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Disco Ensemble – The Island Of Disco Ensemble

Disco Ensemble - The Island Of Disco EnsembleTitel: The Island Of Disco Ensemble
(Partnerlink)

Artist: Disco Ensemble
(Homepage)

Release: 04.06.2010

Genre: Alternative Rock/Punk

Label: Fullsteam Records (rough trade)

Urteil: 4,0 von 5,0 Sternen

Kurzum:

„Die Finnen geben sich Vielseitig wie nie“

Tracklist:

  1. Bay Of Biscay (3:11)
  2. Pitch Black Cloud (3:19)
  3. White Flag For Peace (3:44)
  4. Protector (3:28)
  5. So Cold (3:22)
  6. Get Some Sleep (3:17)
  7. Life Of Crime (3:51)
  8. Semi Eternal Flame / Undo(2:34)
  9. Lefty (4:28)
10. Samantha (3:42)

Gesamtspielzeit: 42:17 Min

Disco Ensemble - The Island Of Disco Ensemble

Seit 1996 gibt es das Projekt rund um Jussi Ylikoski und Mikko Hakila bereits, doch erst seit 2003 werden in schöner Regelmäßigkeit Alben heraus gebracht. Mittlerweile mit „The Island Of Disco Ensemble“ bereits (neben etlichen EPs) der vierte Longplayer. Mit einer großen Web-2.0 Kampagne wurde den Fans das Warten verkürzt und nach und nach mehr Informationen über die Platte heraus gegeben. Gekonnt in kleinen Häppchen. Und jetzt ist das gute Stück (seit 26. Mai in Finnland) auf dem Markt.

Von Album zu Album verändert sich der Stil der Band kaum und doch entwickelt sich so vieles weiter. So kann trotz der nur 10 (1/2) Songs wohl von dem vielschichtigsten Album der Bandgeschichte gesprochen werden. Und die vermeintliche Kürze der Scheibe wird dadurch aufgefangen, dass keine der im letzten Jahr veröffentlichten 4 Tracks auf der EP „Back on the MF Street“ hier erneut verwurstet wurden. Doch jetzt im Einzelnen:

Der Eröffnungstrack „Bay Of Biscay“ wartet mit einem guten Riff und schönem Aufbau im Intro auf und ist sicherlich einer der besten Tracks auf dem Album. Ein pulsierendes Schlagzeug trägt den Hörer durch die eher ruhigen Strophen ehe der Song sich im Refrain richtig öffnet. Ein gelungener Break holt den Hörer noch einmal auf den Boden der Songtatsachen zurück, ehe das dynamische Riff auf den Schlusssprint einstimmt. Das folgende „Pitch Black Cloud“ wurde zwischenzeitig umgetextet und einem isländischen Vulkan gewidmet. In der normalen Version zeigt sich auch hier ein gekonnter Wechsel zwischen Strophe und explosivem Refrain. Dennoch gibt es weitaus gelungenere Tracks. „White Flag For Peace“ war die erste Singleauskopplung und besitzt einfach ein obertolles Intro. Doch die Ruhe trügt und wird schnell vom einsetzenden Refraingeschrei unterbrochen. Grundsolider Song, der schnell zum Mitwippen animiert. Vor allem der kurze Break gegen Mitte gefällt.

Schon folgt mit „Protector“ die zweite Single, die ich ehrlich gesagt zuerst ganz klar schwächer als „White Flag“ einstufte, da irgendwie zu poppig. Doch die Harmonien sind einfach derart gut arrangiert und der Refrain bleibt definitiv im Ohr und will da nicht wieder raus. So Cold stimmt wieder härtere Töne an. Mit interessantem Intro und (aus den alten Scheiben bekanntem) Einsatz von Becken und E-Orgel entsteht ein kleines Kunstwerk, welches live sicherlich wunderbar rüber kommt (s. Video ganz unten). Jetzt folgt etwas, das in bisher nur sehr sehr selten gab: Mit „Get Some Sleep“ folgt ein Track, der schon fast als Ballade zu bezeichnen ist. Sicherlich gab es (vor allem bei First Aid Kit) einige ruhige Stücke und auch der (sehr gelungene) Bonustrack „Boxer“ aus Magic Recoveries. Aber dennoch stellen vor allem die ersten 1:30 Minuten eine klare Besonderheit dar, die dem Album aber sehr gut tut. Im Refrain drischt es zwar dann doch etwas ein, aber insgesamt ist der Song eine sehr willkommene Abwechslung mit Seele.

