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Mein Wohnzimmer wird smart – Teil 3: Fazit

Telekom Smart Home für Licht und Heizung

LifestyleTechnik
Autor: Maik | 11.03.16 - 10:00
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„Mal schauen, ob ich jetzt auch von hier aus das Licht anmachen und meine Freundin ärgern kann… Jau, geht!“ ist einer der Sätze, die ich in letzter Zeit auf Reisen des Öfteren genutzt habe. Ob Hamburg, Hannover oder sonst wo – stets habe ich getestet, ob „Smart Home“ auch außerhalb des Homes geht. Wunderbar tut es das, so dass ich nach nunmehr rund drei Wochen zum Abschluss meines kleinen Technik-Tests gelangen kann. Nach Installation und Konfiguration folgt heute Teil 3 – mein ganz persönliches Fazit.

Was kann Smart Home, was kann es nicht? Was sollte anders sein, was unbedingt so bleiben? Und wie viele Apps braucht es, um eine Glühbirne anzumachen? Antworten auf fast all diese Fragen gibt es in den folgenden überaus smarten Wortbauten zu lesen.


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Das Testmaterial

Noch einmal zur Erinnerung: Die Deutsche Telekom hat mir ein pickepackevolles Testpaket voll smarter Dinge für unser Wohnzimmer geschickt.

Home Base
Zwischenstecker (2x)
Philips Hue Iris Strahler-Lampe
Philips Hue Starterset (3 Birnen & Bridge)
Bewegungsmelder innen
Wandtaster
Wandthermostat
Heizkörperthermostat (4x)

All das ist mittlerweile verbaut und lässt unser Wohnzimmer wie die Brücke der Enterprise aussehen. Wobei – so richtig viel sehen kann man gar nicht davon, was ich durchaus begrüße. Klar, die Thermostate an den Heizungskörpern sind jetzt so „Apple-fancy“ mit ihrem modern-weißen Look und ein Schalter sowie ein Wandthermostat sind dazu gekommen – ansonsten sieht auf den ersten Blick aber alles wie immer aus.

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Ist es aber nicht. Alles vernetzt, miteinander vereint und zentral via App steuerbar. Von Überall. Solange Internet vorhanden ist (was verdammt nochmal überall sein sollte!).

Die Nutzungsweise

Auf den ersten Blick erscheint es vielleicht blödsinnig, wenn ich euch erzähle, wie ich auf unserem Sofa sitze und Freunden zeige, dass ich nach Herauskramen meines Handys, auffinden der App, Laden selbiger und einigen Tipps und Taps und Swipes die Lampe anmachen kann, deren Schalter sich zwei Meter neben mir befindet. Was bei Neunjährigen als verdammt guter Zaubertrick durchgehen mag, wirkt hier wie überflüssige Gentrifizierung eines Wohnzimmers, indem gute alte Analogbauten durch digitale Monster-Zentren ersetzt werden sollen. ABER wenn ich anfange mit Dimmung und Änderung des Farbtons der Glühbirnen zu spielen oder demonstriere, wie ich im Nu eine neue Programmierung auf den Hauptschalter gelegt habe, der mit einem Knopfdruck ALLE Lampen im Raum an oder ausgehen lässt, steht „MAGIE“ in ihren kindlichen Augen geschrieben.

Und genau das ist der Vorteil von Smart Home. Klar, ich kann auch per pedes zur Heizung gehen und sie hochdrehen oder händisch die Ecklampe anmachen, aber zum einen will ich das gar nicht immer (ich bin eben faul), zum anderen bin ich auch manchmal nicht da. Zeit für Beispiele.

An einem verschneiten Wintersonntag aufwachen und gar nicht erst die eigene Bettdecke vor lauter Kälte verlassen wollen. Kein Problem: Heizung boosten lassen und es wird warm. Noch besser: An einem verschneiten Winterarbeitstag vom Wecker geweckt werden und ins kalte Bad müssen. Kein Problem: Die Heizung so einstellen, dass sie an verschneiten Winterarbeitstagen automatisch fünf Minuten vor deinem doofen Wecker angeht und alles ist wohltemperiert, wen du aufstehst.

