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Das beste Koop-Spiel seit langem!

Videospiel-Rezension: „It Takes Two“

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Als ich vom Konzept gelesen hatte, war ich bereits interessiert, nachdem ich den Gameplay-Trailer gesehen hatte, stand fest – das muss ich spielen! Also, nicht nur ich, denn für „It Takes Two“ braucht es eben auch zwei Spieler*innen. Erst dachte ich daran, mit einem Freund online zu zocken, aber was sich noch als viel toller herausgestellt hat: Ich konnte das Spiel wunderbar mit meinem Lieblingsmädchen spielen! Das klingt jetzt vielleicht unspektakulär, aber sie ist nicht wirklich Zockerin und nur wenige Spiele sagen ihr wirklich zu. Entsprechend begeistert war ich darüber, mehrere Stunden gemeinsam mit ihr in „It Takes Two“ verbringen zu können.

Worum geht es in „It Takes Two“?

Cody und May sind Eltern, die sich scheiden lassen wollen. Ihre Tochter bekommt Wind davon und weint auf ihre kleinen Puppen, die sie als Abbilder ihrer Eltern erstellt hatte. Ein Zauberbuch später befinden sich die echten Eltern in den Miniaturabbildern ihrer selbst und müssen einen Weg finden, den Prozess umzukehren – gemeinsam. Im Zwei-Spieler*innen-Koop-Modus geht es an Rätsel, charmante Dinge und Welten, die es zu entdecken gilt, sowie seichte Action. Alles mit kleindimensionalem Charme.

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„It Takes Two“ stammt vom schwedischen Entwicklerstudio Hazelight und wird von Publisher Electronic Arts vertrieben. Das Spiel gibt es seit 26. März 2021 für aktuelle PlayStation- und Xbox-Konsolen sowie den PC zu kaufen (Partnerlink), Kostenpunkt 39,99 Euro. Das liegt jetzt irgendwo zwischen Vollpreis-Spiel und kleinerem Indie-Game, aber ich denke, der Preis ist durchaus in Ordnung angesetzt. Und: Ihr braucht das Spiel nur einmalig kaufen, selbst, wenn ihr mit jemandem zusammen online spielen wollt!

Gemeinsam ist man stärker!

Es gibt viele Videospiele da draußen, die AUCH im Koop-Modus zu spielen sind, „It Takes Two“ ist aber ausschließlich zu zweit spielbar (wie der Name erahnen lässt). Das geht online, aber auch offline, im Couch-Koop-Modus per Split-Screen, was grundsätzlich sehr gut funktioniert, vor allem, weil hin und wieder die Ausrichtung geändert wird oder man zusammen auf einem großen Screen unterwegs ist. Das wirkt sehr harmonisch und durchdacht.

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Zwei Figuren zu steuern ist das eine, aber in „It Takes Two“ könnt ihr auch nur zusammen wirklich weiter kommen. Viele der Puzzles sind so ausgelegt, dass eine Person irgendwo hin muss und irgendwas machen muss, damit die andere auch wiederum etwas machen oder fortschreiten kann. Ohne wirkliche Kooperation bleibt ihr stecken. Auch erhalten Cody und May immer wieder individuelle Waffen und Gadgets, die sie mit einzigartigen Fähigkeiten ausstatten. Das schenkt den Figuren eine gewisse Spezialität, die auch auf die Spielenden übertragen wird.

Paar-Therapiestunden…?

Auf der offiziellen Website zum Spiel steht:

„Entdeckt eine metaphorische Verschmelzung von Gameplay und Story in einer heiteren Geschichte über die Strapazen des Miteinanderauskommens.“

Und ja, da steckt viel Wahres drin. Denn nein, es geht nicht nur um das „Miteinander vorankommen“, sondern eben auch um das drumherum. Vor allem im Spiel als Paar. Natürlich habe ich den virtuellen Ehemann, Lehm-Cody, und mein Lieblingsmädchen die digitale Ehefrau, Garn-May, als Charakter gewählt. Die Immersion funktioniert schon ganz gut, wenn lauter Pärchenwitze und Beziehungs-Anspielungen im Spielverlauf fallen. Das geschieht aber stets mit einem lockeren Ton, Witz und Augenzwinkern. Es bleibt familienfreundlich – letztlich ist die ganze Grundstory ja darauf ausgelegt, dass ein verstrittenes Ehepaar durch Kooperations-Zwang wieder zueinander findet.

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In gewisser Weise funktioniert das Spiel selbst dann auch als Paar-Therapie. Gemeinsame Aktivitäten schweißen zusammen und in „It Takes Two“ freut man sich eben, wenn man gemeinsam einen Zwischenboss besiegt oder ein kniffliges Rätsel nach dem X-ten Anlauf gelöst bekommen hat. Denn hier und da spielt Timing eine große Rolle und will nicht immer so, wie man selbst. Auch muss man sich eben gemeinsam aushalten. Wenn jemand etwas beim ersten Anlauf nicht hinbekommt, heißt es, geduldig sein und unterstützen. Verhaut jemand einen gut aussehenden Lauf, gibt man Tipps. Am Ende steht dann aber der Erfolg, denn, um das vorwegzunehmen, „It Takes Two“ ist ein sehr dankbares Spiel. Man hat unendlich Leben, wird meist nur sachte zurückgesetzt und der Schwierigkeitsgrad ist so gestaltet, dass beinahe jede/r mitspielen kann.

A pro pos „spielen“: Über das Hauptspiel hinweg sind in den Levels auch immer mal wieder kleine Mini-Spiele versteckt, in denen die beiden Spieler*innen dann im direkten Wettstreit gegeneinander antreten und sich messen können. Das kann aber auch Rückschritte im Therapie-Prozess mit sich bringen…

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Schöner Zeitvertreib

Aber auch fernab des konzeptionellen Ansatzes ist „It Takes Two“ einfach ein schönes Spiel. Die Grafik ist größtenteils wunderschön anzuschauen (getestet wurde die PS5-Variante), die Levels sind sehr fantasievoll ausgeschmückt, und das Gameplay fühlt sich ausbalanciert und sehr abwechslungsreich an. Dadurch, dass May und Cody immer wieder in andere Welten gesteckt und vor allem mit anderen Fähigkeiten ausgestattet werden, bleibt das Spielgefühl stets frisch. Und die Spielwelt ist insgesamt größer und die Geschichte länger, als ich zunächst annahm – und wir haben das Spiel noch nicht mal komplett durchgespielt bisher!

Fazit

Wer auch nur einen Freund oder eine Freundin hat, sollte „It Takes Two“ spielen. Als Paar kommt die gespielte Paar-Therapie vermutlich am besten, aber auch unter Freunden dürfte die charmante Abenteuergeschichte für die ein oder andere kurzweilige Stunde herhalten können. Die Figuren und Welten sind liebevoll und detailliert gestaltet, die Rätsel sind fantasievoll, wenn auch zumeist wie das Gameplay allgemein, eher auf solidem Casual-Niveau gehalten. Dennoch dürfte so ziemlich jede/r, der oder die überhaupt was mit Videospielen anfangen kann, seinen Spaß am Spiel finden können.

„It Takes Two“ gibt es bei Amazon (Partnerlink) und Steam zu kaufen.

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Bilder: Electronic Arts | Ich habe ein Bemusterungsexemplar von EA für diesen Test erhalten.

Ein Kommentar

  1. Pingback: Gameplay-Trailer zum Koop-Spiel „Operation: Tango“

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