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Mando Diao, Deichkind, Jimmy Eat World, Kummer, Mister Me, King Nun, Anna of the North & Lioba

Kurzreviews: Neue Musikalben im Oktober 2019

Kurzreviews: Neue Musikalben im Oktober 2019 musikalben-oktober-kurzreviews

Es ist mal wieder Monatsmitten-Freitag – das bedeutet Kurzreviews für euch! Heute habe ich acht Platten, die alle mehr oder weniger aktuelle rausgekommen sind. Ein paar von letzter Woche, einige, die heute #HappyReleaseDay feiern und auch wieder ein paar, die noch gar nicht draußen sind. Dieses Mal geht es wirklich querbeet durch die Musikgenres – „da ist für jede/n was dabei“…!

Review: Bang (Mando Diao)

Release: 18.10.2019 | Genre: Rock-Pop | Spotify

Kurzreviews: Neue Musikalben im Oktober 2019 rating_stars_25

Ein Gefühl für Melodien besitzen die Schweden noch immer, das einzig raue an der Musik der Kombo ist jedoch nur noch die Stimme von Sänger Björn Dixgård an manchen Stellen. Der Rest ist dann doch arg verpoppt mittlerweile. Da gibt es zwar auch einige gute Momente (der Refrain in „Don’t Tell Me“ oder auch „Bang Your Head“ sind sehr eingängig), ansonsten ist das aber viel Austauschbares und an die ganz großen wahren Rock-Zeiten dürfte die Band so schnell nicht mehr anschließen, was sehr schade ist.

Review: Wer sagt denn das? (Deichkind)

Release: 27.09.2019 | Genre: Elektronischer Hip Hop | Spotify

Kurzreviews: Neue Musikalben im Oktober 2019 rating_stars_25

Gesellschafts-kritische und -beobachtende Texte, ordentlich Bass und viel Selbstironie – die Mischung bei Deichkind ist eigentlich noch immer die gleiche. Aber so ganz will es nicht k(l)icken bei mir. Im Vergleich zu „Niveau Weshalb Warum“ bleibt das Album deutlich zurück. Vielleicht liegt es am Wegfall von Ferris MC, den man mit einigen interessanten Features (Alexander Markus, Olli Schulz, Jan Böhmermann, …) zwar unterhaltsam aber eben nicht gleichwertig hat ersetzen können. „Richtig gutes Zeug“ ist das leider nicht, „Wo’s das Feuer?“ möchte ich da eher fragen. Ist „Quasi“ textlich noch sehr interessant, fängt da musikalisch bereits der Abstieg an, den Rest ab da finde ich enorm abfallend. Ansonsten fehlen die ganz großen Hits, vieles wirkt, wie sich selbst kopiert.

Review: Surviving (Jimmy Eat World)

Release: 18.10.2019 | Genre: Alternative-Rock | Spotify

Kurzreviews: Neue Musikalben im Oktober 2019 rating_stars_35

Mit erstaunlicher Konstanz hauen Jimmy Eat World seit 1994 alle zwei bis drei Jahre eine neue Platte raus, was auch deshalb irgendwie erstaunlich wirkt, da sie in der Öffentlichkeit kaum noch groß auftreten. Aber ja, es gibt sie noch und das ist auch gut so. „Surviving“ ist ein erfreuliches Stück (Über)Lebensbeweis, das kaum Ausfälle bereit hält, dafür aber einige Highlights. „Criminal Energy“ kommt wahrlich energetisch daher, die ruhigeren Sachen wie „555“ kommen so anders daher, dass sie interessant genug wirken und mein persönlicher Favorit ist der Closener „Congratulations“, der sich über sechs Minuten erstreckt und hinten raus richtig ausbricht, dass man wünscht, er würde weitere sechs Minuten drauf packen. Dennoch fehlt mir an einigen Stellen die Dynamik, da ist noch etwas Luft nach Oben – für das nächste Album in zwei, drei Jahren.

Review: Kiox (Kummer)

Release: 10.10.2019 | Genre: Hip Hop | Spotify

Kurzreviews: Neue Musikalben im Oktober 2019 rating_stars_30

Das ist nicht die Musik, die ich suche, aber schlecht ist das nicht. Als Fan der ersten Kraftklub-Stunden tut es natürlich weh, wenn die Gitarre mit Beats ausgetauscht wird. Aber Felix schafft den Genre-Wechsel souverän mit zwar oftmals minimalistischen aber nicht ungelungenen Beats. Nicht alles gefällt mir, aber neben gedankenanregenden Texten gibt es einige originelle Einfälle zu hören. „Bei Dir“ könnte vom Aufbau her auch ein KK-Track sein, „26“ ist eine distanzierte und doch hochemotionale Botschaft moderner Zeiten, „Okay“ ist ganz vielleicht auch okay und mein Highlight ist das Feature mit Max Raabe in „Der Rest meines Lebens“, das in der stimmlichen Kombination einfach perfekt sitzt, dazu auch in Sachen Lebensphasenwandel einiges treffend erzählt. Schönes Ding!