„Life Of Crime“ ist vielleicht der unauffälligste Song auf dem Album. Und das, obwohl er eigentlich nichts falsch macht: Interessanter Songaufbau, gut eingesetzte Breaks und gute Melodie. Doch irgendwie fehlt der Aha-Moment, zumindest bis das finale Gitarrensolo einsetzt. Mein persönlicher Favorit auf der Platte ist jedoch der Song „Semi-Eternal Flame / Undo“. Wie der Ttitel schon erahnen lässt, handelt es sich hierbei eigentlich um zwei verflochtende Tracks. Dabei tritt Semi-Eternal Flame befreit und locker aufs Gaspedal, samt gewohnt großartigem Gitarrenspiel von Jussi Ylikoski. Gegen Mitte erwartet einen dann aber nicht etwa ein wie so oft vorher gehörter Break im Song um kurz Luft zu holen, sondern der Übergang zu einem ganz und gar gegensätzlichen. Und so folgt der stärkste Part der Platte. Undo entführt einen geradezu und lässt für zwei Minuten die Welt um sich herum vergessen. Teilweise erinnert der ruhigere, tiefere Gesang von Mikko hier an die Stimme von Weezer-Sänger Rivers Cuomo.

„Lefty“ hätte gut und gerne auch auf First Aid Kit Platz gefunden. Allerdings sagt mir diese verzehrte Stimme/Synthesizer-Geschichte irgendwie nicht ganz zu. So ganz explodieren will der Song einfach nicht, obwohl die Strophe jede Menge Luste auf mehr macht. Das abschließende „Samantha“ ist ein sehr runder Song, der zudem mit einem wunderbaren Solo gegen Mitte aufwartet. Sicherlich sind die beiden letzten Tracks nicht unbedingt die stärksten auf dem Album, aber lassen dennoch einen schönen Ausklung zu. Doch dann will man mehr.

Urteil: 4,0 von 5,0 Sternen

Mehr gibt es aber leider nicht. Das ist sicherlich auch ein wenig der Grund, weshalb eine bessere Bewertung dann doch nicht drin ist. Dennoch überzeugt „Die Insel“, nicht zuletzt aufgrund der Vielfältigkeit und Rundheit der Songs. Da steckt Struktur und liebe fürs Detail drin. Ich jedenfall freue mich schon sehr auf den Oktober, wo ich Disco Ensemble definitiv zum zweiten Mal live erlebe (s. Liste unten), was ich euch wärmstens empfehlen kann. Bis Ende Juni ist übrigens die Album-Release Show vom 29.05. in Tavastialla online zu sehen.

Zuvor von Disco Ensemble rezensiert: First Aid Kid (2006).

Disco Ensemble Promo

Tourdaten (D-A-CH):
Jun 05 Nürburgring, Rock am Ring, Germany
Jun 06 Nürnberg, Rock im Park, Germany
Jul 02 Twistringen, Re-Load Festival, Germany
Jul 16 Wiesen, Forestglade Festival, Austria
Jul 17 Eching bei München, Sonnenrot Festival, Germany
Aug 07 Haren, Rüt´n´Rock Open-Air, Germany
Sep 05 Saarbrucken, Garage, Germany
Sep 06 Wiesbaden, Schlachthof, Germany
Sep 07 Cologne, Luxor, Germany
Sep 08 Münster, Café Sputnik, Germany
Sep 09 Weinheim, Café Central, Germany
Sep 10 Freiburg, Jazzhaus, Germany
Sep 23 Luzern, Bar59, Switzerland
Sep 24 Solothurn, Kofmehl, Switzerland
Sep 25 Laufen, Biomill, Switzerland
Oct 01 Berlin, Postbahnhof, Germany
Oct 02 Schweinfurt, Alter Stattbahnhof, Germany
Oct 03 Stuttgart, Die Röhre, Germany
Oct 04 Munich, 59:1, Germany
Oct 05 Hannover, Musikzentrum, Germany
Oct 06 Hamburg, Logo, Germany

Disco Ensemble – So Cold live @ Ruisrock 4.7.2009:

Ein Kommentar

  1. Pingback: 2010: Best Of Music | LangweileDich.net

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