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Okay, jetzt ist ja quasi schon Sommer – wer braucht da schon Heizungen in unseren tropischen Gefilden? Aber Licht, das ist wichtig. Zum Beispiel, wenn ihr mal im Urlaub seid aber die Einbrecher der Nachbarschaft denken sollen, ihr seid da. Anstatt eine Lampe die komplette Zeit (also auch tagsüber) an zu lassen, könnt ihr sie einfach timen. Jeden Tag ab 19 Uhr soll sie einige Zeit leuchten, dann wieder nicht, dann wieder – wie ihr mögt. Auch cool: Die Musikanlage timen, dass das Radio immer mal angeht, oder der Fernseher. Lasst eurer Kreativität freien Lauf!

Gerade das Herumspielen mit den Situationen und Verkettungen hat mir riesigen Spaß gemacht. Ob das nun immer so sinnvoll und „smart“ ist, wenn der Bewegungsmelder die Steckdose aktiviert, die den Toaster scharfstellt, sei dahingestellt – aber es macht Laune. Und wenn es nur zum Reinlegen der Freundin oder einen Partyspaß ist. Aber eben auch optional ein echtes Sicherheits-Feature, das euch Bescheid gibt, wenn eine Bewegung im eigentlich leeren Zuhause registriert wurde. Gerade mit den (nicht von mir getesteten) Smart Home-Sicherheitsgeräten wie Kameras, Sirenen oder auch Tür-/Fensterkontakten lässt sich um einiges sicherer auswärtig schlafen.

Nachteile: Einrichtung und Kosten

Wie bereits in den ersten Beiträgen angedeutet ist die Einrichtung und vor allem Verknüpfung der Geräte nicht immer intuitiv geraten. Hier habe ich aber ja für euch bereits gegen Irrtümer und Anleitungssackgassen gekämpft, so dass ihr einfach im Kopf behalten müsst, dass die App King ist und Situationen der Schlüssel zum Erfolg. Die Details in den Anleitungen der Hardware könnt ihr getrost ignorieren. Einzig nachhaltiger Wermutstropfen ist die Tatsache, dass die Drittanbieter-Produkte nicht im Rahmen der am Router angeschlossenen Home Base ins Heimnetz integriert werden können, sondern einen eigenen Hub mitbringen (Philips). Das ist noch nicht wirklich smart, könnte aber ja in Zukunft ggf. über ein Software-Update behoben werden.

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Außerdem muss ich gestehen, dass ich etwas erstaunt darüber war, dass nicht nur die Gerätschaften etwas kosten, sondern auch die Nutzung der App selbst – und zwar nicht einmalig, sondern auf Monatsbasis. 4,95 Euro muss man monatlich für die Nutzung der App zahlen, will man die technischen Möglichkeiten vollends ausnutzen. Und das auch nur, wenn man die Home Base und Technik bereits besitzt, ansonsten werden im Rahmen von Vorteilspaketen zunächst 2 Jahre lang 9,95 € monatlich fällig, um die Einsteiger-Pakete zu subventionieren. Das lohnt sich für Einsteiger dennoch absolut, da man für die rund 120€ mehr über die Laufzeit Hardware im Rahmen von 220-230 Euro erhält, dennoch sind es laufende Kosten.

Fair ist dagegen, dass beim normalen Preis eine monatliche Kündigung möglich ist. Aber 5 Euro pro Monat zahle ich bspw. auch für mein HD-Fernsehen, was ich als deutlich größere Bereicherung meines Alltags und dessen Qualität ansehe. Mag sein, dass es bei einem total vernetzten Haus nicht mehr auf den Fünfer im Monat ankommt, aber ich finde es tatsächlich etwas zu hoch, wenn es denn überhaupt eingenommen werden muss. Bspw. fände ich es einen guten Schachzug der Telekom, die ja bewusst mit Zentralisierung von Diensten (Stichwort „Magenta Eins„) wirbt, Langzeitkunden im Mobile- und DSL-Vertrag auch den Smart Home Dienst gratis hinzuzugeben. Und 1-2 Euro im Monat würden es doch sicherlich auch tun (oder eben Gratis-App und Zuzahlungen bei Bonus-Leistungen, etc.).

