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Strom und Drang

Fettes Brot - Strom und DrangArtist: Fettes Brot

Title: Strom und Drang

Release: 14. März 2008
Label: Fettes Brot Schall-platten (Indigo)

Genre: Hip-Hop

Urteil: 2,5 von 5,0 Sternen

Kommentar:
Solide Brotkunst.

Tracklist:

1. Lieber Verbrennen Als Erfrieren
2. Bettina, Zieh Dir Bitte Etwas An
3. Das Traurigste Mädchen Der Stadt
4. Erdbeben
5. Der Beste Rapper Deutschlands Ist Offensichtlich Ich
6. Ich Lass Dich Nicht Los
7. Das Allererste Mal
8. Schieb Es Auf Die Brote
9. Automatikpistole
10. 1Euro Blues
11. Hörst Du Mich?

Gesamtspielzeit: 37:45 Min.

Ich war ja eigentlich schon immer so ein kleiner Brote-Fan. Wurde zwar von den ganzen gangster-mäßigen Leuten, die „richtigen“ Hip-Hop hören dafür ausgelacht, aber mir egal. Okay, so weit, dass ich mir Alben anhöre, ist es bisher auch nicht gegangen. Daher sei vorab gesagt: Strom und Drang ist die erste Platte der drei Hamburger, die ich in Gänze eingenommen habe.

Und was bekommt man für sein Geld? 11 Tracks, knapp 38 Minuten. Gefühlt noch weniger. Klingt vorerst scheiße, ist aber okay, da Trackmäßig kaum Ausfälle zu verzeichnen sind. Aber eins nach dem anderen: Der Opening-Song „Lieber verbrennen, als erfrieren“ ist nicht nur beim ersten Hörgang gewöhnungsbedürftig. Meiner Meinung nach als erster Track eher ein Fehler, und ein durchschnittlicher Mitläufersong… Dazu mit hohe Kopfstimme, die etwas übertrieben wirkt. Danach folgt mit „Bettin, zieh Dir bitte etwas an“ die erste, und wohl bekannte, Singleauskopplung. Kein zweites Emanuela, wird auch nicht so erfolgreich sein, gefällt mir persönlich aber ganz gut. Allerdings hat es sich schnell ausgehört.

Boom, boom, chuck! Mit „Das traurigste Mädchen“ kommt eines der wenigen Bretter der Platte. Mit dabei ist Sängerin Mietze von Mia. Und das gar nicht schlecht. Der Bass wummst und der Song ist samt lyrics sehr solide. Track 4 ist eine Ode an den weiblichen Hintern in Sondergröße. Eine gute Line von Björn zu Beginn kann das eher schwache Lied nicht unbedingt retten. „Der beste Rapper Deutschlands“ fängt mit einem interessanten Intro an, bei dem dem Einsager verboten wird, den Countdown auf Deutsch zu bringen, da es zu deprimierend sei. Fein. Ansonsten ist der Song sehr poppig, versucht tanzbar zu wirken, wirkt aber vor allem aufgrund des „lalalala“’s eher platt. Einzig interessante: Ob mit der Aussage „Der beste Rapper Deutschlands ist offensichtlich ich“ gemeint ist, dass es immer das Ego jedes Rappers gemeint ist.

Track 6 ist einer der ernsten Songs. Stalking wird in beeindruckender Art und Weise thematisiert. Wirklich gut umgesetzt und dazu Finkenauer wieder ins Boot geholt („An Tagen wie diesen“). „Das allererste Mal“ kann auch punkten. Hier wird es endlich mal wieder flotter, wenn auch der Refrain recht schnell ausgedudelt ist. Aber die weibliche Feature-Stimme von Bernadette La Hengst passt, und man wippt automatische mit. „Schieb es auf die Brote“ hat mein Lieblingsintro und den fettesten Beat der Platte. Endlich mal etwas härteres von den sonst eher „Weichbroten“. Vor allem der letzte Part gefällt. Könnte durchaus zweite Single werden (oder Track 3).

In „Automatikpistole“ rechnet Björn mit der Rapszene ab. Ein Disstrack von den Broten? Ja, kann man so sagen. Aber dennoch eher wohl ausgedrückt, als gehässig. Der „1 Euro Blues“ ist eine witzige Idee mit einem guten Sample, aber insgesamt ähnlich schwach, wie der sentimentale Abschlusstrack „Hörst Du mich“, das meiner Meinung nach schwächste Stück.

Urteil: 2,5 von 5,0 Sternen

Insgesamt muss man den Broten sagen, dass sie mal wieder etwas anderes gemacht haben. Nicht noch ein „Jein“ oder „Nordish“. Aber so wirklich alles überzeugt da nicht.. Zwei bis drei gute Tracks auf einer Platte, dazu insgesamt eher zahme Raps mit teils nicht gerade kreativen Vergleichen und Lines (ein Fall für K.I.Z.). Die korrekte Art der Brote und Verantwortungsübernahme in den Songtexten ist aller Ehren wert, funktioniert aber leider auch nur selten.

Für Brote-Fans sicherlich ein Must-Have und gutes Album, meiner Meinung nach aber mit zu seltenen Highlights.

Tourdaten 2008:
22.04.08 – Flensburg
23.04.08 – Dortmund
24.04.08 – Trier
25.04.08 – Köln
27.04.08 – Stuttgart
28.04.08 – Zürich
29.04.08 – Wiesbaden
30.04.08 – München
02.05.08 – Leipzig
03.05.08 – Dresden

Erste Single „Bettina, zieh Dir bitte etwas an“:
[flash]https://www.youtube.com/watch?v=MFPs20SSnkI[/flash]

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