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Mit dem Blogger-Bulli zum #FirestoneMusicTour-Halt

So war unser Roadtrip zum Hurricane Festival

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Wow. Genau(!) fünf Jahre ist es bereits her, dass ich das letzte mal auf dem Hurrican Festival war. Damals trug ich noch Brille, die Bilder im Blog waren deutlich kleiner und es hat geregnet. Viel zu lang ist es her, daher habe ich mich sehr gefreut, dass Firestone mich dieses Jahr zum musikalischen Highlight nach Scheeßel geladen hat. Aber nicht einfach so: Es ging mit Stil per Roadtrip in die nordische Pampa. Und eines war wie „damals“: Regen. Überraschung.

Der Roadtrip

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Mit einem wunderschönen alten VW Bulli ging es von Hamburg aus los. Wenige Zentimeter Stahl zwischen sich und der Straße, ein Heidenlärm aus dem Motorraum und ein steter Windzug, der zwischen den Fugen Einzug hält – und doch möchte man mit niemandem tauschen. Ja, das war mitnichten Reisen im luxusverwöhnten Stil der heutigen Zeit, aber genau das hat den Charme ausgemacht, mit diesem schicken Retrogeführt über die Straßen gefahren zu werden. Oder kurz: geile Kiste!

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Mit Line von WIHEL, Marius von Mit Vergnügen Hamburg und Lina Mallon habe ich die butterweichen Ledersitze geteilt und in verträumten Dörfchen regelmäßig Halt gemacht, um Fotos zu schießen. Die Chance musste ja genutzt werden, denn leider war der Wagen nach zweieinhalb Stunden auch schon wieder weg. Aber so schön der Weg auch war – das Ziel war ja nun auch nicht so verkehrt.

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Hurricane 2017 – Tag 1

In einem Hotel nahe des Heideparks in Soltau sind wir für das Wochenende untergekommen. Ankunft Freitagmittag, Abfahrt des Shuttles zum Festivalgelände in Scheeßel kurze Zeit später. Leider hat der Fahrer nicht nur Scooter auf der Fahrt durch die Boxen gehämmert, sondern auch das Gelände von der falschen Seite angefahren. Kann passieren, hat uns aber leider die Chance genommen, zum ersten Mal endlich Danko Jones live erleben zu können. Trotz eingelegtem Sprint über den vom tags zuvor herunter gebrochenen Unwetter aufgeweichten Boden konnten wir nur noch ein paar Kabelträger beim Aufräumen beobachten. Menno.

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Aber an Alternativprogramm mangelte es ja zum Glück nicht. Erster Halt: das Zelt. Dort spielte die bessere Hälfte von Joko Winterscheidt mit seiner Band Gloria für rund 45 Minuten. Neben der Tatsache, dass ich dank suboptimalem Standplatz lediglich eine Säule habe singen sehen, war vor allem unglücklich, dass Klaas gerade „Jetzt kommt unser letzter Song!“ gesagt hatte, als man ihm steckte, dass die Zeit rum ist. „Dann war das wohl gerade unser letzter. Tschüss!“. Tjoa. Dazu sind seine Stimme und die Musik nicht wirklich fürs Festival gemacht – lieber die Platte alleine im Sessel daheim anhören.

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Immerhin konnten wir noch den Abschlusssong von Frank Turner anschauen, ehe es zum Set von Boy ging. Gewohnt märchenhaft dargebotene Musik zum Runterkommen. War der Tag bis dahin dank frühem Aufstehen um 6 Uhr, der Anreise aus Berlin und den Busfahrten doch recht hektisch und mental anstrengend, konnten wir durchschnaufen und sind angekommen. Passend dazu gab es noch ein für uns gewaltiges Loch im Timetable, so dass wir zu Klängen von Milky Chance in Ruhe futtern und unser weiteres Programm planen konnten.