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Abschließende Einschätzung

Aber bis auf die Kosten und ein, zwei Wackler in der technischen Konfiguration bin ich sehr positiv überrascht vom Smart Home-System. Mittlerweile überlegen wir schon, wie wir es zukünftig weiter ausbauen wollen, damit eben nicht nur das Wohnzimmer smart ist. Gerade die Sicherheits-Komponenten und die Möglichkeit, die gesamte Wohnung zum Beispiel wärmetechnisch steuern zu können, haben es mir angetan. Aber zunächst freue ich mich über ein Stück mehr Modernität im Haushalt.

Sicherlich MUSS man so etwas nicht haben, aber am Ende kann sogar unter Einsatz der Smart Home-Situationen Geld eingespart werden. Heizung läuft nur dann, wenn sie soll, Licht leuchtet nur dann, wenn es soll, Energie kommt nur dann zum Einsatz, wenn sie soll. Man muss es eben nur smart justieren. Und wenn nebenbei noch etwas Sicherheit und Spaß abfallen – why not?!

Weitere Informationen zum Angebot der Deutschen Telekom findet ihr unter SmartHome.de sowie auch regelmäßig auf der Fanpage von Telekom erleben. Ich bastel mir derweil noch ein paar neue Situationen…

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Mit freundlicher Unterstützung der Telekom.

5 Kommentare

  1. Maya says:

    Da muss ich dir zustimmen. Vor allem die wärme- und lichttechnischen Bereiche sind sehr interessant, aber bis ich das Geld eingespart habe, was die Anschaffung bzw. Nutzung erstmal kostet, geht ganz schön viel Zeit ins Land… Schade. Ansonsten sehr interessante Sache!

    • Maik says:

      Der Vorteil ist, dass man sich das ja Bausteine-mäßig zusammen stellen kann. Erstmal mit ein, zwei Schaltern oder den Heizungen starten, bei Gefallen ausbauen.

  2. Fabienne says:

    …. und es geht ja nicht nur um dein eigenen Geldbeutel ! Ist natürlich ein wichtiges Argument keine Frage. das Thema NACHHALTIGKEIT steht bei mir komplett im Fokus :-) Guter Artikel und ich habe mich auch schon durch den letzen Artikel inspirieren lassen. Jetzt kann ich sage: Ich werde wohl meinen Samstag Nachmittags Shopping Trip um einen Besuch in einem Telekom Geschäft erweitern . schauen wir mal

  3. Steffen says:

    Guter Artikel. Danke! Habe im WDR jedoch einen Bericht gehört, in dem der Autor ganz klar von derlei Technik abrät, zumindest derzeit noch, da die Sicherheit der Systeme, sprich Progammierung, wohl noch unter aller Kanone sei. Hab selber ja keine Checke von sowas, aber fand ich ein wichtiges Argument. Und die Sache mit den Einbrechern: Mal ehrlich, die sind doch auch nicht blöd. Die kriegen schnell gepeilt, ob in dem Haus/Wohnung wirklich was abgeht oder nicht. Mal ne Viertel Stunde beobachten, oder 2-3x vorbeischauen. Stell ich mir zumindest so vor. Spannend finde ich die Technik aber in Hinblick auf Energiesteuerung/-einsparung. Ansonsten sollte man schon aufpassen, dass das Leben nicht völlig „durch-appt“ wird. Mal in nen kühles Badezimmer treten, Klobrille nicht vorgewärmt, meine Güte, wo kommen wir denn da noch hin?! Hab manchmal den Eindruck einige Leute wissen erst ob ihr Puls noch schlägt wenn sie in den Fitness- und Vitaldaten nachgeguckt haben.

    • Maik says:

      Sicherheitslücken wären bei einem solchen System, das auch auf Sicherheitsfeatures basiert, natürlich ungünstig. Ich kann da allerdings auch keine signifikante Einschätzung abgeben, da im Detail technisch zu wenig drin. In Sachen Einbrecher mag das sicherlich auf einige zutreffen, aber die herum streunende „Spontantäter“ kann es schon helfen. Und ja, „durch-appen“ sollte natürlich seine Grenzen haben, muss aber jeder selbst wissen. Manchmal erleichtert es ja auch wirklich. :)

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Ich bin Maik Zehrfeld und habe diesen Blog 2006 aus Langeweile heraus gegen die Langeweile gegründet. Mittlerweile stellt LangweileDich.net eine Bastion der guten Laune dar, die nicht nur Langeweile vertreiben sondern auch nachhaltig inspirieren will. Gute Unterhaltung!

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