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6 neue Platten

Album-Kurzreviews Mai 2023: Neues von Matchbox Twenty, Fatoni, Blond & mehr

Album-Kurzreviews Mai 2023: Neues von Matchbox Twenty, Fatoni, Blond & mehr neue-musikalben-kurzreviews-mai-2023

Freitag ist Neue-Musik-Tag – und alle vier bis fünf Wochen auch der Tag, an dem ich meine „Kurzreviews“ release. Heute habe ich zwar auch zwei Platten aus dem April dabei, dafür aber auch zwei Neuerscheinungen, die heute auf den Markt kommen, sowie eine namhafte Comeback-Produktion, die gar erst kommende Woche erscheint. Wie immer mit Hörproben und Streaminglinks.

Review: „Where the Light Goes“ (Matchbox Twenty)

Release: 26.05.2023 | Genre: Pop-Rock | Spotify

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Als die Nachricht rauskam, neue Musik von Matchbox Twenty stünde uns bevor, hatte ich mich sehr gefreut. Leider kann „Where the Light Goes“ meine hohen Erwartungen nicht erfüllen. Das begann bereits bei der ersten Vorab-Single „Wild Dogs (Running in a Slow Dream)“, die ich nicht einmal hier im Blog gefeatured hatte. Versteht mich nicht falsch, das ist alles nicht total schlecht, viele der Songs sind sehr zugänglich und „nett“ anzuhören. Aber irgendwie ist mir das zu weichgespült, da fehlt mir der Charakter, den Songs wie „If You’re Gone“ damals ausgemacht haben, die auch nicht wirklich härter oder schneller waren. „Don’t Get Me Wrong“ weiß noch am besten, das stimmliche Potenzial von Sänger Rob Thomas anzukratzen, auch das Ende von „One Hit Love“ hat tolle Momente parat, und „Warm Blood“ müsste von der Qualität her noch als Single folgen, insgesamt ist mir das aber zu wenig.

Review: „Wunderbare Welt“ (Fatoni)

Release: 19.05.2023 | Genre: Hip Hop | Spotify

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Der Auftakt zum neuen Fatoni-Album ist großartig. Die ersten zwei Tracks bestechen musikalisch wie inhaltlich durch eine tolle Mischung aus Ernsthaftigkeit und Verspieltheit, „Du wartest“ dürfte zu einem der Sommer-Hip-Hop-Tracks schlechthin werden. Danach bleibt zwar oftmals die gesellschaftsbeobachtende Tiefe, aber instrumentalisch holt es mich persönlich nicht mehr komplett ab. „König der Zweifler“ oder die Geschichte um den einstigen Beatle „Pete“ sind dennoch großartige Erzählungen. Hinten raus trifft es musikalisch dann auch wieder meinen Geschmack, wobei vor allem das Max-Herre-und-Mola-Feature „Wär doch schlimm“ zu überzeugen weiß (auch wenn ich erst dachte, Mine würde da singen, upps…). Gute Platte, aber keine, die ich durchgängig wiederholt hören möchte.

Review: „Perlen“ (Blond)

Release: 21.04.2023 | Genre: Hip-Pop | Spotify

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Die These ist jetzt nicht wirklich gewagt, aber mit dieser Platte dürfte Blond der Durchbruch gelungen sein! Nicht zuletzt mit der Business-kritischen Single „Männer“ konnte man im Mainstream Gehör finden. „Perlen“ zeigt aber auf, wie wandelbar das Trio in ihrem Sound ist. Dabei wirkt das aber nicht wie wilde Experimentierei, sondern stets passend und authentisch zum Band-Bild. Mal rockiger (die Response-Vocals in „Du musst dich nicht schämen“ könnten auch von Kraftklub stammen), mal poppiger, mal moderner Rap, mal komplett stripped down. Was stets bleibt, ist die Message, die pointiert den Finger in die Wunde legt, was unserer heutige Gesellschaft mit ihren strukturellen aber auch individuellen Problemen anbelangt. Zum Zusammenfall der Welt zu tanzen war noch nie so leicht.

Review: „The Answer Is Always Yes“ (Alex Lahey)

Release: 19.05.2023 | Genre: Singer Songwriter Pop-Rock | Spotify

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Wie bereits beim (bis auf zwei Tage) genau vor drei Jahren veröffentlichten Vorgänger ist es erneut so, dass auch diese Platte nicht an das tolle „I Love You Like A Brother“ aus 2017 heranreicht. Aber es ist ein bisschen besser. Vor allem der Opener „Good Time“ weiß astreinen Pop-Rock zu bieten, wird vom noch stärkeren „Congratulations“ gefolgt und „On The Way Down“ weiß ordentlich zu rocken. Abseits dessen gibt es einiges Eingängiges zu hören, die Highlights bleiben aber aus. Grundsolide bis gute Platte, aber da geht mehr.

Review: „Populution“ (Burnswell)

Release: 12.05.2023 | Genre: Garage Rock | Spotify

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Zunächst einmal sei festgehalten, dass es sich bei „Populution“ einfach um einen genialen Albumtitel handelt. Der gute Opener „Distrust“ zeigt dann direkt, wo es langgeht: Brachiale Riffs, die ein schweres Instrumental-Brett zimmern, das vereinzelt mit Growls untermauert wird, aber insgesamt erstaunlich Einstiegs-freundlich bleibt. Mich wundert etwas, dass mit den finalen drei Tracks der Platte Songs Musikvideos erhalten haben, die ich eher schwächer ansehe (deswegen gibt es hier im Beitrag auch den von der Band bei YouTube hochgeladenen und erst 37 Male abgespielten Full-Album-Stream für euch). Meine Favoriten sind das Dreierpack in der Mitte der Platte, mit „End of Time“, „Driving Me Insane“ und „Master Of“. Allgemein gilt: Wer die frühen Guano Apes mochte, wird dieses Album lieben!

Review: „Abroad“ [EP] (Elettrotape)

Release: 28.04.2023 | Genre: Elektro-Pop | Spotify

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Der Opener „Wrong Question“ hat bereits einen Platz auf meiner „Best Songs of the Year“-Playlist sicher. Eine wunderbare Mischung aus eindringlichem Elektro und eingängigem Pop, der an CHVRCHES erinnert. „Empty Pool“ schafft noch, einen ähnliches Niveau zu erreichen, die anderen Tracks fallen etwas ab (wobei das rotzige Refrain-Ende in „Cold Winter“ grandios ist!), vor allem das extrem runtergefahrene „Zwischenspiel“ „SLOW“, das über eine Minute länger als jeder andere Track ist. Vielversprechende EP, die extremes Potenzial aufzeigt, ich bin auf den irgendwann folgenden Langspieler gespannt!

Albumtitel sind Amazon-Partnerlinks.

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