Homepage

Red Hot Chili Peppers, Heisskalt, Moop Mama, Margaret Glaspy, Garbage & Yung

Musik-Kurzreviews Juni 2016

Musik-Kurzreviews Juni 2016 kurzreviews-2016-06-760

Bedingt durch unsere #blogntravel-Reise durch Skandinavien+ konnte ich nicht so lange und oft in die diesmonatigen Alben hinein horchen, wie ich es gerne gemacht hĂ€tte. Nicht unbedingt, weil die alle so spitze waren und sind, sondern, damit ich mir eine fundiertere Meinung bilden kann. Bei einigen ging das recht schnell, bei anderen Ă€ndere ich sie vielleicht noch bis zu den Jahrescharts im Dezember, mal hören. Jedenfalls nicht so hart mit mir umgehen, bei einigen Platten ist es der erste Eindruck nach 2-9 DurchgĂ€ngen und ich habe einen Joghurt im Rucksack…!

Hier aber wieder sechs Album-Tipps und -Nicht-Tipps quer durch die Musikbank inklusive Hörbeispielen (und den passenden Streaming-Links).

Review: The Getaway (Red Hot Chili Peppers)

Release: 17.06.2016 | Spotify

Urteil: Musik-Kurzreviews Juni 2016 rating_stars_25

Ja, sie haben noch ihren Sound und Funk und so, aber man merkt nicht nur bei den teils zwanghaft auf „wir sind noch jung und flippig“ gemachten Media-Auftritten der Peppers, dass sie gar nicht mehr jung und flippig sind. Wie bereits I’m with You 2011 dreht die neue Platte die RHCP-Formel des letzten Jahrzehnts durch den Wolf: gefĂ€llige aber nicht zu komplexe Songstrukturen und Melodien gepaart mit der ewig Ă€hnlichen Gesangsweise Kiedis‘. Dass das enorm langweilige Dark Necessities als erste Single ausgewĂ€hlt wurde, sagt eigentlich alles. Ich hĂ€tte mir mehr „Ausbruch“ und „Flippigkeit“ gewĂŒnscht, wie es z.B. bei Detroit, dem schmissigen Riff in This Ticonderoda oder Goodbye Angels der Fall ist. Wobei Letzteres in der Bridge erschreckend an einen Ă€lteren Peppers-Klassiker erinnert… Am meisten packt mich ĂŒbrigens ironischer Weise noch die Melodie von The Hunter, dem langsamsten StĂŒck der Platte.

Review: Vom Wissen und Wollen (Heisskalt)

Release: 10.06.2016 | Spotify

Urteil: Musik-Kurzreviews Juni 2016 rating_stars_35

Leider fehlt mir die Zeit, um ein ausfĂŒhrliches Review zum zweiten Heisskalt-Album zu schrieben (wie beim DebĂŒt Vom Stehen und Fallen). Nach dem physischen Dingen damals, geht es jetzt also dem Titel nach um die gedanklichen Elemente. Es bleibt viel Energie, viel lyrisches Gedankengut und die Tatsache, dass die damalige EP Mit Liebe gebraut leider erneut nicht erreicht werden kann. FĂŒr mich sogar einen Deut unter dem DebĂŒt, aber nach einigen DurchgĂ€ngen bleibt man doch an vielen zunĂ€chst sogar störenden Elementen hĂ€ngen. Tolle Energie und AtmosphĂ€re, das muss live besonders gut kommen! Nacht ein ist mein persönlicher Favorit, wĂ€hrend Konzept-Texte wie bei Angst hab nicht so meins sind.

Review: M.O.O.P.Topia (Moop Mama)

Release: 27.05.2016 | Spotify

Urteil: Musik-Kurzreviews Juni 2016 rating_stars_30

Die in Rot gehaltene Fahrradklingel-Beat-Bande kann beim DebĂŒt vor allem mit jeder Menge durchdachtem Wortwitz und einigen tollen Features aufwarten. Gerade dieser Abwechslungsreichtum der Platte hat es mir angetan. Erinnert insgesamt ein bisschen an eine Mischung aus Seeed und Captain Peng. Songs wie „Typ Ische VerhĂ€ltnisse“ feiere ich enorm ab, insgesamt bleibt es fĂŒr mich aber eher eine Platte, die entweder im Hintergrund lĂ€uft, oder aber eben ganz konzentriert zugehört wird. Musikalisch nicht immer meins – aber keine Bange, ich lösch das Internet nicht deswegen.

