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Review: „Laysara: Summit Kingdom“

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Vor gut einem Jahr hatte ich die Demoversion noch angepriesen, jetzt wurde das vielversprechende gebirgliche Aufbaustrategiespiel „Laysara: Summit Kingdom“ als Early-Access-Version veröffentlicht. Den Trailer zum Überraschung-Vor-Launch gab es bereits in den letzten „Kleinigkeiten“ zu sehen, ich habe die vergangenen Tage die eine oder andere Stunde auf inspirierenden Gipfeln verbracht und möchte euch in diesem Review meinen Ersteindruck vom Spiel vermitteln. Soviel sei vorab verraten: Dass lediglich drei Leute vom Indie-Studio Quite OK Games an dem Titel gearbeitet haben sollen, mag man beim Anblick des Spieles nicht glauben können.

Worum geht es im Spiel?

„Laysara: Summit Kingdom“ ist im Grunde genommen ein Vertreter des klassischen Aufbaustrategie-Genres, nur dass in die Höhe gebaut wird – auf Bergen. Dabei werden Charakteristika diverser Himalaya-Völker in einer Gesellschaft vermengt, die man sukzessive ausbaut, mit dem Ziel, einen erlösenden Tempel auf dem Gipfel zu errichten.

Laysara: Summit Kingdom is a challenging city builder focusing on resource management, the economy and surviving despite the inhospitable environment. Build and expand your settlements in the high mountains in either a campaign or sandbox playthrough.

Carefully plan your production chains, trade networks and avalanche survival strategies to satisfy the needs of your citizens (and yaks) and make the Kingdom of Laysara thrive!

„Laysara: Summit Kingdom“ gibt es seit letzter Woche in der Early-Access-Version bei Steam – bis zum 24. April noch zum Einführungspreis von 15,60€ statt der danach geforderten 19,50€ (20% Rabatt).

„Laysara: Summit Kingdom“ im Test

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Zunächst mal hatte ich so meine Probleme dabei, das Spiel auf meinem Sekundärmonitor zum laufen zu bringen. Die Bildschirmauflösung ist zwischendrin immer wieder auf ein kleineres Format gesprungen, was genervt hat, so dass ich von Vollbild auf Fensteransicht gehen musste.

Visuell lässt sich ansonsten aber so gar nicht meckern. Die Berglandschaften sehen klasse aus und es lässt sich wunderbar zoomen – vom Gipfelpanorama bis hin zu Details von Gebäuden, Straßen und Figuren. Denn ja, „Laysara: Summit Kingdom“ hat den berühmt-berüchtigten Wuselfaktor, auch wenn er noch etwas rudimentär erscheint. Wenn dann aber der erste Schneefall einsetzt, ist man spätestens von der schönen Atmosphäre des Spieles eingenommen. Mir gefallen zudem auch kleine grafische Aspekte, was das sich rund anfühlende Aufleveln von Gebäuden oder das automatische Adaptieren von Wegebau sowie das Anbauen angrenzender Flächen. Die ungewohnte Höhendimension bringt zudem genau wie das Überbrücken von Schluchten und Flüssen nicht nur grafisch einen gewissen Reiz, sondern führt auch zu einer notwendigen Zerstückelung der eigenen Siedlung.

Herausforderungen statt Kampagne

Eine klassische Single-Player-Kampagne gibt es bei „Laysara: Summit Kingdom“ noch nicht. Diese soll zum Start der Vollversion dazu kommen. Bereits jetzt kann man aber zwischen vier Schwierigkeitsgraden sowie diversen Berggipfeln auswählen. Hinzu kommen Herausforderungen und ein freier Baumodus. Genug zu tun gibt es also allemal bereits.

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Doch was genau muss man machen? Dabei hilft das Tutorial, das einem anhand erster Ziele und einer Gruppe charakterstarker Figuren sowie einer Prise Humor erklärt, welcher Struktur das Spiel folgt. Man siedelt unterschiedliche Menschengruppen (Bürgerliche, Kaufmenschen oder Gläubige) an und erfüllt ihre Bedürfnisse, um Aufwertungen zu erreichen. Dabei gilt es vor allem, stimmige Strukturen zu erschaffen, die Lebensmittel, Rohstoffe und Glauben an die Punkte bringt, die diese benötigen.

Nach dem guten und kurzweiligen Tutorial geht es dann an einen anderen Berg und auch wenn man sich noch ein bisschen an den aktuellen Zielen entlanghangeln kann, muss man doch einige selbst erlernen, was nicht mehr ganz so schrittweise erfolgt. Ich sollte Bier bereitstellen, was erst einmal im Menü gefunden werden muss. Dort gibt es immerhin einen „Das bringt X zum Y“-Diagramm, an dem man sich orientieren kann, aber viele neue Gebäude kommen auf einmal ins Spiel und nicht immer weiß man, wo man überhaupt genau suchen soll. Und dann kommen da plötzlich Lawinen vom Gipfel runtergerollt…