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Das sah natürlich abends den ersten Headliner vor: Green Day. Hatte ich zuvor noch nie live erlebt und mich entsprechend drauf gefreut (auch wenn ich das letzte Album mehr so semi-toll fand). Die Klassiker mal live zu erleben war auch absolut klasse und man kann nicht wirklich behaupten, die Jungs hätten keine Riesenshow abgeliefert. Im Gegenteil: Das war mir schon deutlich zu viel Show. Ständige Nachsing-Passagen, Leute auf der Bühne, eingeworfene Cover-Medleys, und, und, und – überchoreografierter Showstil im typischen USA-Kleid. Da hätte ich mich mehr gefreut, wenn zur Abwechslung einfach mal ein Song von Anfang bis Ende durchgespielt worden wäre. Auf Mitklatschen und „Heeeeeeee-yo!“-Rufen hatte ich nach einer halben Stunde keine Lust mehr. Schade.

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Dennoch war es ein gelungener erster Tag mit größtenteils gutem Wetter. Erst am Abend musste dann der Pac-Man-Überzug herhalten und hat für Geisterstimmung gesorgt. Die Schuhe waren aber sogar so sauber und trocken, dass sie am nächsten Tag nochmal ran konnten. Wunder gibt es immer wieder…

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Hurricane 2017 – Tag 2

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Da es nachts und vormittags ordentlich geschüttet hatte, mussten dann aber doch die (überaus coolen und von allen Seiten bewunderten!) Überzieher im Chucks-Stil her. Darin habe ich dann tatsächlich 11,5 Stunden verbracht. Ein langer Festivaltag mit einigen Highlights. Zunächst ging es aber zum Stand von Firestone, die nicht einfach „nur“ Blogger-Chauffeur gespielt haben, sondern Hauptsponsor des Festivals waren. Im Zuge der Firestone Music Tour wurden nicht nur etliche coole Acts beim Hurricane 2017 und anderen Festivals europaweit präsentiert, es gab auch einen Stand, bei dem Besucher in einem weiteren restaurierten Bulli „car-aoke“ singen oder beim Raddreh-Automaten coole Sachen gewinnen konnten.

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Nebst Unterhaltungsprogramm gab es auf dem Festivalgelände natürlich auch wieder eine reich(=fett)haltige Auswahl an überteuerten Köstlichkeiten. Nicht einmal ansatzweise konnte ich alles essen, was ich gerne gegessen hätte, aber ich habe mein Bestes versucht und ordentlich Grundlage dafür geschaffen, dass Kalorien abgetanzt werden mussten.

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Aber zurück zur Musik! Gerade noch haben wir es zum Set von Nothing But Thieves geschafft, die eine ordentliche Show zu viel zu früher Stunde abgeliefert haben. Nach ein paar schönen Klängen von Passenger ging es rüber zu Jimmy Eat World, die ich auch noch nicht gesehen hatte (und mich wunderte, wieso die bereits nachmittags eingeteilt wurden). Jedenfalls könnt ihr die Jungs in der kongenial eingefangen Spiegelung in meiner Sonnenbrille sehen, wenn ihr verdammt gut Pixel abstrahieren könnt. Dieser Auftritt gehört jedenfalls definitiv zu meinen Highlights dieses Festivals!

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Ein weiteres hört auf den Namen Maxïmo Park. Da die Briten die Lieblingsband meines Lieblingsmädchens sind, habe ich sie in den letzten Jahren einige Male zu sehen bekommen, aber immer wieder ist es ein Erlebnis, das viel zu wenig Besucher hat. Viel zu schnell war es dann auch vorbei mit der Musik und dem freudigen Heu-Werfen. Das wurde vormittags vor der Bühne ausgelegt, um dem drohenden Matschboden entgegen zu wirken. Da größtenteils trocken blieb, wurde es zum Konfetti-Ersatz umfunktioniert.

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Auch gesehen an Tag 2: Heisskalt, die gewohnt kraftvoll performt haben. Joris, der ein bisschen viel mit dem Händen in der Luft herum gefuchtelt und sich im Reggae versucht hat. Und Lorde, die so wunderschön und toll und ehrlich geflasht und Herzchen-Herzchen ist… Ne, bei ihr hat der aufgesetzt wirkende Smalltalk zwischen den Tracks ungemein genervt und konnte nur dadurch übertroffen werden, dass die werte Dame anscheinend keinen ihrer Refrains einfach alleine live singt, sondern stets von eingespielten Backings ihrer Stimme unterstützt hinlegt, damit sie auch einfach mal eine Zeile auslassen kann, wenn ihr gerade nicht danach ist, weil sie von der wunderschönen Landschaft und dem noch tolleren Publikum abgelenkt ist. Mir ist es noch immer ein Rätsel, weshalb so viele Leute von diesem Auftritt angetan waren. Naja, Geschmack und so.