Review: Emotions and Math (Margaret Glaspy)

Release: 17.06.2016 | Spotify

Urteil: Musik-Kurzreviews Juni 2016 rating_stars_40

Schon komisch – ein Monat mit etlichen vielversprechenden Releases, auf die ich mich teils sehr lange und doll vorgefreut hatte, und dann ist mein inoffizielles „Album des Monats“ das DebĂŒt einer amerikanischen Singer-Songwriterin, von der ich bislang nichts gehört habe. DafĂŒr in den letzten Tagen und Wochen umso mehr. Zwölf ungemein abwechslungsreiche, erfreulich lebendige und teils gar rockige Songs, die nur ein Problem haben: Mit 34 Minuten ist es viel zu kurz geraten. Um baldige Zugabe wird dringendst gebeten!

Review: Strange Little Birds (Garbage)

Release: 10.06.2016 | Spotify

Urteil: Musik-Kurzreviews Juni 2016 rating_stars_35

Die musikalischen MĂŒllmĂ€nner und -Frau von Garbage haben eigentlich einen gar nicht so anderen Sound wie Glaspy, wirken aber eben nicht ganz so frisch. DafĂŒr gibt es neben der gewohnten epischen Stimmung auch einige erfreuliche Sound-Experimente und wirklich rockig-energetische Nummern zu hören. Hier und verliert es sich jedoch ein bisschen. Songs wie Blackout oder So We Can Stay Alive machen aber durchaus Laune!

Review: A Youthful Dream (Yung)

Release: 10.06.2016 | Spotify

Urteil: Musik-Kurzreviews Juni 2016 rating_stars_25

Ich glaube, das Album habe ich tatsĂ€chlich zu wenig gehört. ZunĂ€chst ein super-toller Eindruck eines frischen, grungigen Sounds, dann aber doch die ErnĂŒchterung, dass es eher an einem mittelmĂ€ĂŸig gelungenen Nirvana-Sound und zu vielen gefĂŒhlten Wiederholungen scheitern könnte. So bleibt eine Platte mit einigen richtig tollen Nummern (z.B. Uncombed Hair oder Pills) und eben auch viel Potenzial fĂŒr Reifung und Verbesserung beim nĂ€chsten Album der dĂ€nischen Pop-Punk-Band. Ist doch auch was!

Alle Albumtitel sind Amazon-Partnerlinks.

2 Kommentare

  1. Pingback: [LangweileDich.net] Musik-Kurzreviews Juni 2016 – #Musik

  2. Pingback: Tiny Desk Concert: Margaret Glaspy - 13 Minuten tolle Musik | LangweileDich.net

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Abo ohne Kommentar

Hinweis: Bei Kommentieren werden angegebene Daten sowie IP-Adresse gespeichert und Cookies gesetzt (öffentlich sichtbar sind nur Name, Website und Kommentar). Alle Datenschutz-Infos gibt es hier. Dank Cache/Spam-Filter sind Kommentare manchmal nicht direkt nach Veröffentlichung sichtbar (aber da, keine Angst).
Support the blog!

INSTAGRAM

Hallo!

Ich bin Maik Zehrfeld und habe diesen Blog 2006 aus Langeweile heraus gegen die Langeweile gegrĂŒndet. Mittlerweile stellt LangweileDich.net eine Bastion der guten Laune dar, die nicht nur Langeweile vertreiben sondern auch nachhaltig inspirieren will. Gute Unterhaltung!

Blogroll Archiv UnterstĂŒtzen Kontakt Mediadaten sponsored Beratung Datenschutz RSS

Um Werbung im Blog auszublenden, als "Langweiler" bei Steady einloggen.

DANKE an die "Langweiler" der höheren Stufen: Christian Radke, Andreas Wedel, Goto Dengo, Annika Engel, Horst Rudolph, Jan Denia, Daniel Schulze-Wethmar, Frank Berger, Torben Seemann, Hinrich Althoff, Viola Königsmann, Michael Neugebauer, Dirk Zimmermann, Ruth Schwaier und Franz Anton..

Langeweile seit 5161 Tagen.