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Meine Meinung zur PS4-Version

Review: FIFA 16

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Am 25. September letzten Jahres hatte ich euch meine Meinung zu Fifa 15 mitgeteilt. Heute, 364 Tage später, ist der neue Team-Kamerad in die Kabine gekommen. Mit FIFA 16 (Partnerlink) will EA wieder etwas realistischer werden und bietet einige kleinere Verbesserungen sowie inhaltliche Neuerungen. Zum Beispiel sind das erste Mal auch Frauen-Mannschaften mit von der Partie.

Ich habe das Spiel die letzten Tage ein paar mal auf der PS 4angezockt und erzähle euch, ob ein neuerlicher Erwerb des Jahres-Ablegers sinnvoll ist.

Neuer Kommentar

Beim ersten richtigen Next Gen-Auftritt vergangenes Jahr hatte ich (neben dem fehlenden Epochalen) vor allem eines bemeckert:

„Klar, im Detail kann man noch einiges justieren und gerade der Kommentar bedarf unbedingt einer Verbesserung (und das bereits seit Jahren).“

Endlich(!) wurde daran etwas gemacht. Mit Wolf-Christopher Fuss hat man den meiner Meinung nach aktuell besten Fußball-Kommentator engagiert und gemeinsam mit dem Frank Buschmann, der eh einfach alles kommentieren kann, ein unterhaltsames und modernes, frisches Duo gebildet. Es gibt im Detail noch immer Optimierungs-Potenzial, aber so wurde ein gehöriges Schlagloch zugeteert, sehr schön!

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Frauen-Teams

Eigentlich nur eine kleine Randnotiz, aber in Zeiten der Emanzipation ein spät erfolgtes Zeichen. Immerhin ein Dutzend Nationalteams der Damen sind jetzt auch steuerbar. Das sorgt wenigstens für deutlich ansehnlichere Pressebilder der Profis – netter Nebeneffekt.

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Kleinigkeiten in der Inszenierung

Neu dazu gekommen sind auch Kleinigkeiten wie das allseits beliebte Freistoß-Spray oder auch mit dem Borussia-Park ein neues Stadtion. Ansonsten ist alles in Sachen Grafik aber nahezu identisch zum Vorjahresmodell. Ehrlich gesagt war ich beim Intro-Filmchen, der einem nach Installation vorgespielt wird, schon etwas enttäuscht. Das schaut selbst in diesen ausgewählten Szenen noch überall sehr kantig und „Puppenartig“ aus. Da gibt es noch viel Potenzial und die Entwicklung wurde dieses Jahr definitiv aus der Grafik- in die Gameplay-Abteilung transferiert.

Dort gibt es eher merkliche Veränderungen. Das Spiel ist etwas langsamer gepaced, es spielt sich mehr im Mittelfeld ab und Pässe müssen gerade im letzten Drittel deutlich überlegter erfolgen als zuvor. Das kommt mir als zwar wenig effektiv aber tatsächlich aus fußballerischer Sichtweise Denkender eher entgegen. Am Ende sind es aber eher Nuancen, die sich verändert haben, die für Etablierte Zocker lediglich eine kurze Anpassungsphase bedeuten dürften.

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Direkt fällt mit dem „FIFA Trainer“ ein visuelles Gimmick auf, das eingeführt worden ist. Um den aktivierten Spieler befindet sich ein Kreis, der nicht nur die Blick- und somit auch Schuss- oder Passrichtung anzeigt, sondern auch mögliche/empfohlene Aktionen. Auch darunter: ein neuer, hart gespielter Pass, der eine neue Komponente (abseits der Dreifach-Quadrat-Hereingabe) ins Spiel bringen kann. Für Etablierte ist der Trainer aber eher nervig – kann mit Klick auf R3 deaktiviert werden. Puh!

Was mir deutlich besser gefällt: die neuen Video-Highlights. Die gibt es als eine Art Spiel-Zusammenfassung direkt nach der Partie und es kann auch zu den einzelnen Highlights gesprungen werden. So kann man vor allem Gegnern auf der Couch noch einmal ordentlich Salz in die frisch erspielte Wunde streuen. Ebenso ein interessantes neues Feature, das ich aber noch nicht testen konnte, ist der Draft-Modus beim Ultimate Team. Damit man nicht Stunden in das System investieren muss, kann man sich für eine Hand voll Partien ein Team „ziehen“ und Boni erspielen. Deutlich mehr Anreiz, um mal wieder eine Runde einzulegen.

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Endresultat

Am Ende steht mal wieder ein recht teurer DLC auf dem Programm. Letztes Jahr hatte ich mich im Vorfeld noch auf etliche kleine neue Features gefreut und habe – trotz der fehlenden Grafik-Power – zumindest spielerisch einen ordentlichen Sprung von FIFA 14 auf 15 wahrgenommen. Dieses Jahr bleibt grafisch fast komplett Neues aus und auch die restlichen Features fallen eher in die Kategorie „nett“. Ja, es ist Simulationsartiger geworden und etwas weg vom vielen zu zügigen, Arcade-artigen Kick’n’Rush-Stil des Vorgängers und hat viele kleinere Fehler der 15er-Version erkannt und behoben – bzw. ist auch auf die Wünsche aus der Community eingegangen. Dennoch hatte ich mir persönlich mehr erhofft, gerade, was die Inszenierung angeht (Grafik, Bewegungen, Zuschauer, etc.).

Alle, die zuletzt ausgesetzt haben, können bedenkenlos zugreifen. Bei denen, die noch immer Spaß an FIFA 15 haben – wartet am besten, bis ihr die neue Version günstig irgendwo erwerben könnt. Spaß macht der neue Titel sicherlich, aber ein 60€-Sprung ist das nicht. Da muss man aufpassen, dass PES nicht in der 2-Team-Tabelle der Fußball-Simulationen vorbei zieht…

Zum Abschluss noch der offizielle Trailer zum Spiel:

Danke an EA für die Bereitstellung des Rezensions-Exemplares.

5 Kommentare

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  2. Jonas says:

    EA sollte auf DLC-Verkäufe umstellen; du kaufst dir einmal den Vollpreistitel und dann 20-30€ pro Jahr für die neuen Kader.
    Letztendlich kaufe ich mir das Spiel nur wegen den aktuellen Teams, ich würde mich sogar freuen, wenn der Rest mal so bleiben würde. Denn sobald man sich an die neue Version gewöhn hat muss man wieder umlernen, total doof.

    • Maik says:

      Solange Leute das Ganze kaufen, ist denen das egal – gerade EA. Aber fände es auch gut, wenn man sich Baukastenartig Features einfach dazu holen kann. Ein Mal das Basis-Spiel, dann einfach nur ein Daten-Update, Grafik-Update, neue Features, etc. – oder eben das gesamte Neue, was günstiger als die Einzelparts wäre – fertsch.

  3. Aerwin says:

    Verstehe ich nicht, dass PES immer nur eine Alternative für viele ist. Selbst auf der Konsole gibt es Super Patches, die einem die komplette Bundesliga mit allen Transfers, Trikots und sogar Fangesängen ermöglichen.
    Mal ganz abgesehen von der deutlich besseren Spiel- & Grafikengine.
    Mach Platz Fifa, nimm deinen Sepp und grab Dich ein ;D

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