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Ein schlimmes Kapitel hat sich dann aufgetan. Eine weitere Band, die ich leider noch nie zu sehen bekam und mich darauf freute: Linkin Park. 2000 wurden die Jungs von mir als Lieblingsband gekürt und haben somit The Offspring damals abgelöst und einige Jahre mein musikalisches Treiben bestimmt. Alleine der Gedanke daran, dass Leute, die in dem Jahr geboren wurden, nun beinahe volljährig sind… – lassen wir das. Jedenfalls habe ich verkannt, wie sehr die Band diesen Wurzeln mittlerweile entwachsen ist. Klar, das aktuelle Album ist eine gänzliche Zumutung (s. Kurzreview dazu), da war mir klar, dass vermutlich zwei bis drei Tracks Ausfälle werden. Nicht gedacht habe ich jedoch daran, dass immer, wenn ich einzelne Songs auf anderen sonst eher dem Mainstream verfallenen Platten verteidigt hatte, diese in den seltensten Fällen Single-Auskopplungen waren. Also wurden sie auch nicht gespielt. Und so habe ich mich nach einer halben Stunde nicht mehr darüber geärgert, dass wir schlecht stehen und der Sound mau ist, nach einer Stunde daran verzweifelt, dass bislang meiner Ansicht nach erst zwei Songs gespielt wurden (und eine aufgeweichte Seier-Variante von „Crawling“), am Ende dessen, was wir mitgesehen haben, wollte mein 14-jähriges Ich mir in die Eier treten, weshalb ich die Band nicht einfach vor 10-15 Jahren gesehen habe. Die letzten Songs waren dann zum Glück doch noch viel aus alten Zeiten und ich war überrascht darüber, wie (einigermaßen) gut ich die Texte dann doch noch mitsingen konnte, aber enttäuscht war ich schon ein bisschen. Über die Band aber vor allem über mich, dass ich endlich vor meiner einstigen Lieblingsband stand und es schlicht nicht genießen konnte, sondern kopfschüttelnd (nicht hoch und runter, sondern von links nach rechts) dort stand und mir eingestehen musste, dass das nicht mehr meins ist. Hach…

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Abfahrt

Hö, wieso heißt die Zwüberschrift nicht „Tag 3“?! Leider ging es Sonntagmittag bereits wieder nach Berlin. Wir hatten uns bereits im Vorfeld darauf eingestellt, leider Casper als dritten Headliner nicht zu sehen zu bekommen, da wir Montag wieder arbeiten mussten, doch aufgrund von Transport-Problemen haben wir es leider gar nicht zum Festival (bzw. nicht mehr zurück) geschafft. Hatten wir uns nach und nach von eigentlich zu sehenden Acts wie LP oder Wolfmother verabschiedet, viel mir diese kurzfristige Entwicklung vor allem schwer, weil wir so nicht meine Lieblingsband Disco Ensemble schauen konnten, obwohl sie bereits mittags spielten. Echt schade, da wir uns so darüber gefreut hatten, dass sowohl die Lieblingsband meines Lieblingsmädchens als auch meine beim selben Festival spielen.

So hatte der Sonntag dann doch einen faden Beigeschmack, den wir ärgernd im Zug verbracht haben, dass wir nicht doch irgendwie versucht haben, bis Montag zu bleiben. Aber man kann es halt nicht ändern, so konnten wir wenigstens einige ausruhende Stunden auf dem Sofa verbringen, Kräfte sparen und Sushi bestellen. Hat ja auch was für sich.

Danke jedenfalls noch einmal an Firestone für die Einladung und den coolen Roadtrip. Hoffentlich dauert es nicht wieder fünf Jahre bis zum nächsten Hurricane Festival für uns.

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Mit freundlicher Unterstützung von Firestone.

Ein Kommentar

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