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Wenn irgendwas mit 2 Schlägen losgeht

Rainer Wahnsinn: O’zapft is!

oktoberfest

Der raine Wahnsinn hat wieder begonnen, das Oktoberfest in München. 17 Tage Ausnahmezustand für alle Beteiligten. Besucher, Wirte, Anwohner und wer denkt an die armen Tiere auf der Landwirtschaftsausstellung? Selbst für mich als Bayer und Wiesn-Fan ist es gar nicht so leicht, zu beschreiben, was so toll daran sein soll, wenn sich zigtausende Menschen in überfüllten Zelten treffen, um zu saufen.

Das geht ja auch das ganze restliche Jahr über – billiger, weniger stressig und ohne Tracht. Es ist nicht das „Event“ an sich, auch wenn das Selfie in Lederhosen oder Dirndl mit Maßkrug ein Likes-Garant ist. Für mich ist es immer eine Momentaufnahme der Bevölkerung unter Extrembedingungen. Man kann alles beobachten: Menschen, die sich näher kommen, Pärchen, die sich trennen. Männer, die sich in den Armen liegen und Frauen, die sich prügeln. Rentner, die sich ein halbes Bio-Hendl für knapp 20 € schmecken lassen und Jugendliche, bei denen als Letztes noch der Polohemdkragen steht und die dabei am Seufzer-Hügel neben ihrer Kotze schlafen. Möchtegernbegatter, die Türsteher bestechen und Millionärsgattinen, die Rassisten erstechen.

Für ausländische Gäste muss es unbegreiflich sein, wie man zu brutal schrecklicher Musik auf den Bänken stehen und 1 Liter (ok, es sind ja meist nur 0,75…) Bier auf Ex trinken kann. Was übrigens verboten ist – also das Exen, leider nicht die Musik. Wobei es da seit ein paar Jahren auch eine Regelung gibt: Bis 18 Uhr nur traditionelle Blasmusik und keine Ballermann-Hits. In manchen Zelten wird so eine Art Katzenstreu unter den Tischen verteilt, um diverse (Körper-)Flüssigkeiten aufzusaugen und am Abend besser gereinigt werden zu können. Nur konsequent, wenn die Band Helene Fischer und DJ Ötzi spielen darf.

Das Oktoberfest ist Deutschlands größtes Camp für Realitätsflüchtlinge. Ganz ohne Obergrenze, aber dafür zum ersten Mal mit Grenzzaun. Zur Sicherheit. Seehofer war auch schon da und hat kein Ultimatum gestellt. Man muss es erlebt haben, denn there are no words to explain that… it is so f***n awesome!

(Bild: Oktoberfest.de auf FB)

Moderator Rainer Maria Jilg (Website) aus München schreibt regelmäßig über Dinge, die ihn bewegen und schenkt Einblicke in seinen beruflichen Alltag.

Ein Kommentar

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