Eine Frage der Details…

Im Detail wirkt „Laysara: Summit Kingdom“ teilweise noch vertrackt. Um ein meiner Meinung nach wichtiges konkretes Beispiel zu nennen: Mir ist es nicht gelungen, Bauwerke zu drehen. Das macht einem mitunter angedachte Tetris-like Puzzle-Arrangements zunichte und führt zu Frustration. Dafür kann man bereits Gebautes aber versetzen, was sehr praktisch ist. Das muss man vor allem als Anfänger:in des Öfteren, kommen doch immer wieder neue Anforderungen hinzu, denen man gerecht werden möchte. Denn irgendwie fehlt es einem dann irgendwann stets an Platz für all das, was man zu bauen vorhat. Hier kommt dann halt auch zu Tage, dass man an einem Berg mit vielen kleinen Flächen zugange ist. Die schränken gewaltig ein. So bietet sich aber auch ein weiterer strategischer Faktor – zum Beispiel gedeihen bestimmte Dinge auf bestimmten Ebenen des Berges besser oder schlechter.

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Einen interessanten und meiner Meinung nach gelungenen Aspekt bringt das Distanzsystem mit sich, das nicht etwa nach reinem Luftweg-Radius geht, sondern anhand der Wegeslänge berechnet wird. Da kann eine kleine Zustatz-Umgehung schon mal Wunder wirken. Etwas sehr abstrakt ist dagegen das Währungssystem, das sich an zufriedenen Bewohner:innen und deren Spenden orientiert. Wenigstens ist das Bausystem recht vergebend, kann man Gebäude doch auch einfach wieder abreißen, wenn man merkt, dass man sich ein bisschen verhoben hat.

Entspannt oder herausfordernd?

Insgesamt wirkt das Bauen am Berg aber doch erstaunlich entspannend. Zumindest, bis dir einer der Berater:innen sagt, dass man pleite sei. Das kam ein bisschen aus dem Nichts für mich. Vielleicht hätte ich häufiger von der Pausier-Funktion im Geschwindigkeits-Regler Gebrauch machen sollen, wenn ich nach irgendwelchen für das nächste Ziel benötigten Bauwerken gesucht habe. Mir gefällt aber, dass da eine gewisse Herausforderung bei ist und man nicht einfach nur fröhlich vor sich hinbaut. Das wäre ja auch langweilig.

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Außer, man möchte genau das tun! Das ist mit dem Freies-Bauen-Modus möglich. Darin kann man ohne Geldzwang oder andere nervige Außeneinflüsse sein Trau-Szenario bauen. Dabei kann man sogar das Wetter den eigenen Wünschen anpassen und so das Meiste aus dem geplanten Fotomodus rausholen. Wer dann doch lieber eine Challenge braucht, kann die Herausforderungen ausprobieren, die nochmals knackiger als die eigentlichen Hauptlevel sein sollen. Bei meinem naiven Versuch, in kurzer Zeit 300 Yaks auf die Weiden zu bringen, bin ich jedenfalls ziemlich schnell gescheitert.

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Fazit

„Laysara: Summit Kingdom“ liefert Aufbaustrategie, wie ich sie in der Form noch nicht gesehen habe. Auch wenn es sich um eine Early-Access-Version handelt, erscheint mir das Gesamtprodukt schon erfreulich weit was Darstellung und Tiefe anbelangt. Dabei erscheint mir die Komplexität des Aufbausystems weder zu simpel, noch zu überfrachtet. Je nach Gusto kann man am Schwierigkeitsgrad drehen oder sich gar von sämtlichen Beschränkungen freimachen und einfach nur bauen. Look und Feel sind fantastisch, dazu gibt es eine Prise Humor.

Dennoch gibt es noch einige Stellschrauben, an denen gedreht werden sollte. Neben offenkundig fehlenden Inhalten wie die angekündigte Kampagne sind das vor allem Quality-of-Life-Anpassungen. Ein erweitertes Tutorial oder eine bessere Spielübersicht wären gut, um es Einsteigenden zu erleichtern, auch die Tiefen des Spieles zu erlernen. Kleine Dinge wie das Drehen von Bauwerken sind zudem elementar (vermutlich war ich aber einfach zu doof, die entsprechende Taste dafür zu finden…?).

Bei aktuell lediglich rund 15 bzw. später 20 Euro kann man jedenfalls nichts falsch machen und dürfte einige Stunden Spaß mit „Laysara: Summit Kingdom“ haben. Ganz nebenbei unterstützt man damit auch ein kleines Indie-Studio. Das hat nämlich bereits jetzt ganze Arbeit geleistet, die man sonst auch durchaus von den großen Studios her kennt. Wer sich in die weitere Entwicklung des Spieles einbringen möchte, kann das auf dem entsprechenden Discord-Server machen.

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Mit freundlicher Unterstützung von Future Friends Games, die mir einen Test-Key zur Verfügung gestellt haben.

3 Kommentare

  1. Lencer says

    Die Gamestar-Video-Preview klingt auch sehr vielversprechend, ich lass das gern noch im EA weiter reifen und schau dann mal rein.

  2. Nils says

    Hatte ich auch schon auf meiner Wishlist aber bei „keine Singleplayer Kampagne“ gleich wieder entfernt. Schade sieht echt gut aus.

    • Maik says

      Die Kampagne soll aber doch zum finalen Release erfolgen? Außerdem hat man jetzt bereits aufeinander aufbauende und abwechslungsreiche Level sowie einige Challenges.

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