Review: Das Ende vom Hass (Mister Me)

Release: 11.10.2019 | Genre: Singer-Songwriter-Pop | Spotify

Kurzreviews: Neue Musikalben im Oktober 2019 rating_stars_20

Hach, schwere Geschichte… Musikalisch wie textlich versucht „Das Ende vom Hass“ den Spagat zwischen moderner Pop-Musik und Singer-Songwriter-Kreativität. Das Wandeln auf dem schmalen Grat funktioniert aber nicht immer. Regelmäßig hat man dieses „Max Giesinger“-Schaudern in den Nackenhaaren. Etwas Schmalz hier, ein Motivations-Spruch dort und ein poppiger Beat oben drauf. Dabei geht es auch anders. Das zeigt der Refrain in „Null“ bereits, „Alles da“ ist ein Bosse-Gedächtnis-Song und allgemein ist da durchaus Gefühl für Melodien erkennbar. Für mich ist die ganze Platte jedoch leider einige Spuren zu seicht ausgefallen. Schade.

Review: Mass (King Nun)

Release: 11.10.2019 | Genre: Indie-Rock | Spotify

Kurzreviews: Neue Musikalben im Oktober 2019 rating_stars_40

Mehr in meinem Element habe ich mich bei King Nun gefühlt. Rotziger Gesang, ähnlich verstimmtes Gitarrenspiel, das einfach nur raus und laut sein möchte. Dabei bleibt die Energie aber stets leicht und tanzbar, geht direkt ins Blut. Aber auch ruhigere Einlagen funktionieren, wie in den Strophen von „I Saw Blue“ oder auch im sehr melodischen Abschluss-Track „A Giant Came Down“. Da ist noch viel unausgeschöpftes Potenzial und es dürfte spannend werden, in welche Richtung sich die Band fortan weiterentwickeln wird, teilweise erinnert der Gesang an Jack White. Mein Highlight ist der schön betitelte Track „Low Flying Dandelion“, den es auch für euch als Anhör-Tipp gibt:

Review: Dream Girl (Anna of the North)

Release: 25.10.2019 | Genre: Singer-Songwriter-Pop | Spotify

Kurzreviews: Neue Musikalben im Oktober 2019 rating_stars_30

Auch wenn es größtenteils ebenso ruhig bei Anna of the North zugeht, so schafft die Sängerin die Gratwanderung zwischen ruhig und schmalzig wunderbar, denn bei ihr wirkt es eher bedächtig mit auflockernden Elementen. Die Produktion wirkt deutlich internationaler und moderner. Dennoch gibt es „Lalalala“-Parts und etwas zu wenig Tracks wie die schöne Single „Thank Me Later“. „What We Do“ ist noch sehr stimmig arrangiert. Insgesamt bleibt das Album aber meiner Meinung nach minimal hinter dem Vorgänger „Lovers“ zurück.

Review: Stumble and Grow [EP] (Lioba)

Release: 25.10.2019 | Genre: Pop-Rock | Spotify

Kurzreviews: Neue Musikalben im Oktober 2019 rating_stars_25

Abschließend noch eine EP aus deutschen Landen, die trotz der gerademal sechs Tracks erfreulich abwechslungsreich daher kommt. Und Melodisch. Bleibt es größtenteils poppig mit elektronisch angehauchten Beats, zeigt „Searching“ auch eine Prise Paramore-Potenzial. Wenn man sich richtig dem Rock vermachen würde, könnte das glaube ich noch besser werden. So bleibt es eine EP mit netten Momenten und angedeutetem Potenzial, das sich jedoch noch in zu viele Richtungen ausprobiert.

Eigentlich wollte ich auch noch über die neuen Platten von The Riptide Movement („Something Special„) und Oscar Scheller („Http404„) schreiben, aber mir fehlte die Zeit dazu und zum vernünftigen mehrfachen Hören der Platte. Aber der Oscar-Opener „1UP“ ist der Knaller, den muss ich zum Abschluss dann doch nochmal hier einbinden – biddeschön:

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