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Kultur & Kulinarisches

Meine Woche (92)

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Diese Woche fing so wunderbar mit einem „Hach, erst Montag und man kann so richtig viel schaffen!“ an und plötzlich war Freitagabend. Das ist jetzt nicht so schlimm, bedeutet das ja, dass man durchaus beschäftigt war in der Zwischenzeit, aber irgendwie finde ich es auch doof, weil mir mindestens ein Tag gestohlen wurde, da bin ich mir absolut sicher! Ich vermute, dass ich Montagabend eingeschlafen und erst Mittwoch wieder aufgewacht bin. So muss es sein. Irgendwas mit Raum-Zeit-Kontinuum trifft Fluxkompensator oder so. Zum Glück habe ich aber nicht alle Tage kaputt-teleportiert, denn sonst hätte ich das ein oder andere Highlight verpennt… Aber das habt ihr ja bestimmt auf Instagram mitbekommen, richtig?

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Meine letzte Woche

Beginnen wir direkt nach dem Zeitsprung. Mittwochabend habe ich gemeinsam mit meinem Lieblingsmädchen im Rahmen des „Performing Arts Festival Berlin 2017“ das Ein-Frau-Stück „Die 7 Leben des Fräuleins B.“ von und mit Lena Binski gesehen. Fotos waren leider nicht erlaubt, was schade ist, da es durchaus skurrile Motive gegeben hätte. Ansonsten hat mich die erste Hälfte etwas gelangweilt, die zweite war dafür durchaus originell. 12 Euro für eine Wertmarke und rund 50 Minuten „Show“ sind dann aber doch eine Ansage. Bester Moment: Als das Publikum von ihr Langstielrosen erhalten hat, damit wir ihr diese zum Abschluss vor die Füße werfen.

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Kulturell ging es direkt am Donnerstag weiter, als wir den von uns sehr geschätzten Poetry-Slammer Jan Philipp Zymny (die Älteren erinnern sich an seinen Slam-Meisterschaftstitel 2015 oder die Rede der Bundeskanzlerin) bei seinem Comedy-Solo-Programm zuschauen durften. Leider wurden wir etwas enttäuscht. Der Kollege kann natürlich mit Worten spielen und philosophieren und ist verdammt lustig, die Darbietung wirkte jedoch etwas sehr „spontan gelabert“ und hat sich hier und da in persönlichen Gedankengängen verloren. Unserer Meinung nach wurden viel zu wenige Texte vorgelesen, bei denen man dann wieder wusste, weshalb man gerade ordentlich Kohle für ein Ticket gelatzt hat. Poetry Slam unbedingt, in Sachen Solo-Auftritt war Moritz Neumeier aber um Längen besser vergangene Woche.

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Nach Unterhaltungs-Kultur folgt Essens-Kultur. Den „Kulinarischen Samstag“ hat ein tolles Blogger-Frühstück eingeleitet, zu dem Tyrolit geladen hatte. Dazu werde ich euch in den kommenden Tagen noch einmal detailliert berichten, aber so viel: Noch alle Finger dran und es war verdammt lecker!

Ohne wirkliche Pause ging es direkt weiter. Wir haben mal wieder bei „Auf Haxe“ mitgemacht. Ja, das war dann doch etwas arg schnell nach der vergangenen Berlin-Rund, die gerade mal acht „Meine Woche“ns zurück liegt, daher überlegen wir auch, ob wir jetzt nicht einmal eine Runde aussetzen wollen. Zum Abend selbst: Wir haben dieses Mal tatsächlich den von uns verhassten Hauptgang zugelost bekommen. Das war dann dank unserer kongenialen Idee, Flammkuchen zu machen, dann einigermaßen gut funktioniert, dafür sind andere Dinge schiefgelaufen.

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Irgendwie kam es mir komisch vor, als ich die im Rezept stehenden Vorgaben im Kopf verfünf-bis-sechsfacht und meine Hände entsprechend folgen lassen habe. Denn der Teigklumpen war zäh und trocken und nahm gar nicht die komplette Mehlmasse in dieser viel zu vollen viel zu großen Schüssel auf. Dann fiel der Groschen: Mehlpackungen beherbergen ja in der Regel 1000 Gramm – und keine 500. Entsprechend habe ich mal locker-flockig aus dem Handgelenk statt angedachter 1,4 Kilogramm Weißpulver 2,4 verwendet. Huppsi. Wir haben einfach mal entsprechend mit skaliert und den größten Teigklumpen meiner bisherigen Küchenhistorie zum Leben erweckt.

