten. Und wirklich sicher, ob das jetzt der richtige Weg war, weiß ich nicht, denn immer wieder erscheinen neue Funktionen und neue Buttons werden entdeckt. Definitiv hilfreich dabei ist die Comunity und die Hilfsfunktionen.

Eher eine Kleinigkeit und absolut Designtechnischer Natur, aber mich nervt absolut die Spielgröße und -Positionierung. Das Feld hätte durchaus größer, vor allem höher sein müssen. Oder, wenn es denn auf diese Größe beschränkt ist, in der Vertikalen auch zentriert ausgerichtet. So fühle ich mich wie beim Minispiel in einem Werbebanner, wobei sämtliche Textboxen und Inhalte verschachtelt, zum Scrollen oder einfach nur abgeschnitten sind. Too much in zu wenig Platz.

Letztendlich handelt es sich bei War2 Glory um ein MMOG (Massive Multiplayer Online Game), bei dem man gegen etliche andere Leute antreten muss. Das bringt mit sich, dass sämtliche Vorgänge ihre Zeit dauern. Das Errichten von Gebäuden kann da schonmal Stunden dauern und Angriffe können mitten in der Nacht eine Interaktion bedürfen, um optimal abgefangen oder getätigt zu werden. Solche Spielanlagen sind schon seit O-Game-Zeiten eher nichts für mich, was nicht unbedingt an der Langfristigkeit liegt (ich spiele seit Jahren Online-Manager, etc.), sondern eher an der notwendigen Zeit und sofortigen Abrufbarkeit. Will ich Strategie spielen, spiele ich mit Freunden online eine Runde untereinander, die nach einer Stunde durch ist.

Von sich selbst sagt War2 Glory, es wäre ein kostenloses Browserspiel, was grundsätzlich auch stimmt. Aber wie bei vielen seiner vielbeworbenen Geschwister, ist auch das nur im Grundsatz richtig. Denn wirklich (schnell) erfolgreich wird man auch hier nur, wenn man sich Diamanten kauft, um damit Taktiken und sonstige Besonderheiten anwenden zu können. In der PR lautet das dann wie folgt: „Der Zukauf von Diamanten ermöglicht natürlich dem Spieler einen gewissen Vorteil, der jedoch durch Strategie und Spaß am Spiel sehr gut ausgeglichen wird.“ Wenn ich mir da über Tage lang etwas mit harter Arbeit und jeder Menge investierter Zeit aufbaue und dann ein reicher Schnösel daherkommt, der einfach mal ein paar Taler springen lässt um mich zu überholen, dann habe ich schlechtweg keinen Bock mehr auf das Spiel. Und mir selbst geht beim Zukauf von Spielvorteilen schlicht der Spaß flöten. Sobald man sich durch Geld wirkliche Spielvorteile erkaufen kann, bin ich raus.

Wem das wurscht ist und Interesse hat, findet hier weitere Informationen zum Browsergame.

Ein Kommentar

  1. War2Glory Spieler says:

    Ich spiele es schon eine Zeit lang und bin immer noch begeistert von dem Spiel. Das Tutorial kann man relativ schnell durchspielen, sollte man aber auch nutzen um so schnell alle wichtigen Funktionen kennenzulernen.
    Wer nicht unbedingt in der Rangliste in den TOP10 stehen möchte, der kann War2Glory auch ohne echtes Geld spielen ;-)

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