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Im Test: DVB-T2 HD mit freenet TV

Mein Stopmotion-Video zum neuen Standard

Autor: Maik MedienTechnik
22.11.16 - 12:40
MedienTechnik
Autor: Maik | 22.11.16 - 12:40

Kennt ihr noch DVB-T? Dieses stiefmütterliche Stück Fernsehgeschichte wird eingestellt. Ab März 2017 ist über die alten Antennen nichts mehr zu sehen. Dafür geht es der schwammigen Bildqualität und Programmbegrenzung an den Kragen! Denn mit „DVB-T2 HD“ steht der moderne Nachfolger in den Startlöchern und will TV-Deutschland als kostengünstige Alternative erobern.

Ich habe für euch freenet TV von mobilcom-debitel getestet. Aber nicht nur das: Auch ein kleines aber feines Stopmotion-Video ist bei der Auseinandersetzung mit dem neuen System entstanden. Und ich finde, das ist gar nicht mal so uncool geworden…

Im Folgenden möchte ich euch noch meine Erfahrung bei der Nutzung mitteilen und zunächst etwas detaillierter auf den gerade in kreativer Kurzform gesehenen Schritt der Einrichtung eingehen.

Einfacher Aufbau

Ja, auch wenn es sich heutzutage deutlich hipper anhört – „DVB-T“ steht noch immer für „Digital Video Broadcasting – Terrestrial“, also terrestrisches Fernsehen. Mit der Zimmerantenne auf der Röhrenmöhre hatte es damals begonnen, heute sieht das deutlich kleiner und vor allem stylischer aus. Und ist im Handumdrehen an den modernen Fernseher angeschlossen.

Im Test: DVB-T2 HD mit freenet TV freenet-tv_02

Eigentlich ist es wie im Video – Antenne und Receiver an den Strom, miteinander und mit dem Fernseher verbinden – fertig. Ich bin mit meiner „schau erstmal nicht in die Anleitung und mach einfach!“-Taktik erstaunlich gut gefahren und hatte binnen weniger Minuten (okay, die ganzen Fotos in der Zwischenzeit abgezogen…) den Startbildschirm auf meinem Fernseher. Durch die automatische Programmsuche lief dann auch binnen weniger Minuten das erste Live-TV-Bild – eine Zusammenfassung des gestrigen Fußballspiels, das mein BVB natürlich gewonnen hat. Ein gutes Zeichen!

Die Bedienung ist recht intuitiv, die Fernbedienung ist vielleicht etwas groß, liegt aber gut in der Hand und der Receiver ist schön klein und kompakt. Ebenso die kleine Zimmerantenne, bei der ich überrascht war, dass ich sie zwischen Kartons und in der Mitte des Raumes haben konnte und sie dennoch ein Signal bekam. Dennoch versuchte ich es mal wie in guten alten Zeiten mit der „Fensterbrett-Taktik“. Doch leider wollten es einfach nicht mehr als 12 Programme werden…

Signal prüfen!

Das liegt tatsächlich an Augsburg. Online könnt ihr beim Empfangscheck sicher gehen, dass DVB-T2 HD auch bei euch läuft – und wie gut. Dachte ich nämlich erst, dass Augsburg ja im grünen Bereich liegt, merkte ich nach dem Hinauszoomen schnell, dass es drei Grün-Stufen gibt – und ich die schwächste hatte. Testet also am besten selbst, welche Qualität bei euch aktuell ankommt. Das Netz wird aktuell akut ausgebaut, so dass sich die Reichweite noch ändern wird. Teilweise kann zudem eine stärkere Außenantenne Abhilfe schaffen.

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So fühlte ich mich dann doch ein bisschen an meine früheren DVB-T-Erfahrungen zu Studienzeiten erinnert. Es gab so Orte, da bekam man kein Kabel rein und durfte keine Satelliten-Schüssel aufstellen (oder konnte DEN Winkel nicht bekommen). Also hat man damals die „kleine“ Variante genutzt. Ein paar öffentlich-rechtliche Programme? Besser als Nichts… Heute ist das (zum Glück) anders.

Bildqualität und Programme

Denn eigentlich sollen es über 40 Programme zur Zeit sein – sechs davon in HD-Qualität. Welche Sender aktuell bereits verfügbar sind und in naher Zukunft dazu kommen, könnt ihr der Programmliste entnehmen. Bis März sind sämtliche Sender kostenlos sehbar, danach noch bis Juni, wenn ihr euch für freenet TV entscheidet. Denn die ersten drei Monate der sonst jeweils anfallenden 5,75 Euro entfallen bei Buchung. Die Hardware liegt übrigens wie folgt im Bezahlungs-Rennen:

– freenet TV CI+ Modul: 79,99 Euro
– Strong Box SRT 8540 (HDTV Receiver): 59,99 Euro
– Strong Zimmerantenne SRT ANT 30: 14,99 Euro

Dafür gibt es dann aber auch richtiges Full HD mit progressivem 1080p50-Bild. Oder auch „knackscharf“, wie mobilcom-debitel es selbst betitelt. Das fand ich tatsächlich sehr sehenswert und hatte mich zunächst über den fehlenden „HD“-Schriftzug gewundert. Der fehlt tatsächlich aktuell noch (ab März wird er dann mit eingeblendet). So habt ihr sogar noch mehr hochauflösende Bildfläche als über die klassischen Wege!

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Fazit

Grundsätzlich ist freenet TV eine absolute Alternative für den bewussten Fernseh-Zuschauer. Wer keine 300 Programme benötigt, sich die höheren Kabel-Gebühren sparen möchte oder einfach nur eine mobile TV-Variante sucht, ist hier richtig. Solange das Signal mitspielt. Wenn das der Fall ist, kann man sich neben der „klassischen“ terrestrischen Programme auch auf Apps und Mediatheken freuen, so dass man selbst aus einer alten Röhrenmöhre so etwas wie einen Smart TV machen kann. Wäre nur schade um das eigentlich knackscharfe HD-Bild… Und wer das über Satellit bei den Privaten haben möchte, muss ja auch seine 5 Euro im Monat zusätzlich zahlen. Da sind die 5,75 Euro pro Monat bei ab nächstem Jahr immerhin 12 privaten Full-HD-Signalen durchaus in Ordnung.

Alle Informationen zu freenet TV erhaltet ihr auf der Website von mobilcom-debitel und natürlich empfangt ihr auch bei Facebook ein 1A-Signal in allerbester Qualität.

Im Test: DVB-T2 HD mit freenet TV freenet-tv_05

Mit freundlicher Unterstützung von mobilcom-debitel.

Ein Kommentar

  1. Mirso says:

    Als ich von DVB-T umstieg, um in den Genuss von HD-Fernsehen zu kommen, entschied ich mich für Satellitenempfang … konsequent dabei auf „Angebote“ der Privaten verzichtend. Das Grauen kann ich – falls es wirklich einmal Not tut – auch prima in Standardauflösung schauen. Im Ernst: Zahlen, damit ich mir die Werbung in HD anschauen darf? Zahlen dafür, dass man mir vorschreibe, was ich wie lange auf meiner Festplatte aufnehmen darf und anschauen darf? Ja und dann noch zahlen dafür, dass das schnelle Vorspurlen bei Werbeblöcken blockiert ist? Schönen Dank fürs „Angebot“, liebe Privaten. Dann kauf ich mir lieber Filme, die laufen dann auch in HD und ohne nervige Unterbrechungen.

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