Nachdem wir gerade noch in der Zeit liegend unsere Vorbereitungen einigermaßen hinbekommen haben, trafen wir leicht verschwitzt (zumindest ich vom fiesen Teigkneten und -Auslegen) bei der Vorspeise ein. Salat mit warmem Ziegenkäse und Walnüssen. Lecker, leicht, gelungener Auftakt. Dazu eine erfrischende Löwenzahnsirup-Limonade, bei der wir erst nachdem alle davon gekostet hatten die Info bekamen, dass Weißwein darin war. Zum Glück war aber kein trockener Alkoholiker unter uns.

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Dann kam es zu einem Kuriosum: Weil die Event-Organisation „kurze Wege“ haben wollte, ließ es sich anscheinend nicht verhindern, dass man Leute „wiedersieht“. Normalerweise verabschieden sich die drei Vorspeisen-Duos voneinander und nehmen jeweils an komplett neu zusammen gewürfelten Hauptspeisen teil, bei uns hat aber ein Duo, mit dem wir bei der Vorspeise waren, uns als Hauptspeise „gezogen“. Das ist jetzt natürlich kein Weltuntergang, aber so lernt man natürlich auch zwei Leute weniger kennen, was eigentlich unser Hauptmotiv zum Mitmachen ist. Und dann folgte auch noch die größte Überraschung des Abends: Unsere anderen beiden Gäste kamen nicht. Nach 30 Minuten haben wir mal eine SMS geschickt, wo sie denn bleiben und erhielten die Antwort, dass sie leider absagen mussten. Yay. Wir hatten natürlich mit dem (viel zu vielem) Essen gewartet und waren nun etwas in Verzug. Dazu noch zwei neue Bekanntschaften weniger. Aber Glück im Unglück: Die beiden von der Vorspeise waren super nett und die feudale Flammkuchen-Orgie hat ungemeinen Spaß gemacht. So sehr, dass wir die Zeit etwas verschwitzt haben und alle verspätet zur Nachspeise aufgebrochen sind.

Wir haben aber natürlich artig eine SMS an den Gastgeber gesandt. Nur doof, dass wir nach einer Weile beim Checken, wieso da noch gar keine Antwort kam, bemerken mussten, dass wir einen Zahlendreher in der Rufnummer hatten. Peinlich, peinlich. So kamen wir rund 30 Minuten zu spät und hatten gefühlt direkt mal alle gegen uns. Freundlicherweise durften wir aber dennoch Schichtdessert, Schoko-Obstspieße und selbstgebackenen Kuchen verspeisen.

Danach ging es dann für Teile von uns zur After-Cooking-Party im HTW. Die war zunächst recht überschaubar gefüllt, aber so konnten wir wenigstens ein paar Runden Kickern, was Spaß gemacht hat. Dann setzte aber zum einen enorme Müdigkeit ein, zum anderen muss mein Lieblingsmädchen heute arbeiten und bei mir war es auch nicht so schlecht, wenn ich vor 12 Uhr das Bett Richtung Schreibtisch verlassen konnte. An sich hat der Abend großen Spaß gemacht, ein bisschen enttäuscht waren wir am Ende dann aber doch. Die Party war für uns in Sachen Stippvisite dann doch zu weit entfernt, das hätten wir vermutlich lassen sollen, dazu haben wir im Hauptgang niemand neues kennen lernen können (dafür zwei super Leute näher!) und nicht immer kam bei den anderen Gängen und Gesprächen der Ideal-Flow auf. Aber unterhaltsam war es allemal und ich bin satt und kaputt ins Bett gefallen.

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Und unser Urlaubsvideobericht? Ich hatte mir ja als Ziel gesetzt, heute fertig zu werden und nur so viel: Es wird, es wird. Ich habe die ersten Länder auf Musik abgestimmt und bin im Feinschnitt bei Finnland angekommen und so immerhin bereits bei nur noch rund neun Minuten Laufzeit. Denke, am Ende sollten roundabout sieben heraus kommen. Danach noch die Bildsteuerung und die Effekte, dann sollte ich durch sein. Endlich! Am Ende verplempert man dann doch immer erstaunlich viel mehr Zeit, als man zunächst angenommen hatte.

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Darauf freue ich mich!

Ich freue mich auf Disco Ensemble, Linkin Park, Green Day, Wolfmother, Danko Jones, und viele andere. Denn Freitag geht es zum Hurricane! Das dürfte musikalisch allererste Sahne werden – hoffen wir mal, dass das Wetter entsprechend mitspielt. Jetzt futtern wir aber erstmal die Reste unseres Flammkuchen-Festivals auf. Schönen Restsonntag euch!

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Ich bin Maik Zehrfeld und habe diesen Blog 2006 aus Langeweile heraus gegen die Langeweile gegründet. Mittlerweile stellt LangweileDich.net eine Bastion der guten Laune dar, die nicht nur Langeweile vertreiben sondern auch nachhaltig inspirieren will. Gute Unterhaltung!

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